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Champions League

09. Dezember 2016 | 20:26 Uhr

Champions League : AS Monaco: Das Team des «Düngerkönigs» fordert Leverkusen

vom

Monaco hat einen furiosen Saisonstart hingelegt. Nun will das Team des portugiesischen Trainers Leonardo Jardim gegen Leverkusen zeigen, dass die ersten Erfolge kein Zufall waren. Der Tabellenzweite der Ligue 1 hat viele junge Talente.

Vor dem Champions-League-Duell bei AS Monaco ist Bayer Leverkusen gewarnt. Und das nicht nur wegen des furiosen Saisonstarts der Monegassen.

Die Schützlinge von Trainer Leonardo Jardim gehen mit großem Ehrgeiz in das Spiel gegen den Fußball-Bundesligisten. «Gegen Leverkusen müssen wir nun unseren guten Start untermauern», sagte Stürmer Valère Germain nach der gelungenen Generalprobe gegen SCO Angers (2:1).

Monaco hatte eine wettbewerbsübergreifende Serie von sieben Siegen hingelegt und dabei unter anderem am ersten Spieltag der Königsklasse Tottenham Hotspur im Londoner Wembley-Stadion mit 2:1 bezwungen. Gegen den französischen Meister Paris SG gelang ein 3:1-Erfolg. Zuletzt gab es allerdings auch einen Rückschlag: Im Derby bei OGC Nizza wurde man mit 0:4 deklassiert. Der Portugiese Jardim beruhigte aber Profis und Fans: «Wir hatten einen schlechten Abend, aber durch diese Niederlage ändert sich nichts.»

Nach sieben Runden liegt Monaco in der Ligue 1 mit 16 Punkten auf Platz zwei - nur einen Zähler hinter Nizza. Der Titelfavorit aus Paris liegt drei Punkte zurück. Der berühmteste Fan Monacos ist deshalb aus dem Häuschen. «Wie die meisten Anhänger des Vereins bin auch ich total überrascht. So konstant habe ich das Team selten zuvor spielen sehen», meinte dieser Tage Fürst Albert II.

Für den Erfolg zeichnet in erster Linie ein Russe verantwortlich. Als der siebenfache französische Meister (zuletzt 2000) und CL-Finalist von 2004 (0:3-Niederlage gegen den FC Porto) 2011 als Letzter der 2. Liga vor dem sportlichen und finanziellen Bankrott stand, kaufte der milliardenschwere «Düngerkönig» Dimitri Rybolowlew den Verein.

2013 holte der heute 49-Jährige für rund 130 Millionen Euro unter anderen die kolumbianischen Stars Radamel Falcao und James Rodríguez ins Fürstentum. Danach schwenkte Rybolowlew aber auf eine umsichtige Einkaufspolitik um, bei der er vor allem junge Talente ins Visier nahm. Das zahlt sich jetzt aus. Neben Routiniers wie Falcao und dem portugiesischen Europameister Joao Moutinho - beide siind 30 Jahre alt - glänzen im Louis II junge Profis, mit denen jetzt auch Leverkusen Bekanntschaft machen wird.

Da ist zum Beispiel Mittelfeldmann Thomas Lemar, den die Fachzeitung «L'Équipe» den «selbstlosen Künstler» taufte. Der 20-jährige Ex-Caen-Profi bestritt seit Mitte 2015 42 Pflichtspiele für die Association Sportive und erzielte acht Treffer. Und dann der im Sommer aus Brasilien geholte Jemerson (24). Der technisch starke Innenverteidiger wird in Anspielung auf Franz Beckenbauer und auf seine dunkle Hautfarbe nur noch «Blackenbauer» genannt.

Aussagen von Germain

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erstellt am 26.Sep.2016 | 13:48 Uhr

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