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Region Nord

29. Juli 2014 | 06:37 Uhr

Schiff mit einer Ladung voll Kultur

vom

Flensburg/Apenrade | Vier Stationen beiderseits der Grenze läuft das dänische "Kulturschiff" an diesem Wochenende an, und an Bord hat es eine Ladung kompakter Kultur. Knapp zwei Wochen vor der Entscheidung, welche Stadt europäische Kulturhauptstadt 2017 wird, zeigen maritime Museumsleute aus der Region Sønderjylland-Schleswig, dass die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg schon seit Jahren Alltag ist.

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Das Kulturschiff fährt schon jetzt unter der Flagge der Kulturhauptstadt 2017: Der "Reeder" ist gewissermaßen eine Projektgruppe, bestehend aus dem Museum Sønderjylland/ Kulturhistorie Aabenraa, dem Flensburger Schifffahrtsmuseum und dem Verein "Det maritime Kalvø". Letzterer lädt eine Woche später, am 19. August, zu seinem Werfttag mit zahlreichen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf die kleine Halbinsel nördlich von Apenrade ein.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit endet jedoch da, wo die Regeln der internationalen Seeschifffahrt Sicherheitsgrenzen aufbauen. So darf das eigentliche Kulturschiff, die "M/K Mik Pedersen", nur die dänischen Häfen Aarøsund, Apenrade und Kollund, nicht jedoch den deutschen Hafen Flensburg anlaufen. Die genauen Gründe dafür konnte gestern weder Thomas Overdick, Leiter des Schifffahrtsmuseums, noch Poul Stenderup von "Det maritime Kalvø" nennen. Nach Flensburg kommt die Kultur-Ladung deshalb auf dem Landweg, die Vorstellungen finden jedoch auf einem Schiff statt, nämlich auf dem Kümo "Gesine" an der Schiffbrücke.

Bei freiem Eintritt kann sich das Publikum auf das "Sønderjysk Figurteater" mit dem Stück "Calcutta Blues" freuen. "Männer taugen nicht als Galionsfiguren", ist die Ausgangserkenntnis des Stücks, und die stammt von den beiden weiblichen Galionsfiguren Gaia aus Altona und Leda aus Flensburg. Denn als die "Calcutta" mit der männlichen Galionsfigur "Inder" auf große Fahrt ging, schaffte sie es nur bis Læsø und ging dann unter.

Für die Fans der Gruppe "Godewind" gibt es als Leckerbissen einen halbstündigen Auftritt der beiden Urgesteine Larry Evers und Shanger Ohl, die zusammen mit dem Sänger Richard Nielsen aus Nordschleswig plattdeutsch und Sønderjysk singen. "Wir finden die Idee der grenzüberschreitenden Kulturarbeit toll und hoffen zudem, dass Sonderburg Kulturhauptstadt 2017 wird", sagte Larry Evers. Dritter Programmpunkt sind die Zaubereien von "Bloody Mary".

von Joachim Pohl
erstellt am 10.Aug.2012 | 06:42 Uhr

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