zur Navigation springen

Fussball

07. Dezember 2016 | 17:31 Uhr

«Messi fertigt Guardiola ab» : Barça gibt ManCity eine Lektion in Fußball

vom

Pep Guardiola nutzt all seine Erfahrung als Barça-Trainer nichts: Gegen Überflieger Lionel Messi hat ManCity keine Chance. Das weckt beim Meister-Coach nicht nur schmerzliche Erinnerungen - sondern sorgt auch für spöttische Kommentare.

Lionel Messi beschert seinem früheren Lehrmeister reichlich Spott in der Heimat: Auch Pep Guardiola musste nach dem 0:4-Debakel von Manchester City beim FC Barcelona neidlos anerkennen, dass sein ehemaliger Lieblingsschüler wieder einmal in einer anderen Sphäre spielt.

«Seine Niederlagen in Deutschland und England beweisen, dass er nur mit Messi groß war», schrieb «El Mundo» gehässig über den Ex-Bayern-Coach. «Ohne den besten Spieler in der Geschichte des Fußballs ist Guardiola nur noch ein einfacher Trainer eines ordentlichen Teams, aber sicher kein Genie, wie er selbst glaubt.»

Mit einem Hattrick bezwang der argentinische Teamkollege des deutschen Nationaltorhüters Marc-André ter Stegen die Citizens im Champions-League-Knaller fast im Alleingang - und das, obwohl er erst am Wochenende nach einer mehrwöchigen Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte. Schon beim 7:0 gegen Celtic Glasgow im September erzielte Messi drei Treffer.

«Wir kennen Barça, und wenn man deren Stürmern eine Chance gibt, dann bestrafen sie Dich», analysierte Guardiola. Barcelona-Trainer Luis Enrqiue fand derweil nur lobende Worte - vor allem für Messi. «Er war spielentscheidend und an allen Schlüsselmomenten der Partie beteiligt.» Auch beim Treffer von Neymar zum 4:0 leistete der fünfmalige Weltfußballer die Vorarbeit.

Und so zeigten Messi und die Katalanen den Gästen unmissverständlich, wer Herr im Camp Nou ist - sehr zum Verdruss von Guardiola, der als Trainer der Blauroten zwischen 2008 und 2012 drei spanische Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel geholt hatte. Guardiola und Messi galten damals als Dream-Team. Heute ist Messi auch alleine ein Traum, während Guardiola zumindest in Barcelona keinen Fuß mehr an die Erde bekommt. Mit düsterem Blick stand er am Spielfeldrand und fuhr sich immer wieder verzweifelt mit der Hand über die Stirn.

Bereits 2015 hatte er als Trainer von Bayern München im Champions-League-Halbfinale eine 0:3-Klatsche hinnehmen müssen. Jetzt erlebte er ein schmerzliches Déjà-vu. «Messi fertigt Guardiolas City ab», schrieb die Zeitung «El País» hämisch.

Frustrierend war der Abend auch für Man-City-Keeper Claudio Bravo, ter Stegens früherem Rivalen, der erst im August von den Blaugrana in die Premier League gewechselt war. In der 53. Minute sah der Chilene die Rote Karte. Er hatte sich zu weit aus dem Strafraum herausgewagt, brachte sich aber mit einem schlimmen Fehlpass selbst in die Bredouille und konnte nur noch mit der Hand parieren.

«Der Platzverweis hat viel ausgemacht, denn es ist schon schwer genug, mit elf Spielern gegen Barça zu spielen, geschweige denn mit zehn», erklärte Guardiola das Ergebnis. Dabei schien er zu vergessen, dass auch Barcelona ab der 74. Minute zu Zehnt auf dem Platz stand, nachdem Jérémy Mathieu Gelb-Rot gesehen hatte.

Manchester City zeigte dennoch Herz und Kampfgeist. Die Zeitung «Manchester Evening News» schrieb, der Club habe bei seinen vergangenen beiden Besuchen im Camp Nou «so nervös ausgeschaut wie ein Opferlamm». Dieses Mal hätten die Spieler immerhin «gebrüllt wie Löwen.» Von Anfang war auch der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan dabei, sein Kollege Leroy Sané saß hingegen auf der Bank.

City hat nun einen Rückstand von fünf Punkten auf Barcelona, den Tabellenführer der Gruppe C. Borussia Mönchengladbach rückte hingegen durch den 2:0 (0:0)-Sieg bei Celtic Glasgow bis auf einen Punkt an Manchester heran - so dass ManCity überraschend noch um das Achtelfinale zittern muss.

3. Spieltag der Champions League

Alltime-Statistiken

Bericht in El Mundo

Bericht El País

Bericht Manchester Evening News

Bericht Daily Mail

zur Startseite

von
erstellt am 20.Okt.2016 | 14:24 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert