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DFB-Pokal

04. Dezember 2016 | 17:14 Uhr

Gegen VfB Lübeck : St. Pauli gewinnt das Nordduell im DFB-Pokal

vom

Sportlich war das Spiel schnell entschieden - nur nicht für die Polizei. Wieder gab es Ärger mit Pyro-Technik.

Lübeck | Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat im DFB-Pokal den ersten Sieg der neuen Saison gefeiert. Nach zwei Niederlagen zum Zweitligaauftakt bezwangen die Hamburger am Freitag Regionalligist VfB Lübeck in der ersten Cup-Runde im Stadion an der Lohmühle mit 3:0 (1:0).

Die Tore für die Gäste schossen der norwegische Zugang Vegar Eggen Hedenstad (15. Minute), Kapitän Sören Gonther (61.) und Marvin Ducksch (89.). Zuvor unterlag die Elf von Trainer Ewald Lienen in der Liga dem VfB Stuttgart (1:2) und gegen Eintracht Braunschweig (0:2).

St. Pauli übernahm früh das Kommando. Lienen konnte auf die angeschlagenen Stammkräfte Philipp Ziereis (Erkältung) und Aziz Bouhaddouz (Pferdekuss) zurückgreifen. Stammtorhüter Robin Himmelmann fiel mit muskulären Problemen im Gesäßmuskel kurzfristig aus, Philipp Heerwagen vertrat ihn zuverlässig, bekam aber wenig zu tun.

Auch ohne Abwehrchef Lasse Sobiech (Muskelfaserriss) gab sich die Defensive keine Blöße. St. Pauli war nie in Gefahr - wie im Vorjahr gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach - in Runde eins auszuscheiden.

Spiel musste kurz unterbrochen werden

Nach Angaben der Polizei verfolgten 13.000 Zuschauer das mit Spannung erwartete Fußballspiel auf der Lübecker Lohmühle, unter ihnen zirka 2500 Fans der Gästemannschaft. Aus polizeilicher Sicht galt es, die Fangruppierungen der beiden Vereine zu trennen - sowohl vor, während, als auch nach dem Spiel. Der Polizei ist bekannt, dass zwischen den Problemfans beider Vereine ein feindschaftliches Verhältnis besteht. Bei einem unkontrollierten Aufeinandertreffen der Problemfans aus Lübeck und denen von St. Pauli wären gewalttätige Auseinandersetzungen daher nicht auszuschließen.

Den aus Hamburg angereisten Fans wurde unter polizeilicher Begleitung die Möglichkeit gegeben, den Weg vom Hauptbahnhof zur Lohmühle als Gruppe und zu Fuß zurückzulegen. Nach 30 Minuten Fußweg hatten die zirka 1400 St.-Pauli-Fans das Stadion erreicht und konnten ihre im Stadion vorgesehenen Plätze belegen.

Vor Beginn und während des Nordduells wurden in beiden Fanblocks bengalische Feuer abgebrannt. Beide Vereine müssen mit Strafen rechnen. Nach dem 2:0 eskalierte die Situation im Fanblock der Lübecker, Schiedsrichter Martin Thomsen unterbrach für einige Minuten. Sportlich ergaben sich die Schleswig-Holsteiner nach dem zweiten Gegentreffer.

Nach Spielende mussten die St. Pauli-Fans noch 20 Minuten im Stadion verharren, um etwaige Auseinandersetzungen mit den Lübecker Fans zu vermeiden. Die Hamburger Fans wurden schließlich von den Polizeikräften zurück zum Bahnhof geleitet, von wo aus sie mit Bahn und Bussen ihre Rückreise antreten konnten.

Insgesamt waren bei dem Einsatz 431 Polizeibeamtinnen und -beamte eingesetzt. Ein Beamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.

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erstellt am 20.Aug.2016 | 09:11 Uhr

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