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Region Nord

25. Oktober 2014 | 23:09 Uhr

Geschichten vom Leben und Sterben

vom

Flensburg | Sehr persönlich und poetisch erzählt Doris zur Linden (Foto) in ihren "Dienstagsgeschichten" vom Sterben. Die Redakteurin hat fünf fremde Personen und zwei enge Verwandte auf ihrem letzten Weg begleitet und berichtet offen und zugleich behutsam von ihren Erfahrungen und Gedanken.

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Da gibt es einmal ihren Sohn: geboren mit Down-Syndrom verstarb er bereits im Alter von fünf Monaten. Sophia, eine alte Dame mit vergissmeinnichtblauen Augen und Hans, ursprünglich aus dem Riesengebirge, sind an Krebs erkrankt und müssen den Kampf irgendwann aufgeben. Eine 98-Jährige wird aus dem Altersheim zum Sterben ins Krankenhaus eingeliefert, und in Zimmer 10Null8 bangen gleich drei Frauen um ihr Leben.

Verknüpfungspunkt der so unterschiedlichen und letztendlich doch gleichen Sterbe-Geschichten sind die Dienstage. An ihnen werden die Patienten ins Krankenhaus gebracht, erhalten Besuch von der Autorin oder versterben.

Die gebürtige Flensburgerin Doris zur Linden schenkt besonders den alten Leuten in ihren Geschichten die Aufmerksamkeit, die ihnen von der Gesellschaft oft nicht mehr zuteil wird. Mit viel Fantasie schmückt sie Erlebnisse - ob von den Sterbenden erzählte oder selbst erdachte - aus, entführt ihre Leser auf Reisen voller Hoffnung, Trauer oder Abenteuer und lässt dabei Geschichte lebendig werden.

Mit den Dienstagsgeschichten hat sich Doris zur Linden eines von der Gesellschaft oft verschmähten Themas angenommen. Voller Mitgefühl begleitet sie die Sterbenden auf ihrem letzten Weg und räumt dem Tod den wichtigen Platz ein, den er in jedem Leben innehat.

Trotz aller Traurigkeit, die die einzelnen Schicksale hervorrufen, lässt die Autorin Platz für Hoffnung und den Glauben an einen Ort, "an dem man keine Angst mehr haben muss".

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erstellt am 18.Dez.2012 | 03:59 Uhr

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