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Panorama

21. Dezember 2014 | 16:05 Uhr

Heißester Tag des Jahres : Volle Strände und viele Kreislaufschwächen

vom

Mit mehr als 30 Grad war Sonntag der wärmste Tag des Jahres. Krankenhäuser behandelten zahlreiche Hitzeopfer.

Schleswig-Holstein/Hamburg | Am bisher wärmsten Tag des Jahres zog es am Sonntag tausende Besucher und Touristen zum Baden und Sonnen an die Nord- und Ostseeküsten in Schleswig-Holstein. Doch nicht alle vertrugen die Wärme mit mehr als 30 Grad. Am Kalkberg in Bad Segeberg setzte den 4300 Zuschauern der Nachmittagsvorstellung "Winnetou II" die pralle Sonne zu. Zehn Patienten konnten nach einer Versorgung im Sanitätszelt nach Hause, acht mussten ins Krankenhaus gebracht werden, teilt die Feuerwehr des Kreises Segeberg mit.
Mit zwei Löschfahrzeugen sorgten die Einsatzkräfte für Abkühlung. "Viele Kinder nutzen dieses und führten ganz indianisch einen Regentanz auf", sagt Gemeindewehrführer Mark Zielinski. Auch die Versorgungszelte wurden mit Wasser besprüht, um die Temperaturen im Inneren zu senken.
Mehr als 100 Hitzeopfer in Hamburg
Auch in Hamburg forderte die Sommerhitze ihren Tribut: Die Asklepios-Kliniken behandelten mehr als 100 Patienten mit typischen hitzebedingten Symptomen wie Kreislaufprobleme bis zum Kollaps, Flüssigkeitsmangel, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen.
Der jüngste Hitze-Patient sei ein Jahr alt gewesen, der älteste war eine 101 Jahre alte Frau. Auch etliche Hobby-Radsportler der "Cyclassics" brauchten medizinische Hilfe nach Stürzen auf das Straßenpflaster.
Verstopfte Straßen zu den Stränden
Besonders beliebt waren die Küsten am Sonntag. In St. Peter-Ording war es "proppevoll", wie ein Besucher berichtete. Am weitläufigen Strand verteilten sich die Massen zwar noch gut, die Autos auf den Zufahrtsstraßen kamen aber kaum voran. Trotzdem blieben viele Plätze auf den Sonnenterrassen der Restaurants frei - die Menschen legten sich lieber samt Proviant direkt ans Meer. Auch die Insel Föhr war wie die anderen "richtig voll", berichtete ein örtliches Tourismusunternehmen.
Nicht überall konnten sich die Besucher nur über strahlenden Sonnenschein freuen. Am Sonntagmorgen gab es auf Sylt, in St. Peter-Ording und in Flensburg kurze Schauer und vereinzelt auch Gewitter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete. In Hamburg erreichte das Thermometer bereits gegen Mittag 31 Grad. Auch in Lübeck knackten die Temperaturen die 30-Grad-Marke. Damit sei der Sonntag der bislang wärmste Tag des Jahres im Norden, berichtete ein DWD-Sprecher.
Fast 40 Grad in Süddeutschland
In Saarbrücken und Bad Kreuznach kletterte die Temperatur nach DWD-Angaben auf 38,9 Grad. Knapp dahinter lagen Andernach (38,4 Grad) und Bernkastel-Kues (38,1 Grad) in Rheinland-Pfalz. In Nordrhein-Westfalen wurden mehr als 37 Grad gemessen. Auch die Sachsen und die Thüringer kamen bei Temperaturen um 36 Grad ins Schwitzen. Nur in den Bergen und an einigen Küstenabschnitten zeigte das Thermometer Werte unter 30 Grad an.
Verantwortlich für die Hitzewelle ist das Zusammenspiel von Hoch Achim und Tief Xenja, die gemeinsam dafür sorgen, dass heiße Luft weit aus dem Süden nach Deutschland strömt. So war es auch in der Nacht zu Sonntag tropisch zugegangen: Besonders warm war es in Aachen (24,2 Grad), Duisburg (24,0 Grad) und dem niedersächsischen Bückeburg (23,9 Grad). Die Zugspitze war der kälteste Ort: Hier sanken die Temperaturen in der Nacht auf 13,8 Grad.
Kaum Abkühlung in den kommenden Tagen
Nach dem heißen Wochenende bringen die kommenden Tage kaum Abkühlung. Vielerorts wird wieder die 30-Grad-Marke überschritten. Die Spitzentemperaturen vom Wochenende werden aber nicht erreicht. Gleichzeitig muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.
Wegen der heißen Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr. Am Sonntag und Montag gilt flächendeckend die dritte von fünf Warnstufen. Im Westen und Osten bestand gebietsweise eine hohe Gefahr (Stufe 4). Für weite Teile Brandenburgs sowie einige Landstriche in den angrenzenden Bundesländern warnten die Meteorologen vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr (Stufe 5). Auch am Montag schätzen die Experten die Gefahr vor allem im Nordosten, aber auch in Südwesten als sehr hoch ein. Am Dienstag entspannt sich die Lage dann wieder.

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erstellt am 21.Aug.2012 | 08:31 Uhr

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