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Fußball EM 2016

05. Dezember 2016 | 17:30 Uhr

Nach dem EM-Finale : Die besten Bilder: So feierte Portugal – und so weinte Frankreich

vom

Die Portugiesen färbten Paris in ihre Landesfarben. Auch in Hamburg gab es eine große Party.

Portugal ist neuer Fußball-Europameister – und der überraschende Finalsieg wurde rauschend gefeiert. Nicht nur in Paris und Lissabon – auch im Hamburger Portugiesenviertel waren zahlreiche Fans auf den Straßen unterwegs. Die Nacht in Bildern:

Paris

Die französische Hauptstadt färbte sich rot-grün. Mit mehr als einer halben Million Menschen sind die Portugiesen die größte Bevölkerungsgruppe in Frankreich mit ausländischem Pass. Schon vor dem Spiel machten sich die Fans aus dem Süden Europas lautstark bemerkbar – doch nach dem Tor von Eder gab es kein Halten mehr.

Vor dem Eiffelturm feierten die Portugiesen ihre Mannschaft – auch ein Franzose schleicht sich auf das Sieger-Foto.
Vor dem Eiffelturm feierten die Portugiesen ihre Mannschaft – auch ein Franzose schleicht sich auf das Sieger-Foto. Foto: Imago/Xinhua
Nicht nur rund um den Arc de Triomphe versammelten sich Portugiesen zum Autokorso.
Nicht nur rund um den Arc de Triomphe versammelten sich Portugiesen zum Autokorso. Foto: dpa

Lissabon

Zehntausende Portugiesen feierten nach dem 1:0-Erfolg ihrer Nationalelf im Finale gegen den Gastgeber Frankreich in den Städten des Landes den ersten EM-Titel Portugals. Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa kündigte an, dass die Spieler mit einem Verdienstorden ausgezeichnet würden.

Die größten Fanfeste gab es in der Haupstadt Lissabon:

Die Praça Marquês de Pombal wurde zur Partyzone.
Die Praça Marquês de Pombal wurde zur Partyzone. Foto: dpa

In Lissabon zogen Tausende Fans zum Platz Marquês de Pombal im Zentrum der Hauptstadt, wo normalerweise die Fans von Benfica Lissabon die Erfolge ihres Clubs feiern. Im Badeort Figueira da Foz hatten 30.000 Menschen das Spiel am Strand auf Großleinwänden verfolgt.

Sogar die Statue des Marquis von Pombal wurde geschmückt.
Sogar die Statue des Marquis von Pombal wurde geschmückt. Foto: dpa

„Das ist ein Wahnsinn“, meinte der 21-jährige Paulo Torres. „Ausgerechnet Eder, der bisher das hässliche Entlein im Kader war, erzielt den Siegtreffer.“

Am Terreiro do Paco kannte die Freude keine Grenzen.
Am Terreiro do Paco kannte die Freude keine Grenzen. Foto: dpa

Hamburg

Auch in Hamburg wurde gefeiert. Hunderte Portugiesen haben hier den 1:0-Sieg ihrer Mannschaft im EM-Finale gegen Gastgeber Frankreich gefeiert. Ein historischer Sieg, auf den ein kaum minder denkwürdiger Siegeszug durch das Portugiesenviertel unweit des Hamburger Hafens folgt. Hier hatten sich die Fans während des Spiels in den vielen kleinen Bistros, Straßencafés und Restaurants dicht an dicht gedrängt, teils sogar Rücken an Rücken, um vom Bordstein aus das Finalspiel zu verfolgen. Wie ein Pfropf verstopften sie dabei enge Gassen, sodass es für Autos kaum noch ein Durchkommen gab.

Mit dem erlösenden Abpfiff stand das gesamte Viertel Kopf. Grüner Rauch zog durch die Straßen, Autos bahnten sich wild hupend ihren Weg durch die Fanmassen, die sich größtenteils völlig aufgelöst in den Armen lagen. Es ist eine Stimmung, wie man sie bei keinem Hamburger Fanfest während dieser EM bisher gesehen hat. Feuerwerkskörper erhellen den Nachthimmel, während der Jubel weit über die Grenzen des Viertels hinaus nachhallt. „Hier ist heute Abend jeder Portugiese“, ruft ein Fan, der eines der im Konvoi fahrenden Fahrzeuge erklommen hat.

Frankreich ist ratlos

Hatte es nach Frankreichs Sieg im Halbfinale gegen Deutschland noch Autokorsos bis weit in die Nacht hinein gegeben, gingen nach dem Finale viele Fans der „Bleus“ mit schlaff über die Schulter hängenden französischen Fahnen nach Hause. „Ich bin enttäuscht und genervt“, sagte die 22-jährige Madeleine Aman auf den Champs-Élysées.

Foto: Imago/Xinhua

Foto: dpa

Foto: dpa

Nach der ersten Enttäuschung machten sich die Franzosen untereinander Mut. „Morgen ist ein neuer Tag!“, schallte es durch die Straßen. So versucht sich auch die Nationalmannschaft aus der Trauer zu hiefen. Via Twitter verbreiteten sie: „Wir haben noch andere Seiten gemeinsam zu füllen.“

 
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erstellt am 11.Jul.2016 | 08:44 Uhr

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