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1. Bundesliga

09. Dezember 2016 | 03:03 Uhr

Fussball-Bundesliga : Neues vom HSV: Wer Dietmar Beiersdorfer als Sportchef beerben könnte

vom

Die Stelle des Sportdirektors beim HSV soll neu besetzt werden. shz.de stellt mögliche Kandidaten vor.

Hamburg | Der Fußball-Bundesligist Hamburger SV ist auf der Suche nach einem neuem Sportchef. Dieses Amt bekleidet zurzeit Klub-Boss Dietmar Beiersdorfer in Personalunion. Nach eigener Aussage bleibe er dies auch „bis auf Weiteres“. Doch beide Jobs auf Dauer zu erledigen, sei „nicht möglich“. Man beobachte den Markt, es sei aber nicht einfach, „den richtigen Mann zu finden“. Doch angeblich soll trotzdem schon am 1. November ein neuer Sportdirektor beim HSV vorgestellt werden. Das berichteten verschiedene Medien. Aktuell wird ein Name aus der Schweiz heiß diskutiert. Es gibt aber noch mehr mögliche Kandidaten.

Georg Heitz

Georg Heitz (r.) gilt als aussichtsreicher Kandidat beim HSV.
Georg Heitz (r.) gilt als aussichtsreicher Kandidat beim HSV.

Neuestes Gerücht: Georg Heitz (46), Sportdirektor beim FC Basel, könnte den Posten beim HSV besetzen, um Dietmar Beiersdorfer zu entlasten. Das berichtete die „Sport Bild“.

Für Heitz müsste der Bundesligist allerdings eine Ablöse zahlen. Auch soll der 46-Jährige ein mögliches Interesse des HSV dementiert haben: „Es liegt mir im Moment kein Angebot eines anderen Clubs vor“, sagte er gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Bereits im Sommer hatte Heitz dem 1. FSV Mainz 05 abgesagt.

Der Schweizer gilt als Super-Manager beim FC Basel. So habe er seit 2010 einen Transfergewinn von 60 Millionen Euro erwirtschaften können, heißt es in dem Bericht der Sport-Bild. Im Sommer verkaufte Heitz etwa das Schweizer Ausnahmetalent Breel Embolo für 22,5 Millionen Euro an Schalke 04. Zudem wurde der FC Basel seit 2010 immer Meister.

Sven Mislintat

Sven Mislintat hat sich als Chef-Scout bei Borussia Dortmund ein hohes Ansehen erarbeitet.
Sven Mislintat hat sich als Chef-Scout bei Borussia Dortmund ein hohes Ansehen erarbeitet.
 

Dortmunds Chef-Scout wird in den Medien als möglicher Kandidat bei den Norddeutschen diskutiert. Den Namen brachte zuerst die „Bild“-Zeitung ins Gespräch. Der 43-Jährige soll sich bei Borussia Dortmund im Streit mit Trainer Thomas Tuchel befinden. Der Scout meide das Trainingsgelände, rede nicht mehr mit Tuchel. Dieser verzichte zudem auf die Video-Analysen Mislintats, berichtete der „Kicker“. Grund für den Streit soll ein gescheiterter Transfer von Mittelfeldspieler Oliver Torres (21) von Atletico Madrid zu den Borussen sein

Mislintat genießt in der Branche hohes Ansehen. Das erwarb er sich etwa  durch die Verpflichtungen von Spielern wie Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang oder zuletzt Raphael Guerreiro und Ousmane Dembelé, woran er jeweils entscheidenden Anteil hatte.

Kein Wunder, dass Mislintat umworben wird. Doch sein jetztiger Arbeitsgeber hat kein großes Interesse ihn abzugeben. Offenbar steht Mislintat bei Dortmund sogar vor einer Beförderung: in eine aufgewertete Position als „Leiter Profifußball“. Als Mislintat im Frühjahr bereits von Zweitligist Fortuna Düsseldorf umworben wurde, verlängerten die Dortmunder seinen Vertrag bis 2019.

Ein Aufwertung würde Mislintat allerdings auch beim HSV erfahren, wenn als Sportchef eingestellt würde und damit direkt auf die Kaderplanung Einfluss nehmen könnte, statt wie bisher lediglich Empfehlungen auszusprechen.

Jens Todt

Jens Todt, der Sportdirektor des KSC, war schon mal beim HSV tätig. /Archiv
Jens Todt, der Sportdirektor des KSC, war schon mal beim HSV tätig. /Archiv Foto: Uwe Anspach
 

Vielleicht wird nach Oliver Kreutzer aber auch wieder jemand vom Karlsruher SC neuer Sportdirektor beim HSV. Jens Todt, Sportdirektor beim KSC, gilt auch als Kandidat beim Bundesliga-Dino. Was für ihn spricht: Der 46-Jährige arbeitete schon einmal beim HSV.

Bis 2009 war Todt Nachwuchsleiter bei den Hamburgern. Er verließ den Klub offenbar auch, weil Beiersdorfer damals als Sportchef gekündigt hatte. Aktuelle Wechselgerüchte zum HSV sollen von Todt allerdings dementiert worden sein, berichtet die Hamburger Morgenpost.

Horst Heldt

Brachte sich wohl selbst beim HSV ins Gespräch: Horst Heldt.
Brachte sich wohl selbst beim HSV ins Gespräch: Horst Heldt. Foto: Maja Hitij
 

Der Ex-Schalke-Manager warf wohl selbst seinen Hut in den Ring. Horst Heldt sei bereit gewesen, den Job als Sportdirektor beim HSV zu übernehmen, heißt es in Medienberichten. Doch offenbar will der HSV ihn nicht. Er soll im Aufsichtsrat „hochgradig umstritten“ sein, schreibt die Hamburger Morgenpost.

Horst Hrubesch

Hrubesch will sich für neugegründete Futsal-Nationalmannschaft einsetzen. C. Jaspersen/Archiv
Hrubesch will sich für neugegründete Futsal-Nationalmannschaft einsetzen. C. Jaspersen/Archiv Foto: Carmen Jaspersen

Weder beim HSV, noch in den Medien ist das Hamburger Idol im Gespräch. Aber Horst Hrubesch könnte tatsächlich der richtige Mann sein: Zwar hat er nach den Olympischen Spielen in Rio seine Karriere als DFB-Nachwuchscoach beendet, ein Rückkehr ins Fußballgeschäft erscheint danach schwer vorstellbar. Doch was ist, wenn sein langjähriger Verein anklopft? Immerhin kann der 65-Jährige wie keine Zweiter Talente fördern, wäre also der richtige Mann für die Strategie des HSV, eigene, junge Spieler aufzubauen.

Dietmar Beiersdorfer

Ein ebenso unrealistisches Szenario wie Horst Hrubesch auf dem Chefsessel des Sportdirektors ist wohl, dass der Klub-Boss selbst Sportchef bleibt und es einen neuen Vorstandsvorsitzenden beim HSV gibt. Es gibt allerdings Stimmen, die meinen, das wäre die beste Lösung. So schrieb etwa Lothar Matthäus in seiner „Sport Bild“-Kolumne über Dietmar Beiersdorfer: „Er ist kein Karl-Heinz Rummenigge, der sich auf dem sportpolitischen Parkett zu bewegen weiß. Statt sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und nah an der Mannschaft zu sein, verliert sich Beiersdorfer in den vielen Aufgaben. Beiersdorfer würde dem Club einen Gefallen tun, wenn er ins zweite Glied zurücktreten und wieder den Sportchef beim HSV geben würde."

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erstellt am 20.Okt.2016 | 12:16 Uhr

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