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Fußball EM 2016

02. Dezember 2016 | 19:17 Uhr

Fußball-Europameisterschaft 2016 : Cristiano Ronaldo: Portugals Star und perfektes Feindbild

vom

Woran liegt das eigentlich, dass CR7 wie kein anderer Fußballer mit Spott und Häme überschüttet wird?

Wenn es einen Spieler in der Welt des Fußballs gibt, der die Gemüter spaltet, ist es wohl der portugiesische Star Cristiano Ronaldo. Er gehört zu den besten Fußballern aller Zeiten, und das sieht nicht nur er selbst, sondern wohl auch jeder, der sich mit Fußball auskennt, genauso.

Trotzdem lässt es sich über keinen Spieler so hervorragend lästern wie über ihn. Woran liegt es also, dass diesem Schönling und Ausnahmefußballer nicht die Herzen aller zu Füßen liegen, sondern er immer wieder zum Gespött gemacht wird?

Sein Körper aus Stahl

 

Ronaldo ist Profisportler, und dass man an ihm selbst kleine Fettpölsterchen vergeblich sucht, erklärt sich von selbst. Doch von diesem Körper, den er nur allzu gerne bei jeder Gelegenheit präsentiert und an dem nicht ein einziges Haar zu finden ist, können viele nur träumen.

So gehen die Reaktionen von bewundernder Anerkennung bis hin zu großem Neid. Bei diesem Adonis-Körper kann es doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Immerhin hat sich Ronaldos Erscheinungsbild im Laufe seiner Karriere deutlich verändert. Ob da wohl chirurgisch nachgeholfen wurde? Zumindest seine Zähne sind nicht mehr die gleichen.

 

 

 

 

 

 

Seine Haare

Zielscheibe des Gespötts ist außerdem immer wieder seine perfekt sitzende Frisur. Hier überlässt er nichts dem Zufall, was ihm nach dem EM-Spiel gegen Island den Spitznamen „Haargelson“ einbrachte.

 

Seine Arroganz

Nach dem Unentschieden gegen Island kommt Cristiano „Haargelson“ ein zweites Mal ins Gespräch - nicht wegen seiner spielerischen Leistung, sondern seiner Arroganz dem isländischen Team und Fans gegenüber.

Als der isländische Kapitän Gunnarsson Sekunden nach dem Abpfiff seine Chance ergriff, um das Trikot zu tauschen, winkte Ronaldo nur ab. Später wurde ihm in den Mund gelegt, er habe Gunnarsson gefragt, wer er überhaupt sei.

Dass das Unentschieden an Ronaldos Ehre gekratzt hat, merkte man außerdem an seinem bissigen Kommentar über die feiernden isländischen Fans: „Sie haben gefeiert, als wären sie Europameister geworden, es war unglaublich. Dabei haben sie gar nicht erst versucht, zu spielen, sondern nur verteidigt und verteidigt. Meiner Meinung nach zeugt das von kleiner Mentalität, deswegen werden sie nichts erreichen.“

Ach, Ronaldo. Wenn du deinen Ruf aufpolieren willst, leg dich nicht mit den meistgeliebten Fans des Turniers an.

Sein großes Ego

Ronaldo hält sich für den größten Fußballer der Welt und an Selbstbewusstsein mangelt es ihm bestimmt nicht. Das zeigt sich immer wieder in seiner Körpersprache, wenn er sich breitbeinig zum Freistoß aufstellt oder sich beleidigt über die Erfolge seiner Teamkollegen zeigt.

Die „Bild“ hat sich die Mühe gemacht und Ronaldos eindrucksvollsten Ego-Ausraster zusammengefasst:

Seine weinerliche Art

Wenn Ronaldo etwas nicht passt, zeigt er es deutlich. Dabei stampft, schimpft, weint er und erinnert oft an einen beleidigten Schuljungen.

Sein Versagen auf dem Platz

Ja, auch ein Cristiano Ronaldo ist nicht perfekt. Während man anderen Spielern die meisten Fehler und Ausrutscher grummelnd verzeiht, muss sich CR7 nach Patzern seinen eigenen Ansprüchen stellen. Das Netz freut sich - wie zum Beispiel beim verschossenen Elfmeter gegen Österreich in der Gruppenphase der EM:

 

 

Der arme Ronaldo hat es wirklich nicht leicht. Sein Ruf haftet an ihm und lässt sich nur schwer abschütteln. Dabei war zum Beispiel seine Reaktion auf den Flitzer, der mit zitternden Händen ein Selfie mit dem Star schießen wollte, doch wirklich sympathisch.

 

 

 

Vielleicht geben wir ihm doch noch eine Chance und versuchen uns beim Halbfinalspiel Portugal gegen Wales auf sein spielerisches Können zu konzentrieren - zumindest bis zum nächsten Ausrutscher.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 20:04 Uhr

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