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Region Nord

24. April 2014 | 19:28 Uhr

- Slalom auf vier Pfoten beim Agility-Turnier um den Fördepokal

vom

Handewitt | Schlaue Hunde sind auch bei Regen schnell. Und anspruchsvolle Hindernis-Parcours gibt es nicht nur bei den Olympiareitern in London. Davon konnten sich die begeisterten Zuschauer beim am Sonnabend leider ziemlich verregneten Agility-Turnier um den begehrten Fördepokal überzeugen. Knapp 200 Hunde aus ganz Deutschland und Dänemark wurden am Wochenende dafür mit Befehlen wie "Tunnel, Tunnel!", "Wippe, Wippe!" oder "Hoch, hoch!" auf dem Gelände des ausrichtenden Gebrauchshunde-Vereins (GHV) Flensburg in Altholzkrug über schwierige Strecken geschickt.

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Aber bei dem je in drei Leistungs- und Größenklassen aufgeteilten Agility-Turnier - das zu den renommiertesten im Norden zählt - geht es auch um einiges, zum Beispiel um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2013 in Südafrika. GHV-Mitglied Gerd Jensen mit seinem Border Collie "Bliss" zählt dafür zu den ganz heißen Kandidaten, doch sein Lauf am Sonnabendnachmittag bringt einige Fehler mit sich - und damit wie so häufig die Disqualifikation.

"Es liegt nicht am Regen, die Hindernisse sind rutschfest, den Hunden macht das Wetter nichts aus", sagt Turnier-Chef Hubert Elsner. Fast jeder Fehler wird vom Frauchen oder Herrchen verursacht. Das muss auch Elsners erfahrene Tochter Claudia, erfolgreiche Trainerin und Weltmeisterin, zugeben. "Nach dem Slalom fehlte mir zum Schluss einfach die Konzentration für die richtige Anleitung zum Hindernis", sagt sie nach einem Lauf in der Klasse 2. Fehlerfrei in der höchsten Leistungsklasse zeigt sich kurze Zeit später mit "Joey" ihr zweiter Hund, seit Jahren einer der Publikumslieblinge. Doch mit fast neun Jahren kann der vielfache Champion mit den jungen Wilden nicht mehr ganz mithalten, wenn diese denn keine Fehler machen. Auch "Joey" ist ein Border Collie, die Rasse, die den immer beliebter werdenden Geschicklichkeitssport mit Hund dominiert. Doch mit Feuereifer sind auch Shelties, Terrier und Labradore am Start. Vor dem Rennen werden die Hundemuskeln auf einer Teststrecke warm gemacht. Dann geht meist das Frauchen (in Deutschland sind 60 bis 70 Prozent der Agility-Sportler weiblich) den von Preisrichtern spontan aufgebauten Parcours ab, bevor es an den Start geht. Die Hundeohren sind gespitzt, vor freudiger Aufregung vibriert der ganze Körper der Sportler auf vier Pfoten. Der Blickkontakt zum Menschen wird fixiert, Leine ab und los - um nach spätestens einer Minute möglichst fehlerfrei über die Ziellinie zu fliegen.

Etwa ein Jahr müssen Hundefans beim GHV warten, um einen Platz in einer Agility-Trainingsgruppe zu bekommen, auch das Turnier um den Förderpokal ist immer schnell ausgebucht. Im nächsten Jahr wieder. Dann gibt es hoffentlich nicht nur am Sonntag Bilderbuchwetter.

von Anja Werner
erstellt am 07.Aug.2012 | 07:02 Uhr

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