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Region Nord

17. April 2014 | 20:35 Uhr

- Deutsche Nachbarn sind "mit dem Herzen dabei"

vom

Flensburg/Husum/Schleswig | "Wir unterstützen die Kandidatur Sønderborgs" prangt auf einem 16 Quadratmeter-Transparent am Husumer Kreishaus, und monatlich verlassen mehr als 31 000 E-Mails und 12 000 Sendungen die Zentrale der Kreisverwaltung mit dem Logo "S 2017" und dem Hinweis auf die Internetseite www.sonderborg2017.de. Das Projekt sieht Landrat Dieter Harrsen als "Riesenchance" für die deutsch-dänische Grenzregion: "Wir arbeiten daran, dass sich auch die Nordfriesen von dieser spektakulären Initiative mitreißen lassen", betont er. "Wir sind mit dem Herzen dabei."

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Wie Nordfriesland haben auch der Kreis Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg ihre Unterstützung erklärt. Flensburgs Kulturausschuss hat beschlossen, mit einer Million Euro bei der Kulturhauptstadt dabei zu sein. Die Stadt muss keineswegs auf einen Schlag eine Million Euro nach Sonderburg überwiesen. "Nur" 400 000 Euro fließen, verteilt auf vier Jahre, an die Stiftung, die das Projekt leitet; die Programmleitung werde im Gegenzug Projekte in gleicher Höhe in Flensburg durchführen. Weitere 100 000 Euro sind für zusätzliche Projekte bestehender Flensburger Einrichtungen 2016 und 2017 vorgesehen, in Abstimmung mit der Kulturhauptstadt-Intendanz.

Von 2013 bis 2017 wird Flensburg zudem zur organisatorischen Begleitung des Gesamtprojektes eine halbe Stelle einrichten. Und ein knappes Drittel des Gesamtbeitrages soll durch so genannte "geldwerte Leistungen" realisiert werden, durch die auf Sonderburg fokussierte Neuausrichtung bestehender Aktivitäten. Mit Nordfriesland und Schleswig-Flensburg soll Flensburg rund drei Prozent des Gesamtbudgets von 53 Millionen Euro aufbringen, also 1,6 Millionen Euro. Die beiden Nachbarkreise haben sich bereits verpflichtet, von 2013 bis 2018 kulturelle Projekte und Initiativen im Gegenwert von je 400 000 Euro inhaltlich auf die Initiative "Kulturhauptstadt 2017" auszurichten. Ausgezahlt werden die finanziellen Anteile nicht.

Noch mehr Schubkraft versprechen sich die Akteure beiderseits der Grenze durch den effizienten Einsatz von EU-Mitteln für Kultur. Erstmals soll die finanzielle Kraft von 2013 bis 2016 durch eine grenzüberschreitende "Kulturregion" gebündelt werden. Der Plan sieht ein Stufenmodell vor, in dem die drei deutschen Partner zusammen im ersten Jahr 50 000 Euro bereitstellen, die Summe steige bis 2016 auf 200 000 Euro. So viel bringen die vier dänischen Partnerkommunen von Anfang an ein. Diese Summen werden vom dänischen Kulturministerium noch einmal verdoppelt. Abzüglich der Verwaltungskosten stünden der "Kulturregion" so zwischen 305 000 und 414 000 Euro (2016) jährlich zur Verfügung. Als Paradebeispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit könnte dies die Bewerbung Sonderburgs befeuern, hofft man dort. Ob es dazu kommt, hängt allerdings noch vom Okay der Finanzpolitiker ab. Sie müssten das Geld für die "Kulturregion" trotz knapper Ressourcen bereitstellen.

von sh:z
erstellt am 18.Aug.2012 | 06:53 Uhr

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