zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Region Nord

31. Juli 2014 | 05:20 Uhr

Hervorragende Bilanz : Kongelig: Drei-Städte-Fest auf dem Weg zum Klassiker

vom

Kongelig Classic: 65 Schiffe, 30 000 Menschen in Flensburg, Sonderburg und Apenrade

Flensburg | "Das war ein guter Anfang." Am Montag danach zog Martin Schulz vom Historischen Hafen Flensburg zufrieden Bilanz. Die Premiere der königlichen Drei-Städte-Regatta "Kongelig Classic" hat nach Ansicht des von den anderen Teilnehmern Sonderburg und Apenrade mit der Organisation beauftragten deutschen Partners, das Zeug zum Klassiker. "Es ist uns gelungen, mit dieser Veranstaltung weit über 30 000 Menschen zu mobilisieren", freut sich der Projektmanager.

Anzeige
Anzeige

Das mit Interreg-Mitteln geförderte Projekt verfolgt das Ziel, die gemeinsame maritime Tradition der Region um Apenrade, Sonderburg und Flensburg durch eine Wettfahrt traditioneller Arbeitsschiffe und klassischer Segelyachten darzustellen. Mit Zielhafen Apenrade und Zwischenetappe Sonderburg hatten sich vergangenen Freitag 65 Schiffe von Flensburg aus auf die Reise gemacht. In beiden Städten wurde nach Ankunft der Segler im Stadthafen (Sonderburg) beziehungsweise im Gammelhavn mit Tausenden Schaulustigen gefeiert. Die Grundzüge der Wettfahrt und des Landprogramms hatte der Flensburger Traditions-Skipper, Grafiker und Veranstaltungsdesigner Rainer Prüß entworfen.

Der hundertjährige Kalender hatte goldrichtig gelegen. Kein Regen am 1. September - mit dieser "Vorhersage" im Hintergrund hatten sich die deutschen und dänischen Partner für die Auftaktveranstaltung auf dieses Datum geeinigt. Die Flensburger hatten ursprünglich ein Wochenende später ins Auge gefasst, weil am 6. September traditionell die Flensburger Regatta von 1855 ausgesegelt wird, die an die erste sportliche Wettfahrt in der westlichen Ostsee erinnert. Aber die Terminierung hatte sich ausgezahlt. An allen drei Segeltagen fanden die Teilnehmer hervorragende Windbedingungen vor.

Schulz erhielt vor Ort ausschließlich positive Rückmeldungen - von Aktiven wie Passanten. Die Segler - besonders die deutschen - genossen den dänischen Weg, ein zünftiges Landprogramm auf die Beine zu stellen. "In Dänemark wird so etwas über die zahlreichen Vereine abgewickelt und nicht über professionelle Beschicker", so Schulz. "Das sorgte für eine angenehm familiäre Atmosphäre." Die zwei "Lager" - traditionelle Arbeitsschiffe und klassische Yachten haben sonst kaum Schnittmengen - verstanden sich hervorragend. "Die Yachtsegler waren sehr überrascht, wie locker das alles zuging." Schulz war angenehm berührt, dass die Trennung zwischen Yachten und Berufsseglern für die drei Tage aufgehoben war. Haikutter und Logger in einem Feld mit 12mR-Yachten und uralten Spitzgattern - diese Bilder hat es zuletzt zu Gründungszeiten der Museumshäfen gegeben. Schulz: "Das war Gänsehaut pur!" Bei den "Yachtis" scheint die Veranstaltung angekommen zu sein. Rückmeldung aus dem Hafenbecken: "Rechnet für Flensburg 2013 mal ruhig mit doppelt so vielen Teilnehmern!"

"Des Königs Trinkhorn", der Preis jeweils für den schnellsten Gaffler und die schnellste Yacht, ging an die Flensburger "Ana". Die schnellste Yacht war die wuchtige "Gudrun III" aus Glückstadt, ein Gaffelkutter von 1918. Die silbernen Schnapsbecher für die ältesten Teilnehmer gingen an BV2 Vegesack (Bj. 1895, Ejno (1898) und Winifred (1901).

von Holger Ohlsen
erstellt am 04.Sep.2012 | 06:56 Uhr

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Nachrichtenticker