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Sport

03. Dezember 2016 | 03:32 Uhr

Champions League : BVB meldet sich furios zurück - mit 6:0 höchster Sieg

vom

Der müde Auftritt von Leipzig ist vergessen, Borussia Dortmund hat in der Champions League wieder sein wahres Gesicht gezeigt. Auch Mario Götze kommt immer besser in Schwung und trifft sogar per Kopf. Bei besserer Chancenverwertung hätte es für Legia übel ausgehen können.

Frühe Tore, absolute Dominanz und ein Mario Götze im Aufwind: Borussia Dortmund hat sich mit seinem höchsten Champions-League-Sieg nach einem Jahr Pause furios zurückgemeldet und Trainer Thomas Tuchel ein erfolgreiches Königsklassen-Debüt beschert.

Beim 6:0 (3:0) über Außenseiter Legia Warschau machte der BVB am Mittwoch gleich einen großen Schritt auf dem Weg in Richtung Achtelfinale und sammelte zugleich kräftig Selbstvertrauen für das in zwei Wochen anstehende schwere Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Real Madrid.

Rückkehrer Götze per Kopf (7.), Sokratis (16.) und Marc Bartra (18.) sorgten bereits frühzeitig für klare Verhältnisse. Der starke portugiesische Europameister Raphael Guerreiro (51.), der eingewechselte Gonzalo Castro (76.) und Pierre-Emerick Aubameyang (87.) sorgten gar für den höchsten Erfolg der Schwarz-Gelben in Europas Elite-Liga.

«Schöner hätte die Premiere nicht laufen können. Daran werden wir uns gerne erinnern», sagte Tuchel und Götze ergänzte: «Wir haben gut gespielt, waren von der ersten Minute an da. Das war wichtig nach dem Wochenende.» Sein Tor wollte der WM-Held nicht überbewerten. Er fühle sich gut und freue sich auf jedes Spiel. «Am wichtigsten waren die drei Punkte.»

31 000 Zuschauern im Stadion Wojska Polskiego sahen einen regelrechten Klassen-Unterschied. Der polnische Meister, der sich als erste Mannschaft seines Landes seit 20 Jahren für die Gruppenphase in der Champions League qualifiziert hatte, war gegen den BVB hoffnungslos überfordert. Die spielfreudigen und technisch deutlich überlegenen Dortmunder ließen noch eine Vielzahl an Chancen ungenutzt.

«Im Trainerteam haben wir uns vorgenommen, die Gruppenphase zu genießen», hatte Thomas Tuchel vor seinem ersten Spiel in der Champions League gesagt. Und der Coach durfte den Auftritt wahrlich genießen. Kein Vergleich mehr zum ernüchternden 0:1 vier Tage zuvor beim Bundesliga-Neuling RB Leipzig.

Die Umstellungen von Tuchel, der im Vergleich zur Partie in Leipzig drei Änderungen vornahm, machten sich bezahlt. Für den angeschlagenen Weltmeister André Schürrle, der wegen einer Innenbanddehnung passen musste, rückte Jungstar Christan Pulisic in die Startelf. Guerreiro und Ousmane Dembélé ersetzten Gonzalo Castro und Sebastian Rode.

Götze blieb indes in der Startelf und stand gleich im Mittelpunkt. Nach einer Flanke von Dembélé traf der 1,71 Meter große Götze sogar per Kopf und erzielte sein erstes Tor im BVB-Trikot nach 1250 Tagen. Auch ansonsten präsentierte sich der Ausnahmetechniker fleißig und spielwitzig. Götze ist offenbar auf bestem Wege, die Diskussionen um seine schwierige Rückkehr zu beenden. Der frühere Dortmunder Europacup-Star Lars Ricken sprach gar von einer «Mario-Götze-Show».

Doch auch die zehn Teamkollegen wussten zu gefallen, dabei gehörten immerhin fünf Champions-League-Debütanten der Startelf an. Auch Guerreiro fügte sich blendend ein und leitete sowohl das Kopfballtor von Sokratis mit einer Flanke und kurz darauf das Tor von Bartra mit einem Freistoß ein.

Wenn Tuchel überhaupt etwas auszusetzen hatte, dürfte es die verbesserungswürdige Chancenverwertung gewesen sein. Dreimal der glücklose Pierre-Emerick Aubameyang (12., 31. und 39.) sowie Dembélé (24.) und Sokratis (31.) hätten schon vor der Pause das halbe Dutzend vollmachen können.

Weniger schön waren indes Szenen außerhalb des Rasens. Während der ersten Halbzeit hatten Legia-Anhänger versucht, in den BVB-Fanblock einzudringen. Erst durch den Pfefferspray-Einsatz der Polizei konnten sie zurückgedrängt werden.

Im zweiten Durchgang lief der BVB-Express weiter auf Hochtouren. Dabei krönte Guerreiro seine starke Leistung mit dem vierten Tor, nachdem ein Schuss von Dembélé abgeblockt worden war. Danach schaltete die Tuchel-Elf auch mit Blick auf die Bundesliga einen Gang runter. Zwei Tore gingen aber noch: Der eingewechselte Castro traf gleich mit seiner ersten Ballberührung aus kurzer Entfernung, dann durfte auch noch Aubameyang sein Erfolgserlebnis feiern.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 22:48 Uhr

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