zur Navigation springen

Fussball

21. Februar 2017 | 10:51 Uhr

Gegen Strømsgodset : Europapokal-Premiere: SønderjyskE gelingt sie mit 2:1

vom

Fans und Mannschaft jubeln über ein spätes Siegtor. Das Rückspiel findet bereits am 21. Juli statt.

Hadersleben | Premiere geglückt: Das europäische Abenteuer drohte für die SønderjyskE-Fußballer lange Zeit ein kurzes zu werden, doch Rückkehrer Mikael Uhre ließ mit seinem späten 2:1-Siegtor die meisten der 4.795 Zuschauer im ausverkauften Sydbank Park über einen schmeichelhaften Sieg jubeln. 

Der Provinzclub SønderjyskE aus der Stadt Hadersleben, die mehrere Jahrhunderte lang zum Herzogtum Schleswig gehörte, hat nach einer historischen Saison die Qualifikation zur Europa League erreicht. Fußballfans aus Schleswig-Holstein haben somit trotz der norddeutschen Misere einen kurzen Anfahrtsweg für europäische Duelle. Das erste Heimspiel ist bereits ausverkauft.

Strømsgodset war im Zweitrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft, darf sich aber nur über das Auswärtstor freuen, das man bei SønderjyskE um alles in der Welt vermeiden wollte. Es wartet in einer Woche ein heißer Tanz auf dem nassen Kunstrasen von Drammen, wo die in Hadersleben keineswegs Furcht einflößende Strømsgodset-Mannschaft ein ganz anderes Gesicht zeigen wird.

 

Dabei hatte es den erhofften Traumstart gegeben. Neun Minuten. Das war alles, was Troels Kløve benötigte, um nach neunmonatiger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses sein erstes Pflichtspieltor zu erzielen. Eine weitgezogene Flanke von Tommy Bechmann köpfte der Außenstürmer ins Netz.

Die frühe Führung sorgte für Auftrieb, doch die gute Ausgangslage hielt nicht lange. Matthias Maak hätte in der 16. Minute bei der Flanke vors Tor eine bessere Figur abgeben müssen – sein Abwehrversuch landete vor die Füße des ehemaligen OB-Stürmers Marcus Pedersen, der sicher zum 1:1 vollstreckte.

Fakten zum Spiel

Tore:

1:0 Troels Kløve (9.), 1:1 Marcus Pedersen (16.), 2:1 Mikael Uhre (81.)
 

Aufstellung:

SønderjyskE:  Marin Skender – Marc Pedersen, Pierre Kanstrup, Matthias Maak, Marc Dal Hende – Janus Drachmann – Simon Kroon, Adama Guira, Marcel Rømer (63.: Mikael Uhre), Troels Kløve (56.: Casper Olesen) – Tommy Bechmann (75.: Nicolaj Ritter)


Strømsgodset: Espen Bugge Pettersen – Lars-Christopher Vilsvik, Kim Madsen, Gustav Valsvik, Mounir Hamoud – Bismark Adjei-Boateng, Mohammed Abu, Francisco Junior – Flamur Kastrati (75.: Jonathan Parr), Marcus Pedersen, Mohammed Keita.


Gelbe Karten:

Adama Guira – Mounir Hamoud, Mohammed Keita, Marcus Pedersen.
 

Schiedsrichter:

Georgi Kabakov (Bulgarien)


Zuschauer: 4.795

Die in der ersten Viertelstunde abwechslungsreiche Partie verflachte nach dem Ausgleich. SønderjyskE bemühte sich zwar, riskierte aber zu wenig und konnte mit angezogener Handbremse nur selten gefährlich vors gegnerische Tor kommen. Zu groß war die Angst vor dem zweiten Gegentreffer.

Kopf und Kragen musste Marin Skender in der 67. Minute riskieren, um den Rückstand zu verhindern. Der SønderjyskE-Torwart fischte einen Weitschuss von Keita aus dem Torwinkel, prallte mit dem Gesicht gegen den Pfosten und spielte nach einer Platzwunde die Partie mit einem Kopfverband zu Ende. 

Auch Marcus Pedersen hatte die norwegische Führung auf dem Fuß, doch ein Konter stellte in der 81. Minute den Spielverlauf in der zweiten Halbzeit auf den Kopf. Rückkehrer Mikael Uhre setzte sich durch und ließ mit einem Flachschuss zum 2:1 SønderjyskE jubeln.

Rund 350 lautstarke Strømsgodset-Anhänger, die das Karten-Kontingent der Auswärtsmannschaft voll ausgeschöpft hatten, wurden plötzlich still, doch es ist noch lange nicht alles vorbei. Es warten in Drammen 90 spannende Minuten. Mindestens.

Das Rückspiel ist am Donnerstag, 21.7., um 19 Uhr in Drammen.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Jul.2016 | 21:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen