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Region Nord

24. November 2014 | 14:47 Uhr

Filmdreh auf Röm und Sylt : Familienausflug vor die Kamera

vom

Sandra Rehse, Tochter Amelie, Freunde und Pferde spielten mit in der Verfilmung des Lenz-Werkes "Die Flut war pünktlich". Am Strand von Röm galoppierten sie vor der Kamera.

Tondern | Klaus Rehse aus Söllstedt bei Tondern freute sich über die Anfrage der Film-Produktionsgesellschaft, ob er eine Rolle in der Verfilmung des Lenz-Werkes "Die Flut war pünktlich" übernehmen würde. Doch dann vermasselten dienstliche Verpflichtungen dem 50-jährigen Geschäftsmann den Auftritt vor der Kamera. Aber Rehse konnte dem Filmteam bei der Besetzung weiblicher Rollen aus der Verlegenheit helfen. Er schickte seine Frau Sandra ins Rennen. Auch Tochter Amelie (18), deren Freundin Cecilie Beck, Ballum, und Dina Struve aus Stedesand bei Niebüll gehörten dem Riesen-Tross an, der auf Röm am Strand von Lakolk auf Röm drehte.
Die Hamburger Network Movie verfilmt im Auftrag des ZDF Werke von Siegfried Lenz. Ende August begannen die Dreharbeiten für die Verfilmung von "Die Flut ist pünktlich" - ein feinsinniges, abgründiges Beziehungsdrama, in dem das Meer zum schicksalhaften Element wird. Eine Konstellation zwischen drei Menschen, bei der Schweigen, Missverständnisse und Schuld die Essenz einer tragischen Verstrickung bilden. In den Hauptrollen sind unter anderem Ina Weisse, Jürgen Vogel und August Zirner zu sehen. Thomas Berger führt Regie. Die Hamburger Produktionsfirma hat als Spielorte das deutsche und dänische Festland, die Inseln Röm und Sylt sowie Hamburg ausgesucht.

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Richie und Curly vor der Kamera

Sandra Rehse setzte alle Hebel in Bewegung, um zusagen zu können. Die 46-jährige Erzieherin arbeitet im deutschen Kindergarten in Jeising. Hier unterstützte Chefin Ute Zander das Projekt. "Mensch, zum Fernsehen. Das musst du unbedingt!", habe Zander gesagt, und ihr auf die Schnelle einen Urlaubstag organisiert.
Mit dabei waren auch die beiden Wallache Richie und Curly, die ebenfalls ins Scheinwerferlicht treten sollten. "Richie ist der zehnjährige Wallach meiner Mutter. Mein 14-jähriger Hengst, Sambesi, ist längst nicht so artig wie Richie", lacht die 20-jährige Dina Struve. Die Nordfriesin und Sandra Rehse haben sich Anfang des Jahres, als die Söllstedterin ihren fünf Jahre alten Holsteiner bei Dina Struves Vater kaufte, kennengelernt. Der Tag auf Röm hat die Freundschaft gestärkt.

Film-Takes im Galopp

Schwer zu finden sei das Filmteam nicht gewesen. Die Truppe reiste mit Riesen-Lkw mit Equipment, Garderobe-Wagen, Schmink-Wagen und einem Wagen, der als Aufenthaltsraum diente, an. Nur der Toiletten-Wagen habe gefehlt.
Während Amelie und Cecilie auf ihren großen Auftritt warteten, kamen die Reiterinnen schnell zum Einsatz. Kurz vor 9 Uhr ging es los und erst zweieinhalb Stunden später war das Filmteam zufrieden. Die Szene sei, so die Frauen, fünf Mal aufgenommen worden. Und die Pferde liebten es, am Wasser entlangzugaloppieren. Zwei, drei Minuten habe jeder Dreh gedauert. Die Reiterinnen trugen ganz normale Kleidung, und besondere Voraussetzungen hatten sie auch nicht mitbringen müssen. Jetzt sind sie schon ganz gespannt, was von ihnen zu sehen ist, wenn der Film, so der Bescheid der Produktionsfirma, im Frühjahr kommenden Jahres gezeigt wird. Um die Mittagszeit war eine Drehpause angesagt. Die Wallache wurden in den Hänger begleitet, wo sich Sandra Rehse eine ausgewachsene Muskelzerrung am Oberschenkel holte. Als sie ihrem Pferd aus einem Kanister Wasser eingießen wollte, machte das Tier einen Satz nach vorne und riss sie mit.

Jürgen Vogel - "total cool"

Der Starschauspieler Jürgen Vogel habe ganz ungezwungen mit ihnen geplaudert, darüber gesprochen. Er habe auch gesagt, dass ihm Röm gefalle und er sei ganz locker und natürlich gewesen. "Wir haben uns geduzt. Total cool", so die Stedesanderin, die sich auf den Dreh gut vorbereitet hatte. Sie habe sich im Internet einen Überblick über das Lenz-Werk und die Schauspieler verschafft. Letztendlich bekamen die Frauen vom Inhalt des Drehs nicht viel mit. Parallel zu ihrem Galopp am Strand standen wohl auch Ina Weisse und Jürgen Vogel am Wassersaum vor der Kamera.
Obwohl die Kostprobe vom Leben am Set die Statistinnen nicht reich machte, vergütet wurden die Einsätze mit jeweils 80 Euro, stehen sie für den nächsten Film in den Startlöchern. "Es hat total Spaß gemacht. Wir würden jederzeit wieder mitmachen."

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von
erstellt am 19.Dez.2012 | 08:47 Uhr

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