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Region Nord

23. April 2014 | 13:49 Uhr

- Jørgen Mads Clausen: Gefahr für Grenzregion

vom

Flensburg | Wenn die Grenzregion nicht selbst auf sich aufmerksam macht, tut es kein anderer. So lautet die Quintessenz eines Vortrages von Jørgen Mads Clausen, Aufsichtsratsvorsitzender von Danfoss, beim Flensburger Rotary Club.

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Clausen sieht die große Gefahr, dass das Grenzland abgehängt wird. Die Attraktivität müsse gestärkt werden, damit gut ausgebildete Menschen zuziehen. Wenn die Unternehmen keinen Nachwuchs rekrutieren können, haben sie keine Zukunft, so der Danfoss-Repräsentant. Selbst für seinen Konzern stelle sich dann vielleicht irgendwann die Frage, ob der Hauptsitz in Norburg bleiben könne. Der Bitten-und-Mads-Clausen-Fonds habe in den vergangenen 15 Jahren rund 200 Millionen Euro für Ausbildung, Forschung und Werbung für Nordschleswig ausgegeben. Allerdings reiche es nicht aus, wenn Nordschleswig für sich werbe, so Clausen weiter. Dringend erforderlich sei eine bessere Vernetzung über die Grenze hinweg.

In den vergangenen fünf Jahren sei das Interesse an der grenzüberschreitenden Arbeit ständig gewachsen, berichtete er aus seinen Erfahrungen. Es gebe viele neue Initiativen, die "hoffentlich auch zu Arbeitsplätzen führen". Allerdings fehlten oft gemeinsame Projekte, die eine Dynamik schaffen und die Region europaweit bekannt machen. Als einen Leuchtturm dafür nannte Clausen die Bewerbung Sonderburgs als Europäische Kulturhauptstadt 2017. Denn Kultur, Kreativität und Innovation gehörten zusammen. Clausen setzt darauf, dass dies die Region anziehender macht. Der Unternehmer sieht in der auf Nachhaltigkeit angelegten Kandidatur eine Chance auch für neue Arbeitsplätze.

"Es war ein Abend mit sehr markanten Bemerkungen", freut sich Rotary-Club-Präsident Bent Borg über den Auftritt des prominenten Gastes. Der Termin zählt zu einer Vortragsreihe der Rotarier über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

von sh:z
erstellt am 22.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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