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1. Bundesliga

07. Dezember 2016 | 15:28 Uhr

Fußball-Transfers : Von der EM in die Bundesliga: Diese Stars sehen wir bald wieder

vom

Bis zum 31. August kann noch gewechselt werden. Aber schon jetzt stehen einige Spieler fest, die wir nach der EM nicht aus den Augen verlieren werden.

Zwei Europameister wechseln in die Bundesliga - Raphael Guerreiro und Renato Sanches. Doch sie sind nicht die einzigen EM-Stars, die bald in Deutschland spielen werden. Eine erste Übersicht:

Raphael Guerreiro (Portugal)

Raphael Guerreiro wurde in Frankreich geboren, trägt aber Portugal in seinem Herzen.
Raphael Guerreiro wurde in Frankreich geboren, trägt aber Portugal in seinem Herzen. Foto: Miguel A. Lopes
 

Technisch gut, auf gleich mehreren Positionen einsetzbar: So charakterisiert Sportdirektor Michael Zorc seine Neuerwerbung vom französischen Club FC Lorient. Satte zwölf Millionen Euro lassen sich die Dortmunder den Transfer von Raphael Guerreiro kosten. Schon vor einem Jahr wollten der AC Mailand und Paris St. Germain ihn holen, jetzt gab es angeblich auch mehrere Interessenten aus England. „Wir sind froh, dass er sich für Borussia Dortmund entschieden hat“, sagte Zorc.

Einige Beobachter in Portugal meinen, für einen großen Verein in einer großen europäischen Liga könnte Guerreiro noch etwas zu unbedarft sein. Der BVB hat ihn aber gerade wegen seiner Schnelligkeit und wegen seines Offensivdrangs geholt. Die Furchtlosigkeit des 22-Jährigen imponiert den Borussia-Bossen.

Im Alter von zwölf Jahren zog er zusammen mit Paul Pogba (Juventus Turin) und Raphael Varane (Real Madrid) in die berühmte Akademie des französischen Fußball-Verbandes in Clairefontaine. Doch während seine beiden Jugendfreunde längst für Les Bleus spielen, entschied sich Guerreiro im Alter von 19 Jahren für Portugal.

Renato Sanches (Portugal)

Renato Sanches beeindruckte mit seinem reifen Spiel.
Renato Sanches beeindruckte mit seinem reifen Spiel. Foto: Srdjan Suki, Miguel A. Lopes
 

Vor seinem Wechsel zum FC Bayern holt sich Renato Sanches den Rekord als jüngster Europameister. Das 18 Jahre alte Talent kommt zudem als bester EM-Nachwuchsspieler in die Bundesliga - und mit jeder Menge Selbstvertrauen. Mindestens 35 Millionen Euro zahlt der deutsche Rekordmeister für die Dienste des dynamischen und zweikampfstarken Mittelfeldspielers mit den Rastazöpfen. Nach ein paar Tagen Urlaub wird der Offensivspieler nun als jüngster EM-Finalteilnehmer und als jüngster Europameister der Geschichte seinen Dienst beim FC Bayern München antreten.

Emre Mor (Türkei)

Emre Mor hat mit seinem Treffer im Spiel gegen Tschechien den türkischen Seelenfrieden wieder hergestellt.
Emre Mor hat mit seinem Treffer im Spiel gegen Tschechien den türkischen Seelenfrieden wieder hergestellt. Foto: Andy Rain
 

Viele Experten sehen in dem 18-Jährigen einen Hoffnungsträger für eine bessere türkische Fußball-Zukunft. Der wendige Flügelspieler, der für 9,5 Millionen Euro vom dänischen Club FC Nordsjaelland ins Revier kommt, verdiente sich bei seinem EM-Startelfdebüt gegen Tschechien im Fachmagazin „Kicker“ die Bestnote aller Spieler. Der nahe Kopenhagen geborene Jugendliche wird in seiner Heimat schon voreilig als „türkischer Messi“ bezeichnet. Dortmunds Sportdirektor Zorc lobte ihn als „hoch veranlagten und in der Offensive vielseitig einsetzbaren jungen Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial“.

Marc Barta (Spanien)

 

Bartra war während der EM zwar nur Reservist, dafür soll er aber beim BVB Mats Hummels ersetzen. Der Innenverteidiger des FC Barcelona gehörte zum EM-Kader der bereits im Achtelfinale gescheiterten Spanier. Der 25-Jährige gewann mit Barça fünf spanische Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel. Sein Vorbild ist Vereinslegende und Abwehr-Ass Carles Puyol. „Puyol hat mir immer wieder Ratschläge gegeben. Er ist derjenige, der mir am meisten in Sachen Fußball beigebracht hat“, erklärte Bartra, für den der BVB acht Millionen Euro bezahlt haben soll.

Breel Embolo (Schweiz)

Der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo wechselt zu Schalke 04.
Der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo wechselt zu Schalke 04. Foto: Jean-Christophe Bott
 

Die Schweizer Fans haben dem Schalker Neuzugang einen eigenen Song gewidmet: „Oh Embolo! Oh Embolo!“, singen sie zur Melodie von „The Lion Sleeps Tonight“.

Der 19 Jahre alte Stürmer sorgte bei der EM im Team der Eidgenossen für viel Wirbel und verdrängte den Frankfurter Haris Seferovic aus der Stammelf. Für den gebürtigen Kameruner sollen die Schalker 27 Millionen Euro an den FC Basel überwiesen haben. Das ist Rekord bei den Gelsenkirchenern. Manager Christian Heidel lobte den Youngster, „der bereits über sehr viel internationale Erfahrung verfügt“.

Alfred Finnbogason

Noch nicht ganz sicher: Simone Zaza (Italien)

Durch seinen kuriosen Elfmeter gegen Deutschland erlangte er unrühmliche Bekanntheit in ganz Europa. Der VfL Wolfsburg wollte ihn schon vorher und macht nun ernst. Nach Informationen von goal.com haben die Wölfe auf der Suche nach einem Stürmer Interesse an Simone Zaza von Juventus Turin bekräftigt. Sie sind sind bereit, 25 Millionen Euro für den 25-Jährigen zu zahlen. Nachdem der Abgang von Alvaro Morata zu Real Madrid nun offiziell ist, muss Juve ihn ersetzen. Zaza ist hier nur ein Außenseiterkandidat aus den eigenen Reihen, bei einem passenden Angebot würde man ihn ziehen lassen. In der vergangenen Saison erzielte er in 19 Spielen fünf Tore für die Bianconeri.

Noch nicht ganz sicher: Aleksander Dragovic (Österreich)

Aleksander Dragovic hofft auf einen Wechsel von Kiew nach Leverkusen.
Aleksander Dragovic hofft auf einen Wechsel von Kiew nach Leverkusen. Foto: Imago/Gepa Pictures
 

Aleksander Dragovic möchte zu Bayer Leverkusen wechseln, doch der Transfer des Österreichers ist noch nicht in trockenen Tüchern. Nun hat der Verteidiger von Dynamo Kiew seinen Wechselwunsch noch einmal bekräftigt und ein klares Bekenntnis in Richtung Bayer geäußert. Bayer bietet laut Medienberichten knapp zehn Millionen Euro für den Abwehrmann. Zu wenig für die Ukrainer, die den Österreicher nicht unter 15 Millionen Euro ziehen lassen wollen. Dragovic war mit der österreichischen Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Bis zum Ende der ersten Transferperiode am 31. August sind weitere Wechsel möglich.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 17:21 Uhr

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