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Fussball

03. Dezember 2016 | 22:58 Uhr

Vor Nordderby gegen Werder Bremen : Brief an die Fans: Mannschaftsrat des Hamburger SV bittet um Unterstützung

vom

Hohn und Spott von den eigenen Anhängern - das wollen die HSV-Spieler nicht auf sich sitzen lassen.

Hamburg | Der Mannschaftsrat des Hamburger SV hat sich in einem Offenen Brief an seine Fans gewandt und vor dem Nordderby am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen um Unterstützung gebeten. „Jetzt kommt also das Nordderby mit all seinen Emotionen, und damit für uns die Chance, mit euch im Rücken endlich den richtigen Startschuss für unsere Saison zu setzen. Das schaffen wir nur gemeinsam, dafür brauchen wir wirklich jeden HSVer, der bereit ist, diesen schwierigen Weg mitzugehen“, heißt es in dem Schreiben, das der Fußball-Bundesligist am Mittwoch auf seiner Homepage veröffentlichte.

 

„Wer sagt 'Ich hab' die Schnauze voll, ich will nicht nochmal Abstiegskampf!', der hat das gute Recht dazu. Allen anderen, die sich zum HSV und zu uns als Mannschaft und zu unserem gemeinsamen Ziel bekennen, sagen wir im Namen des gesamten Teams: Lasst uns gemeinsam loslegen!“, fordert die Mannschaft des Tabellen-Letzten, die am Mittag in der Sportschule des Niedersächsischen Fußball- Verbandes in Barsinghausen zu einem dreitägigen Trainingslager ankam.

Auf ihrer Facebook-Seite bekam der Verein für die Aktion viel Unterstützung.

Die kritischen Stimmen sind in der Unterzahl:

 

„Wir wollen einen Hexenkessel am Samstag“, betonte Dennis Diekmeier. Gemeinsam mit dem Team habe man sich entschlossen, die Anhänger anzusprechen. „Für mich ist das Nordderby das geilste Spiel im Jahr. Wir wollen dieses Spiel unbedingt und mit aller Macht gewinnen.“

Am Mittwochmittag traf die Mannschaft in der Sportschule des Niedersächsischen Fußball-Verbandes in Barsinghausen zu einem dreitägigen Trainingslager ein. In einer lockeren halbstündigen Einheit testete der HSV das Gelände, bevor es am Nachmittag richtig zur Sache ging.

Der brasilianische Innenverteidiger Cléber (Knieprobleme), Mittelfeldspieler Albin Ekdal (Sprunggelenksschmerzen), Emir Spahic (Knie/Adduktoren), Bobby Wood (Knieprobleme) und der am Ellenbogen operierte René Adler blieben in Hamburg.

Während die Spieler sich auf das wichtige Spiel gegen Werder vorbereiten, geht die Suche nach einem neuen HSV-Sportdirektor weiter. Nach seiner Entlassung als US-Nationaltrainer wäre Jürgen Klinsmann auf dem Markt. Der Fernsehsender „Sport 1“ und das „Hamburger Abendblatt“ berichten von geheimen Gesprächen zwischen Aufsichtsratschef Karl Gernandt und Felix Magath. Allerdings gab es solche Gerüchte schon oft.

Und: Der Ex-HSV-Spieler Magath hatte erst Anfang letzter Woche erklärt, kein Interesse am Posten des Sportdirektors beim Bundesliga-Schlusslicht zu haben. „Es gab keinen Anruf. Und ich warte auch nicht darauf“, sagte Magath dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Ich verfolge die Bundesliga und sehe, was beim HSV passiert. Ich bin nach wie vor in China unter Vertrag“, ergänzte Magath, der sich aktuell nach dem Klassenerhalt mit SD Luneng auf Heimaturlaub befindet. Der Fußball-Europameister von 1980 hatte beim Europacup-Triumph des HSV 1983 gegen Juventus Turin den Siegtreffer erzielt und später als Manager (1986 bis 1988) und Trainer (1993 bis 1997) beim Bundesliga-Gründungsmitglied gearbeitet.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 16:11 Uhr

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