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1. Bundesliga

03. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Fussball-Bundesliga : Neues vom HSV: Was Fans und Trainer Labbadia ärgert - und freuen würde

vom
Aus der Onlineredaktion

Aaron Hunt stört im Training. Das Personalkarussell dreht sich. Und die neuen Auswärtstrikots treffen nicht jeden Geschmack.

Hamburg | So gut wie jetzt stand der HSV schon lange nicht mehr da in der Fussball-Bundesliga: 37 Punkte, 11. Tabellenplatz, Abstieg praktisch verhindert - und das drei Spieltage vor Toreschluss. Der HSV ist dabei, die Relegations-Traumata der vergangenen beiden Spielzeiten endlich hinter sich zu lassen - und doch rumort es ordentlich im Verein. Wechselgerüchte, Verletzungssorgen und widerspenstige Spieler machen Trainer Bruno Labbadia zu schaffen. Und dann ist da noch die Aufregung um rosarote Trikots.

In der vergangenen Saison konnte der HSV erst während des Relegationsspiels gegen Karlsruhe in der Nachspielzeit den Abstieg verhindern. Diese Saison ist an den letzten Spieltagen deutlich weniger Aufregung zu erwarten. Durch den wohl bevorstehenden Klassenerhalt läuft schon die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit.

Beim FSV Mainz 05 kann der HSV am Sonnabend (15.30 Uhr) den Sack zu machen und damit letzte Zweifel auslöschen, sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz drei Spieltage vor Ende seien ihm noch zu nehmen. Doch natürlich möchte man mit einem Sieg auf Nummer Sicher gehen: „Wir sind rechnerisch noch nicht gesichert, und von daher glaube ich, dass wir auch noch Punkte holen müssen - und das wollen wir tun am Samstag“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer am Dienstag. Denn es wäre auch mit Blick auf die Kaderplanung gut, „wenn man frühzeitig für Planungssicherheit sorgt“. Auch bei Twitter mahnte Beiersdorfer:

Gegen Mainz werden die Offensivspieler Pierre-Michel Lasogga, Michael Gregoritsch (beide Gelb-Sperre) und Nicolai Müller (Muskelfaserriss) sicher fehlen, zudem droht der Ausfall von Albin Ekdal (Oberschenkelzerrung). Dafür kehrten die Außenverteidiger Dennis Diekmeier und Gotoku Sakai ins Mannschaftstraining zurück.

Für einen kleinen Aufreger sorgte nach Medienberichten Aaron Hunt. Der Regisseur soll Coach Bruno Labbadia im Training am Dienstag widersprochen haben, woraufhin dieser Hunt vorzeitig zum Duschen geschickt haben soll.

Die rosarote Zukunft

Die neuen Auswärtstrikots des HSV sollen „shock pink“ sein. Die neue Trikotfarbe würde an rosane Trikots von vor 40 Jahren, damals noch unter HSV-Präsident Peter Krohn, erinnern. Dietmar Beiersdorfer wollte sich am Dienstag dazu noch nicht äußern: "Wir haben eine Strategie, derartige Neuigkeiten zu verbreiten", sagte der HSV-Chef, "und ich gehöre heute nicht zu dieser Strategie."

Wer kommt, wer geht?

Die Gerüchteküche, wer nächste Saison neu die Raute auf der Brust tragen könnte, brodelt: Da werden Namen genannt wie Stuttgarts Stürmer Martin Harnik, Jeremy Toljan von 1899 Hoffenheim, Manuel Schmiedebach von Hannover 96 und Rubin Okotie (1860). Besonders groß ist das Interesse wohl an Zweitliga-Stürmer Bobby Wood (17 Saisontore) von Union Berlin. Manager Peter Knäbel hat sich bereist mit dem 23 Jahre alten US-Amerikaner getroffen. Und er wäre für den klammen HSV noch bezahlbar: Sein Marktwert soll laut transfermarkt.de bei 1,5 Millionen Euro liegen.

Steht beim HSV ganz oben auf der Wunschliste: Stürmer Bobby Wood von Union Berlin.
Steht beim HSV ganz oben auf der Wunschliste: Stürmer Bobby Wood von Union Berlin. Foto: Jörg Carstensen

Möglich ist auch die Verpflichtung von Flüchtling Bakery Jatta: Der Gambianer soll nach einem Medienbericht beim Bundesligisten Hamburger SV in Bälde einen Vertrag als Profi-Fußballer bekommen. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll zu seinem 18. Geburtstag am 6. Juni die Unterschrift unter einen entsprechenden Kontrakt erfolgen. HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer sagte am Dienstag noch, bisher gebe es keine Vereinbarung. „Wenn es so wäre, dann würden wir es veröffentlichen.“ Er bestätigte aber, dass der HSV weiter mit Jatta in Kontakt stehe. Der 17-Jährige hatte im Januar ein zweitägiges Probetraining und später auch einen Gesundheitscheck in Hamburg absolviert.

Den HSV werden auch Spieler verlassen: Ivo Ilicevic geht ablösefrei, genauso Ivica Olic - so sollen Millionen eingespart werden. Mit Abgängen von Artjoms Rudnevs und voraussichtlich auch Gojko Kacar und Jaroslav Drobny wird gerechnet. Offen ist zudem die Zukunft von Top-Verdiener Emir Spahic.

(mit dpa)

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erstellt am 27.Apr.2016 | 13:20 Uhr

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