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Fußball EM 2016

10. Dezember 2016 | 13:52 Uhr

Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich : Deutschland – Ukraine: So startet die DFB-Elf in die EM

vom
Aus der Onlineredaktion

Am Sonntag muss Deutschland zum ersten Mal ran. Wer spielt? Eine Übersicht.

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Auf Stammpersonal wollte sich Bundestrainer Joachim Löw vor der Fußball-EM nicht festlegen. Schon in der ersten Woche in Frankreich mussten er und sein Trainerteam ungewollt neu puzzeln, was offenbar schnell gelang. „Die Mannschaft steht“, sagte Ko-Trainer Thomas Schneider vor dem Auftaktspiel gegen die Ukraine.

Um sich auf die Partie am Sonntag (21 Uhr, live in der ARD) in Lille vorzubereiten, wurde unter der Woche vorrangig in der defensiven Organisation und bei Standardsituationen nachjustiert, sagte Schneider. Taktisch ist die erneut erzwungene Umstellung in der Innenverteidigung nach dem Kreuzbandriss von Antonio Rüdiger womöglich ein guter Grund, auf die bewährte Viererkette in der Abwehr zu setzen statt Experimente zu wagen – schließlich soll der Weltranglisten-19. nicht gleich zum ersten Stolperstein werden. Ein Blick auf die Mannschaftsteile zum Start ins Turnier:

Im Tor

Manuel Neuer ist die unumstrittene Nummer eins. Verletzt er sich nicht noch, ist er dauerhaft gesetzt.

Die Abwehr

Durch den Kreuzbandriss von Antonio Rüdiger beim ersten Training im EM-Quartier in Évian ist erneut die Innenverteidigung die größte Baustelle. Mats Hummels arbeitet an seinem Comeback, wird es aber noch nicht an diesem Sonntag geben, sondern vielleicht sogar im Teamhotel bleiben und individuell trainieren. Die zentralen Varianten: Benedikt Höwedes rückt neben Jérôme Boateng in die Zentrale, dann wäre allerdings die Rechtsverteidiger-Position vakant, auf der Löw den Schalker zuletzt einsetzte. Emre Can wäre dort eine Alternative. Bleibt Höwedes auf rechts, wird Löw auf den zuletzt wenig spielenden Shkodran Mustafi bauen müssen. Links dürfte Jonas Hector zum Zuge kommen.

Das Personal im Mittelfeld

Sami Khedira und Toni Kroos dürften das zentrale Duo bilden, davor steht eine Dreierkette mit Thomas Müller auf rechts und Mesut Özil in der Mitte. Bei der Pressekonferenz am Freitag stellten sich die beiden Wolfsburger Julian Draxler und André Schürrle den Fragen der Journalisten. Draxler hat nach zuletzt guten Leistungen wahrscheinlich die besseren Karten auf dem linken Flügel.

Im Angriff

Der körperlich präsentere Mario Gomez oder der quirlige Mario Götze? Welches Mittel die DFB-Elf gegen die langen Defensivkräfte der Ukraine bevorzugt, wollte Schneider noch nicht verraten.

Der Gegner

Für den 19. der FIFA-Weltrangliste ist es die zweite EM-Teilnahme. In der Qualifikationsgruppe wurde die Ukraine Dritter hinter Spanien und der Slowakei, setzte sich dann in den Playoffs gegen Slowenien durch. Ein bekannter Ex-Profi sitzt auf der Bank: Topstürmer Andrij Schewtschenko ist Ko-Trainer der Nationalmannschaft. Anatoliy Timoschtschuk, der von 2009 bis 2013 bei Bayern München spielte, steht hingegen noch auf dem Feld. Der 37-jährige Mittelfeldspieler hat 143 Länderspiele absolviert und ist als Kapitän der Ukraine eine zentrale Figur. Aufpassen muss das DFB-Team auf Mittelfeldspieler Yevhen Konoplyanka (FC Sevilla) und Stürmer Andriy Yarmolenko (Dynamo Kiew). „Das ist schon eine Aufgabe, die wir da gestellt bekommen“, sagte Schneider über die ukrainische Offensive. Nicht zu verachten ist derweil auch die Abwehr. In der Qualifikation gab es unter anderem zwei 0:1-Niederlagen gegen Spanien. Löw lobte die Ukraine vor der EM für „eine der besten Defensivreihen der Qualifikation mit nur fünf Gegentoren in zwölf Begegnungen“ und warnte vor dem Konterspiel.

Die Bilanz

Von fünf Spielen gegen die Ukraine hat Deutschland noch keines verloren, aber auch nur zweimal gewonnen. Das letzte Duell gab es am 11. November 2011. Beim 3:3 in Kiew trafen Toni Kroos, Simon Rolfes und Thomas Müller.

Die Prognose

Gegen eine tief stehende Defensive würde ein frühes Tor das Spiel für die DFB-Elf leichter machen. Gelingt das nicht, ist Geduld gefragt – wie etwa im letzten Test vor der EM gegen Ungarn (2:0). Allem Respekt vor dem Gegner zum Trotz wird Löw drei Punkte zum Auftakt gegen die Ukraine fest eingeplant haben.

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erstellt am 10.Jun.2016 | 14:51 Uhr

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