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Fussball

05. Dezember 2016 | 13:36 Uhr

Auslosung der Qualifikationsrunden : Europa League: SønderjyskE trifft auf Strømsgodset IF

vom
Aus der Onlineredaktion

Nach der besten Saison der Vereinsgeschichte bleibt den Haderslebenern das Losglück treu. Sie treffen auf den norwegischen Club Strømsgodset IF. Das erste Europapokal-Duell von SønderjyskE bleibt also innerskandinavisch.

Hadersleben/Nyon | Während die Augen der meisten Fußballfans derzeit auf die Europameisterschaft in Frankreich gerichtet sind, blickte man in Nordschleswig am Montag gespannt in die Schweiz. In Nyon wurden die beiden ersten Qualifikationsrunden zur Uefa Europa League 2016/17 ausgelost. Der dänische Europapokal-Debütant SønderjyskE aus Hadersleben – vor Ort vertreten durch Marketingchef Kell Haugaard – erwischte dabei mit Strømsgodset IF das glückliche letzte Los.

Der Modus der Uefa Europa League wird häufig kritisiert, weil er den teilnehmenden Vereinen anders als die Champions League trotz der Masse an Spielen keine wirtschaftlichen Vorteile bringt. Einem Verein wie SønderjykE, dessen Etat dem eines besseren deutschen Drittligisten gleicht, eröffnet der Wettbewerb allerdings große Möglichkeiten – finanziell und in der Wahrnehmung des Clubs und der gesamten Region.


In der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League trifft somit der dänische Vizemeister auf den norwegischen Vizemeister.  Am 14. Juli wird der Verein aus Drammen im Sydbank Park zunächst ein Gastspiel haben und der erste internationale Pflichtspielgegner in der Geschichte von SønderjyskE werden.

 

Während man in Norwegen von einem Hammerlos spricht, freut man sich bei SønderjyskE über das Los, bewusst dessen, dass es deutlich schlimmer hätte kommen können. „Die Chancen stehen 50:50, und das konnte man als ungesetztes Team nicht erwarten“, zeigte sich SønderjyskE-Stürmer Tommy Bechmann mit dem Los zufrieden. Der langjährige Bundesliga-Profi wollte unbedingt eine Reise nach Osteuropa vermeiden. „Uns bleibt ein Sieben-Stunden-Flug nach Kasachstan erspart, das ist schon mal wichtig, und mit Strømsgodset gibt es wenig unbekannte Faktoren. Norwegen ist vielleicht nicht so exotisch, aber wir wussten schon vorher, dass die ganz großen Klubs erst in Runde drei kommen können. Da müssen wir uns durchboxen, damit es zu einem Kracher kommt“.  Und der 34-Jährige spricht sogar schon vom Weiterkommen: „Ich würde mir gegebenenfalls einen deutschen oder englischen Gegner wünschen, West Ham oder Hertha BSC. West Ham spielt ja jetzt im Londoner Olympiastadion und Hertha weiter im Berliner Olympiastadion, aber da ist noch weit hin.“

Eine ganze Reihe von europäischen Haupstadtclubs warteten zuvor auf der Liste der möglichen Gegner für das europäische Abenteuer. Die Südjüten hatten als ungesetzter Verein mit dem schlechtesten Uefa-Koeffizienten sicher einen schwereren Gegner erwartet. Die Entscheidung fällt am 21. Juli beim Rückspiel in Drammen. Der Beginn des Ticketverkaufs ist auf den 4. Juli terminiert.

Strømsgodset IF, norwegischer Meister von 2013, in der Tippeliga derzeit Tabellenvierter und der Heimatverein von Real Madrids Martin Ødegaard, ist in den vergangenen Jahren regelmäßig an der UEL-Qualifikation gescheitert. Im letzten Jahr traf es die Kicker aus der Stadt im Süden von Oslo in der 3. Qualifikationsrunde. Sie verloren klar gegen Hajduk Split.

Das sind die Paarungen der ersten Runde.

 

Sollten die Haderslebener die Runde überstehen, warten in der 3. Qualifikationsrunde (28. Juli und 4. August 2016) Vereine wie OSC Lille, Hertha BSC, Schalke 04 und West Ham United. Danach würden die so genannten  „Play-offs“ folgen, Hier stoßen die unterlegenen Mannschaften der 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2016/17 hinzu. Erst wenn all dies erfolgreich bestritten wurde, beginnt die Gruppenphase des eigentlichen Wettbewerbs. Deutsche Mannschaften sind in den ersten beiden Vorausscheidungen nicht vertreten.

Der Club macht seinen Kader derweil fit für die um mindestens fünf Spiele höhere Belastung in der kommenden Saison. Die dänische Superliga wurde von zwölf auf 14 Mannschaften erweitert. Im neuen Liga-Modus wird es nach Hin- und Rückrunde eine Auf- und eine Abstiegsrunde mit acht bzw. sechs teilnehmenden Vereinen geben. Sportchef Hans Jørgen Haysen am Montag den Vollzug beim Transfer des Torhüters Lukas Fernandes vom Liga-Konkurrenten Aarhus GF gemeldet. Der 23-jährige frühere Junioren-Nationaltorwart soll als Konkurrent zur in der Schlussphase der vergangenen Saison nicht immer überzeugenden „Nummer 1“ Marin Skender aufgebaut werden.

Ebenfalls fix ist die Rückkehr von Eigengewächs Mikael Uhre. Der 21-jährige Stürmer war im vergangenen Sommer zu Skive IK in die zweite Liga gewechselt und wusste dort als Torschütze zu überzeugen. Mit Linkverteidiger Nicolaj Ritter (ersetzt den abgewanderten João Pereira) und dem Österreicher Matthias Maak wurde die Abwehr verstärkt. In der heißen Phase der vergangenen Saison hatte es nach den Verletzungen von Kees Luijckx und Søren Mussmann personelle Engpässe in der Defensive gegeben.

Mit Material von nordschleswiger.dk

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erstellt am 20.Jun.2016 | 15:27 Uhr

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