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1. Bundesliga

10. Dezember 2016 | 04:17 Uhr

Kovac mahnt: «Momentaufnahme» : Frankfurt nach Sieg gegen Köln weiter auf Erfolgswelle

vom

Von wegen launische Diva vom Main: Eintracht Frankfurt bleibt nach dem Sieg gegen am Ende starke Kölner weiter eine der positiven Überraschungen in der Bundesliga. Trainer Kovac will sich aber nicht blenden lassen und gibt weiter den Mahner.

Sportvorstand Fredi Bobic feierte den nächsten Frankfurter Sieg noch am Abend beim Sportpresseball in der Stadt. Nur Eintracht-Trainer Niko Kovac wollte nach dem mit Geschick und Leidenschaft erarbeiteten 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Köln nicht zu viel gute Laune verbreiten.

Der Coach erinnerte stattdessen an seine Rechnung, wie die wundersame Wandlung vom Fastabsteiger bis zum aktuellen Tabellensiebten der Fußball-Bundesliga bis Weihnachten weitergehen soll. Zehn bis zwölf Zähler, so Kovac, sollen bis zum Jahreswechsel noch geholt werden. «Wir müssen so schnell wie möglich die Punkte holen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten», sagte er.

Der Kroate hält den Druck bewusst weiter hoch. «Das ist eine Momentaufnahme. Aber ich bin zufrieden, nein, glücklich, dass wir gewonnen haben», sagte Kovac. Das Lob seines Freundes und Vorgesetzten Bobic hatte durchaus seine Berechtigung. «Solche Spiele musst du erst einmal gewinnen», sagte der Ex-Nationalspieler. Dank des ersten Saisontreffers von Mijat Gacinovic (5. Minute) machte die Eintracht einen großen Schritt zur Erfüllung der Punktevorgabe. 

«Das Einzige, was man bemängeln kann, ist, dass wir kein zweites Tor geschossen haben. Wir können beruhigt in die Länderspielpause gehen», sagte der wieder starke Timothy Chandler, der das 1:0 vorbereitete.

Die Bilanz stimmt nach zehn Partien mit 18 Punkten. Seit fünf Pflichtspielen sind die Fastabsteiger der Vorsaison ungeschlagen, in den letzten vier Pflichtspielen gab es keinen Gegentreffer. Garant für eine sorgenfreie Spielzeit ist die Stabilität in der Defensive. Die beiden Stopper Jesus Vallejo und David Abraham, der seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2019 verlängerte, und der Japaner Makato Hasebe bilden das Herzstück.

Die Rückkehr von Kapitän Alex Meier verlief unspektakulär. Dem 33-Jährigen fehlt noch die Spritzigkeit vergangener Tage. «Am Ende wurde die Kraft immer weniger, aber wir haben die Führung mit Kampf und Wille über die Zeit gerettet. Wir heben nicht ab», erklärte der noch verhinderte Torjäger.

Sein Kölner Widerpart Antony Modeste setzte auch keine Akzente. Kein Treffer des Franzosen - keine Punkte für den «Effzeh». Die letzten sieben Treffer der Kölner erzielte Modeste. In Frankfurt lief das Spiel meist an ihm vorbei. Für Gefahr sorgte eher sein Sturmpartner Yuya Osako. «Die erste Halbzeit war mit das Schlechteste, was wir diese Saison gespielt haben. Da haben wir es verschissen», meinte FC-Kapitän Matthias Lehmann in aller Deutlichkeit.

Kölns Trainer Peter Stöger war mit der Reaktion seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden. «Da wurden wir dann nicht belohnt für die Leistung, die wir gezeigt haben. Das ist schade, aber wir können das richtig einordnen.» Mit der Eintracht und dem FC seien Mannschaften am Werk, die am Limit arbeiten. «Beide legen alles rein, haben eine gute Moral und auch «Jungs, die gut kicken können».

Trotz der vermeidbaren Niederlage nehmen die Kölner gute Gefühle mit in die Länderspielpause. 18 Punkte wie die Eintracht und Platz sechs sind Motivation genug für das rheinische Derby bei Borussia Mönchengladbach. 

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erstellt am 06.Nov.2016 | 11:11 Uhr

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