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Politik

25. Oktober 2014 | 03:23 Uhr

Bundestagswahl in Schleswig-Holstein : Wahlbeteiligung im Norden wie 2009

vom

Ein Rekord steht schon vor der Bundestagswahl fest: In Schleswig-Holstein gab es noch nie so viele Stimmberechtigte. Die Wahlbeteiligung lag auf dem Niveau von 2009.

Bis zum letzten Moment haben die Parteien bei der Bundestagswahl am Sonntag auch in Schleswig-Holstein um Stimmen gekämpft. Nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF haben CDU und FDP im Bundestag keine Mehrheit mehr. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sieht die Union nun in der Führungsposition. „Die Leute wollen eine CDU-geführte Regierung“, sagte Albig am Sonntag. Er fügte hinzu: „Jetzt ist es an Frau Merkel, sie zu bilden.“ CDU-Landeschef Reimer Böge bewertete den Ausgang ähnlich. „Das Ergebnis untermauert den politischen Führungsanspruch der Union“, sagte Böge.

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Enttäuschung herrschte dagegen bei der FDP. Deren Kieler Fraktionschef Wolfgang Kubicki hat die Wahlkampfstrategie seiner Partei zur Bundestagswahl kritisiert. „Ich finde das eine beachtliche Leistung, dass man mit fünf Ministern der größten Bundestagsfraktion aller Zeiten innerhalb von vier Jahren die FDP von 14,6 auf 5 Prozent oder darunter bringt“, sagte Kubicki. Nach ersten Berechnungen von Infratest-Dimap (ARD) und Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) verfehlt die FDP mit 4,5 bis 4,7 Prozent den Einzug in den Bundestag.

Wie die Parteien in Schleswig-Holstein abgeschnitten haben, wird sich erst im Laufe des Abends herausstellen. Dass die Wahlbeteiligung auf dem Niveau von 2009 lag, steht bereits fest. Bis 17.30 Uhr hatten 68,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das waren minimal weniger als zu diesem Zeitpunkt vor vier Jahren (68,8 Prozent).

Die im Norden oppositionelle CDU war mit dem Ziel in die Bundestagswahl gegangen, wieder klar vor der SPD zu landen. Vor vier Jahren, als zeitgleich auch der Landtag gewählt wurde, schaffte die CDU 32,2 Prozent und die SPD nur 26,8. Die CDU trat diesmal mit dem Bundestagsabgeordneten Johann Wadephul als Spitzenkandidat an, die SPD erneut mit dem Parteilinken Ernst Dieter Rossmann. In Schleswig-Holstein hatten die Liberalen 2009 sogar 16,3 Prozent geschafft. Die Grünen erreichten damals 12,7 Prozent. Ihre Spitzenkandidatin war diesmal die erst 28-jährige Luise Amtsberg, die von 2009 bis 2012 im Landtag saß.

Piraten und Linke gingen im Norden mit einer schwierigen Ausgangslage in die Bundestagswahl. Die Piraten, die 2012 noch mit 8,2 Prozent in den Landtag einzogen, bekamen bei der Kommunalwahl in diesem Mai nur 1,6 Prozent der Stimmen. Die Linke lag bei 2,5 Prozent.

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erstellt am 22.Sep.2013 | 08:24 Uhr

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