zur Navigation springen

Fussball

08. Dezember 2016 | 15:34 Uhr

Europa League : Europäischer Paukenschlag: SønderjyskE siegt gegen Zaglebie Lubin

vom

Der dänische Vizemeister fühlt sich auf dem europäischen Parkett pudelwohl. Jetzt gewann die Mannschaft mit 2:1.

Der dänische Vizemeister SønderjyskE hat im Drittrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation einen Paukenschlag hingelegt und sich mit einem nicht für möglich gehaltenen 2:1-Sieg gegen Zaglebie Lubin in Polen für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Hadersleben eine hervorragende Ausgangsposition verschafft.

Hintergrund: Aufstellung, Tore, Gelbe Karten

Tore: 0:1 Simon Kroon (19.), 0:2 Marc Dal Hende (36.), 1:2 Lukasz Janoska (45.+1) 
Aufstellung Zaglebie: Martin Polacek – Aleksandar Todorovski, Lubomir Guldan, Maciej Dabrowski, Djorde Cotra, –  Arkadiasz Wozniak,Lukasz Piatek, Jaroslaw Kubicki,  Lukasz Janoszka (73.: Krzysztof Janus) – Jan Vlasko (46.: Filip Starzynski) – Krzysztof Piatek  (80.: Michal Papadopulos).
Aufstellung SønderjyskE: Marin Skender – Marc Pedersen, Pierre Kanstrup, Matthias Maak, Marc Dal Hende – Janus Drachmann – Simon Kroon (69.: Troels Kløve), Adama Guira, Marcel Rømer (75.: Nicolaj Madsen), Johan Absalonsen – Tommy Bechmann (64.: Mikael Uhre).
Gelbe Karten: Jan Vlasko – Simon Kroon, Pierre Kanstrup, Adama Guira.
Schiedsrichter: Robert Madley (England).
Zuschauer: 10.500.

 

Torwart Marin Skender spielte vor 10.271 Zuschauern eine Hauptrolle, als er die anfangs abgemeldeten Polen ins Spiel kommen ließ, danach aber mit einem parierten Elfmeter sowie zwei Glanztaten in der Schlussphase seinen Patzer wieder gutmachen konnte.

Die gefürchtete Anfangsoffensive des zweifachen polnischen Meisters, der zuletzt 2007 den Titel geholt hatte, blieb aus. Der dänische Vizemeister ließ sich von der ungewohnten Kulisse mit sehr lautstarken polnischen Fans nicht einschüchtern und traten mit einer beindruckenden Ruhe und Abgeklärtheit auf. Die Hellblauen kontrollierten Spiel und Gegner, ließen den Ball laufen und hatten bereits vor dem Führungstreffer zwei gute Möglichkeiten für Simon Kroon und Johan Absalonsen.  Simon Kroon nutzte in der 19. Minute die Vorarbeit von Marcel Rømer und Tommy Bechmann zur verdienten Führung.

Das angestrebte, so wichtige Auswärtstor gab den Gästen noch mehr Selbstvertrauen. Marc Dal Hende legte in der 36. Minute per Kopf nach einem weiten Kanstrup-Einwurf das 0:2 nach. 102 mitgereiste SønderjyskE-Fans waren aus dem Häuschen.

Die Platzherren waren wie paralysiert. Der polnische Pokalsieger von 2014 und Tabellendritte der vergangenen Saison in der polnischen Extraklasa hatte in den vergangenen fünf Heimspiel kein einziges Gegentor hingenommen und sich in der zweiten Runde mit zwei Nullnummern plus erfolgreiches Elfmeterschießen gegen Partizan Belgrad durchgesetzt. Die Polen brachten offensiv kaum etwas zustande, wurden aber durch Marin Skender auf die Sprünge geholfen. Der SønderjyskE-Torwart segelte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit an einem Eckball vorbei und muss das 1:2 auf seine Kappe nehmen. Nicht der erste Patzer des Kroaten in den letzten Wochen und Monaten.

Die Polen schöpften Mut und kamen wie verwandelt aus der Kabine, setzten den Gegner mächtig unter Druck. SønderjyskE stand tief in der eigenen Spielhälfte und verteidigten nur noch. Der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit und Zaglebie bekam auch die größte Chance von allen. Der polnische EM-Spieler Filip Starzynski scheiterte in der 61. Minute bei einem von Pierre Kanstrup verursachten Foulelfmeter an Marin Skender.

Der vergebene Strafstoß zog den Gastgebern den Zahn. SønderjyskE konnte sich für mehr als 20 Minuten aus der Umklammerung befreien, musste sich aber in den Schlussminuten noch  zweimal beim Kroaten bedanken und konnte ein Traumergebnis entführen. Diese Polen sind  noch nicht geschlagen, aber es ändert nichts daran, dass SønderjyskE jetzt die Favoritenrolle übernommen haben. 

zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 21:13 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen