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Fußball EM 2016

05. Dezember 2016 | 15:34 Uhr

Kommentar zur Fußball-EM 2016 : Verbot der Uefa: Gebt den Kindern das Kommando

vom

Herrliche Bilder: Kinder stürmen nach Abpfiff in die Arme ihrer Fußball-Väter. Die Uefa will das verbieten. Geht's noch?

Man kann eigentlich nur hoffen, dass Wales heute das Halbfinale gegen die Portugiesen gewinnt. Nicht, liebe Portugal-Fans, aus sportlichen Gründen, oder weil wir  Ronaldo nicht mögen. Nein, viel spannender ist es doch, wie die Uefa reagiert, wenn die Kinder der walisischen Elite-Kicker nach dem Abpfiff wieder ihren Papas in die Arme laufen und mit ihnen den Erfolg feiern.

Was für herrliche Bilder, die uns der Fußball-Zwerg nach seinen Siegen bisher beschert hat. Und genau das will die Uefa jetzt verbieten. Geht's noch? Hat die Europäische Fußball-Union keine anderen Probleme? Sollen etwa Stewards – wie bei Flitzern – den Platz stürmen und den Vätern die Kleinen entreißen?

Gerade bei dieser Europameisterschaft, die in den ersten Tagen von Bildern der Gewalt und der Angst vor Terror geprägt war, sind doch diese emotionalen und familiären Momente auf dem Rasen eine wahre Wohltat. Sie sorgen dafür, dass selbst Nicht-Fußballfans plötzlich Spaß an diesem sportlichen Großereignis finden. Sie zeigen, dass die millionenschweren Kicker Menschen wie du und ich sind, wenn sie ihre Liebsten in die Arme nehmen können. Genau das wollen wir sehen. Also, liebe Waliser: Lasst euch und uns den Spaß nicht nehmen, und holt heute Abend wieder eure Kinder auf den Platz – am besten auch, wenn Ihr nicht gewinnen solltet.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 12:41 Uhr

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