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Fussball

10. Dezember 2016 | 02:15 Uhr

3:1 bei schwachen Bremern : Freiburg punktet nun auch auswärts

vom

Der SC Freiburg hat die zuletzt heimstarken Bremer gestoppt. Nach dem ersten Auswärtssieg mischt der Aufstieger munter im Mittelfeld der Liga mit. Und Werder kämpft wieder gegen den Abstieg.

 Der SC Freiburg hat im Weserstadion den ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert. Nach zuvor vier Niederlagen in der Fremde gewann der Aufsteiger beim SV Werder Bremen verdient mit 3:1 (2:0).

Maximilian Philipp (29.), Vincenzo Grifo (39./Foulelfmeter) und Amir Abrashi (75.) sorgten für die SC-Tore. Der Bremer Treffer von Santiago Garcia (67.) war zu wenig. Pfiffe für die schwachen Bremer gab es vom treuen Publikum trotzdem kaum.

«Die Freiburger waren deutlich aufmerksamer und mutiger - Tugenden, die wir von unserer Mannschaft kannten», sagte der enttäuschte Coach Alexander Nouri. Im nächsten Spiel beim FC Schalke 04 muss er möglicherweise auf Lamine Sané verzichten, der mit einer Knieverletzung ausgewechselt und im Anschluss untersucht wurde.

Werder musste die Gegentore 22 bis 24 hinnehmen und steckt mit nur sieben Punkten aus neun Saisonspielen im Tabellenkeller fest. Die Freiburger haben bereits 15 Zähler. «Wir hatten ein ordentliches Umschaltspiel, haben uns aufgeopfert, das war nicht so einfach für Bremen», meinte Gäste-Trainer Christian Streich.

Nouri begann mit der selben Startaufstellung im Weserstadion wie zuletzt beim 1:3 in Leipzig. Die Hanseaten starteten forsch mit zwei guten Möglichkeiten von Izet Hajrovic (4.), der aus 20 Metern Keeper Alexander Schwolow prüfte, und Stürmer Ousman Manneh (5.). Der Schlussmann der Freiburger rettete gegen den Kopfball des Gambiers knapp vor der Linie. Auch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (27.) konnte Schwolow über die Latte lenken.

Der umtriebige Philipp unterbrach die Sturm- und Drangphase der Gastgeber vor 41 500 Zuschauern nach einer halben Stunde mit einem gut verwerteten Konter. Kein Bremer griff den Torjäger an, der aus 16 Metern flach einschießen konnte - Schlussmann Felix Wiedwald hatte keine Chance.

Trainer Christian Streich hatte sein Team nach dem Pokal-Aus am Dienstag über 120 Minuten gegen den SV Sandhausen auf zehn Positionen verändert - dementsprechend frisch präsentierte es sich an der Weser. Geschickt holte Karim Guédé einen Strafstoß heraus, als er sich nach einem Trikot-Zupfer von Manneh fallen ließ. Grifo schob gekonnt ein.

Werder wirkte geschockt. Junuzovic (45.+1) hätte den Anschlusstreffer aus guter Position markieren können, trat aber über den Ball. Die schlechte Chancenverwertung zeigte einmal mehr, wie sehr Werder seinen Toptorjäger Claudio Pizarro vermisst. Der zuvor an der Wade verletzte Peruaner will in der kommenden Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. «Alles sieht gut aus», sagte der 38-Jährige vor dem Spiel beim Pay-TV-Sender Sky. «Wenn alles weiter so geht, dann werde ich am Dienstag oder Mittwoch mit der Mannschaft trainieren.»

Auch die zweiten 45 Minuten begannen die Norddeutschen so, wie sie aufgehört hatten: Serge Gnabry bediente den agilen Manneh (50.), der aber lange zögerte und seinen Schuss aus fünf Metern ans Außennetz setzte. Nouri wechselte zur Halbzeit offensiv, brachte Fin Bartels für den defensiveren Florian Grillitsch.

Der ehemalige Bremer Nils Petersen (64.) hätte nach seiner Einwechslung sogar erhöhen können, Wiedwald warf sich in den Schuss des Angreifers. Auf der anderen Seite gelang Garcia nach Doppelpass mit Junuzovic der Anschlusstreffer. Abrashi machte alle Hoffnungen der heimischen Fans zunichte, als sein von Petersen abgefälschter Schuss zum 1:3 unhaltbar an Wiedwald vorbei ins Tor ging.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 18:52 Uhr

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