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Sport

01. Oktober 2016 | 17:29 Uhr

Erfolgreiche Trainersuche : BVB-Nachwuchscoach Wolf wird Coach beim VfB Stuttgart

vom

Das 2:0 gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig ist zugleich die Abschiedsvorstellung von VfB-Interimstrainer Olaf Janßen. Sein Nachfolger ist im Profi-Geschäft noch weitgehend unbekannt - und sitzt gegen Bochum bereits auf der Bank.

VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser freute sich nach dem 2:0 gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über den Nachfolger von Jos Luhukay.

Der bisherige Jugendtrainer Hannes Wolf wechselt von Borussia Dortmunds U19 zum Bundesliga-Absteiger und fängt bereits am Mittwoch mit der Arbeit an. Sein Vertrag läuft bis 2018. «Wir freuen uns, dass wir ihn verpflichten konnten», sagte Schindelmeiser. «Das ist die ideale Besetzung für den VfB Stuttgart. Er verkörpert das, was wir uns mittelfristig und für die Zukunft für den Club vorstellen.»

Wolf bekommt einen Vertrag bis 2018 und übernimmt von Interimstrainer Olaf Janßen eine Mannschaft, die sich zuletzt stark formverbessert zeigte und gegen Braunschweig den zweiten Sieg binnen vier Tagen perfekt machte. Toni Sunjic (15. Minute) und Kevin Großkreutz (64.) trafen vor 36 800 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena. Für Weltmeister Großkreutz war es der erste Pflichtspieltreffer im Trikot des VfB.

Stuttgart hat mit zwölf Zählern nach sechs Spieltagen nun nur noch drei Punkte Rückstand auf Rang eins und Eintracht Braunschweig. «In Summe bin ich jetzt zufrieden - aber nur für den Augenblick», sagte Schindelmeiser. Für die Gäste war es nach fünf Siegen nacheinander die erste Saisonniederlage.

Der noch verletzte Stürmer Daniel Ginczek meinte nach dem Schlusspfiff: «Ich glaube, dass wir uns gefangen haben und endgültig in der Liga angekommen sind.» Der VfB habe Braunschweig über weite Strecken im Griff gehabt.

Auf die Zusammenarbeit mit Wolf freut sich Ginczek: «Ich glaube, dass er uns als Mannschaft weiterbringen wird. Ich habe gute Erinnerungen an ihn. Er ist ein akribischer Arbeiter, möchte immer das beste rausholen.»

Wolf trainierte Ginczek bereits bei den BVB-Amateuren als Co-Trainer und übergangsweise auch als Chefcoach. Zuletzt war der 35 Jahre alte Wolf für die U19 des Champions-League-Teilnehmers verantwortlich und holte in der vergangenen Saison die deutsche Meisterschaft. Das war ihm zuvor schon zweimal mit der U17 des Vereins gelungen.

«Hannes Wolf hat beim BVB überragende Arbeit geleistet und viele Talente mitentwickelt. Ihm gebührt ein großes Dankeschön! Diese sich nun bietende Karriere-Chance konnten und wollten wir ihm nicht verbauen», sagte Sportdirektor Michael Zorc. Zuvor hatten die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung», die «Ruhr-Nachrichten» und der TV-Sender Sky darüber berichtet.

Nach Angaben von Schindelmeiser hatte die Borussia dem Wechsel nach Stuttgart «nach relativ kurzer Zeit» zugestimmt. «Das hat uns extrem gefreut. Ich war mir nicht sicher, ob sie so schnell ja sagen, weil er eine extreme Wertschätzung im Club hat. Aber das bestärkt uns auch in unserer Entscheidung», betonte Schindelmeiser.

Am Mittwoch um 14.00 Uhr will der VfB Stuttgart Hannes Wolf offiziell vorstellen. Gegen den VfL Bochum sitzt er am Freitag auf der Bank.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 21:03 Uhr

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