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Fußball EM 2016

08. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Europameisterschaft 2016 in Frankreich : #PoPo, #BaBe, #GerIt und #FrIce: Vorschau auf die EM-Viertelfinals

vom
Aus der Onlineredaktion

Fast drei Wochen läuft das Turnier schon. Jetzt wird es richtig spannend. Die größte Frage: Schafft Island den Einzug in Halbfinale?

Nur noch drei Siege trennt die acht verbliebenen Teams vom EM-Titel 2016: Am Donnerstagabend geht es in die heiße Phase der Europameisterschaft in Franktreich. Im Viertelfinale kommt es zu den Duellen Polen gegen Portugal, Wales gegen Belgien, Deutschland gegen Italien und Frankreich gegen Island. Eine Vorschau auf die Begegnungen und ihre Twitter-Hashtags.

#PoPo: Duell der Stürmerstars bei Polen gegen Portugal

Foto: dpa

Beiden Mannschaften hätte man nicht unbedingt die Chance aufs Halbfinale zugetraut, doch eine wird in Vorfinale durchmarschieren. In Marseille gibt es das Duell der beiden Superstars Cristiano Ronaldo und Robert Lewandowski. Anders als der Portugiese von Real hat der Weltklassestürmer von Bayern München noch Ladehemmungen bei diesem Turnier, Lewandowski gelang bisher kein Tor. Der Dortmunder Jakub Blaszczykowski (zwei Tore, ein Assist) ist dafür in Gala-Form.

Für den 31-jährigen Ronaldo ist es bereits das siebte große Turnier mit der Nationalmannschaft. Gewonnen hat er in all den Jahren nichts. Sollte es auch diesmal nicht mit dem Titel klappen, wird gemutmaßt, er könne es seinem ewigen Rivalen auf dem Thron des Weltbesten, Lionel Messi, gleichtun und das Nationaltrikot in die Asservatenkammer verbannen. Beide Mannschaften haben keine Gelbsperren zu beklagen und können aus dem Vollen schöpfen.

Donnerstag, 30. Juni, Vélodrome Marseille, Live in der ARD. Anpfiff: 21 Uhr.

 


#BaBe: Ein einziger Star aus Wales gegen einen Haufen aus Belgien

Foto: dpa

Wales, aufgrund des einzigen Superstars Gareth Bale in diesen Tagen auch unter „Bales“ geläufig, hatte bei diesem Turnier schon viel zu jubeln. Vor allem die Niederlage der Engländer gegen Island wurde zuletzt frenetisch gefeiert. Als letztes Brexit-Team im Turnier wollen die Waliser nun die Fahne des Königreiches durch das Feuer der europäischen K.o.-Runde tragen. Dabei muss im Viertelfinale das belgische Star-Ensemble um Eden Hazard und Kevin de Bruyne überrannt werden, das ohne Zweifel der Favorit ist. Alles andere als ein Finaleinzug wäre bei Betrachtung der noch ausstehenden Partien eine Enttäuschung für die Roten Teufel. Das sieht auch Trainer Mark Wilmots so. Flügeldribbler Hazard hat Muskelprobleme, wird aber spielen können, Innenverteidiger Vermaelen fällt aber aus. Wales hat Heimrecht und darf in roten Trikots spielen. Der Sieger trifft im Halbfinale auf den Sieger der Partie Portugal gegen Polen.

Freitag, 1. Juli, Stade Pierre Mauroy in Lille, Live im ZDF. Anpfiff: 21 Uhr.

 

#GerIt: Junger deutscher Motor gegen italienische Mid-Ager-Strategen

Foto: dpa

 

„Lasst sie uns respektieren, aber noch einmal fertig machen“, sagt der nicht nominierte Mario Balotelli, denn er weiß: Deutschland verliert bei Turnieren wie selbstverständlich gegen die italienischen Ergebniskünstler. Warum es diesmal anders sein sollte, konnte Bundestrainer Jogi Löw bislang nicht plausibel erklären. Vielleicht soll es einfach sein. „Wir sind bereit, diese Geschichte umzuschreiben“, sagt Torwarttrainer Andreas Köpke, der beim 0:0 gegen die Italiener in der Gruppenphase der EM 1996 das Spiel seiner Karriere gemacht hatte.

Die Italiener haben gegen Spanien gezeigt, dass sie nicht nur wie schon seit den 1960ern auf Knopfdruck zu Null spielen können, sondern, dass sie auch in der Offensive zu gefälliger Modernität in der Lage ist. An die Stelle des deutschen Traumzerstörers von 2012, den anfangs zitierten Mario Balotelli, ist Stürmer Graziano Pelle gerückt. Die Sportliche Leitung des DFB rechnet damit, dass der Kölner Jonas Hector rechtzeitig bis zur Partie fit wird.

Als wichtigste Lehre aus der 1:2-Niederlage im EM-Halbfinale 2012 gegen die Italiener benannte der damals schon mitspielende Hummels, „dass man gegen sie nicht 0:1 in Rückstand gerät“. Köpke kündigte eine „optimale Vorbereitung“ auf alle Eventualitäten an, inklusive einer möglichen Verlängerung und eines Elfmeterschießens. „Wir wissen, dass wir eine Topleistung bringen müssen“.

Bei den von Torwart-Oldie Gianluigi Buffon (38) angeführten Italienern könnte die ganze Schaltzentrale ausfallen. Thiago Motta ist gelbgesperrt und Mittelfeld-Ass Daniele de Rossi laboriert an einer Verletzung.

Samstag, 2. Juli, Matmut Atlantique in Bordeaux, Live in der ARD. Anpfiff: 21 Uhr.

 

#FrIce: La Grande Nation gegen die Island-Saga

Foto: dpa

Islands EM-Helden haben es ungeschlagen bis ins Stade de France in Paris geschafft. Dort, wo am 10. Juli auch das Endspiel stattfindet. „Die sind jetzt schon so glücklich, und das werden sie auch bleiben, wenn sie gegen Frankreich verlieren“, sagt Justizminister Heiko Maas, der auf die Franzosen tippt. Doch die Isländer wollen den Jahrtausend-Traum nicht mehr enden lassen und haben irgendwie das Schicksal auf ihrer Seite. „Wir können alle schlagen“ sagte Mittelfeld-Überall Birkir Bjarnason nach dem Sieg gegen England. Euphorisch blickt Trainer Heimir Hallgrímsson auf das anstehende Spiel: „Jede Hürde wird jetzt niedriger aussehen, das ändert ihre Mentalität, ihr Selbstbewusstsein wächst, das ist so wichtig für die Spieler“, schwärmt der 49-Jährige angesichts des unglaublichen Laufs. Innenverteidiger Ragnar Sigurdsson forderte sogar, seine Mannschaft müsse gegen Frankreich „noch ein wenig dominanter spielen“.

Gegen die les Bleus werden die Nordmänner erstmals ihre blauen Trikots gegen weiße tauschen müssen. Sollte ihnen ein abermaliger Triumph gelingen, stünden viele deutsche Fußballfans vor einem Herzens-Dilemma: denn das allseits geliebte Island wäre der Halbfinalgegner. Unterschätzen werden den Gastgeber ihren inzwischen nicht mehr ganz unbekannten Gegner sicher nicht.

Sonntag, 3. Juli, Stade de France. Live im ZDF. Anpfiff: 21 Uhr.

(mit dpa)

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erstellt am 29.Jun.2016 | 16:09 Uhr

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