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Panorama

30. September 2014 | 21:53 Uhr

Brunsbüttel : Wattolümpiade bei Schmuddelwetter

vom

Bei Schmuddelwetter kämpfen bei der Wattolümpiade im Brunsbüttler Elbewatt 34 Teams unter anderem im Wattfußball und Schlickschlittenrennen.

Brunsbüttel | Die Athleten der "Wattolümpiade 2012" sind in Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen standesgemäß bei typisch norddeutschem Schietwetter angetreten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ließ es sich zu Beginn nicht nehmen, das "olümpische Feuer" am Elbdeich persönlich zu entzünden: "Mögen die Spiele dreckig werden", sagte der Landeschef.
Und sie wurden es: "Ich bin dreckig - aber es war gut", sagte Anne-Mette Hollander-Quast. Und sie sagte das "gut" mit ganz vielen "us". Und das, obwohl die 14 Jahre alte Schülerin nur wenige Minuten als Auswechselspielerin auf dem matschigen Spielfeld war, als schon der Abpfiff kam und damit das Aus für ihre Mannschaft "Schietwatter".


"Schmutzige Spiele für eine saubere Sache"
"Wir waren das erste Mal bei der Wattolümpiade dabei, und verloren gegen die Titelverteidiger", erklärte die aus Heidkaten bei Elmshorn im Kreis Pinneberg angereiste Sportlerin das frühe Ausscheiden ihres Teams. Und fügte hinzu: "Es bringt einfach Spaß, im Matsch rum zu wühlen - und es bringt auch Spaß, etwas Gutes zu tun."
Insgesamt 34 Hobby-Mannschaften waren unter dem Motto "schmutzige Spiele für eine saubere Sache" angetreten. Mit den Einnahmen der Wattolümpiade unterstützen die Wattsportler traditionell die schleswig-holsteinische Krebsgesellschaft. Bislang spendeten sie nach Angaben der Organisatoren rund 150.000 Euro.
300 Freizeit-Sportler im frischen Nordsee-Schlick
Vier Stunden lang kämpften, schwitzten, stolperten und versanken die rund 300 Freizeit-Sportler im frischen Nordsee-Schlick, während sie in den Disziplinen Wattfußball, Watthandball, Wolliball und Schlickschlittenrennen um Pokale und Wattolümpische Ehren kämpften. Dann schwappte die Flut wieder über die Wattkampfarena und beendete das schräge Turnier.
Zu den Teams der Wattolümpiade gehörten auch die "Hevy Fuel Dreamboys and some girls". Sie hatten 2009 mit einem kleinem Team begonnen, sagt Mannschaftskapitän Dirk Passarge. "Mittlerweile sind wir 18 Leute." - und damit die größte Mannschaft, weiß "Wattkampfleiter" Oliver Kumbartzky. Sie hatten sich gleich bei drei der Kräfte zehrenden Disziplinen angemeldet: Fußball, Handball und dem Schlickschlittenrennen.
"Schön weiches Premium-Watt"
"Wir haben Auswechselspieler dabei, denn sieben Minuten Spielen im Watt ist ganz schön anstrengend", sagte Passarge und schob die Begründung gleich nach: "Das Watt in der Wattkampfarena in Brunsbüttel ist kein normales Watt, sondern richtig schön weiches Premium-Watt." Dadurch werde der Sport "sehr, sehr anstrengend: Nach drei Minuten wünscht man sich, dass alles schon vorbei wäre, und nach sieben Minuten fühlt man sich wie nach einer Stunde Dauerlauf".
Das erste Mal dabei waren Astrid Lahrsen-Loges und ihre Mitstreiterinnen. "Wir sind vier Frauen Mitte 40", sagte sie. Das Frauen-Team hatte sich zum Schlickschlittenrennen gemeldet. Wenige Tage zuvor hatte Astrid Lahrsen-Loges im niedersächsischen Fischerdorf Greetsiel bei einem "Aalstaffellauf" mitgemacht. "Das war aber nicht so gut für mich: Ich bin im Schlick stecken geblieben", erinnert sie sich. In Brunsbüttel passierte ihr das zum Glück nicht.
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erstellt am 31.Jul.2012 | 03:23 Uhr

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