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Panorama

23. Oktober 2014 | 15:46 Uhr

Sommer 2012 : Tourismus-Experten sind zufrieden

vom

Trotz des kühlen und regnerischen Wetters waren die Sommerferien für die Urlaubsorte im Norden erfolgreich. Im Schnitt bleiben die hartgesottenen Gäste fünf bis sieben Tage.

Kiel | Regen sowie kühle Luft- und Wassertemperaturen können echte Schleswig-Holstein-Urlauber nicht davon abhalten, ihre Ferien im Land zwischen den Meeren zu verbringen. Trotz der weitgehend kühlen und nassen Monate Juni und Juli fällt die erste Bilanz zum Verlauf der Sommerferienzeit in der Tourismusbranche überwiegend positiv aus. Das liegt vor allem am guten Vorbuchungsstand. Viele Urlauber haben bereits im vorigen Jahr ihren Sommerurlaub gebucht.
Nach dem ersten Stimmungsbild, das die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) bei ihren Partnern jetzt abgerufen hat, bleiben die Gäste im Schnitt fünf bis sieben Tage. Bis Mitte August ist der überwiegende Teil der Ferienorte sehr gut gebucht. Die Wechselhaftigkeit des Wetters haben die Touristiker in diesem Sommer aber doch massiv zu spüren bekommen: Nahezu alle befragten Tourismusvertreter vor Ort haben eine sprunghaft ansteigende Nachfrage festgestellt, sobald für die nächsten Tage gutes Wetter vorher gesagt wurde.
Ostsee besonders beliebt
Sehr positiv fällt das Fazit an der Lübecker Bucht aus. "Die Buchungslage in den Sommerferien in Travemünde ist sehr gut", sagt Doris Annette Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing. "Die Familien haben für die Sommerferien teilweise schon im November 2011 angefragt." Auch Scharbeutz freue sich über eine sehr gute Buchungslage, sagt Kirsten Morgenstern vom dortigen Tourismus-Service. Ein Unterschied zum vergangenen Sommer habe sie nicht festgestellt. Als "sehr gut" bezeichnen auch die Touristiker von Fehmarn, Heiligenhafen, Eckernförde, Glücksburg und dem Ostsee Resort Damp den bisherigen Saisonverlauf.
In Nordfriesland und Dithmarschen fällt die Zwischenbilanz verhaltener aus. Dagebüll, Marne und auch die Hallig Langeneß sind nicht zufrieden mit diesem Sommer: "Wegen des schlechten Wetters von April bis Juli haben wir wesentlich weniger Übernachtungen und es fehlen die spontanen Buchungen", sagt Lore Henriette Görgen von der Dagebüll-Niebüll-Touristik GbR. Das Nordseebad Büsum vermeldet dagegen eine Belegungsquote von 97 Prozent. Besonders groß sei dort die Nachfrage nach großen Wohnungen und Familienunterkünften. Auch auf der Hochseeinsel Helgoland sei die Buchungslage "sehr zufrieden stellend", sagt Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. "Gutes Wetter vorausgesetzt, werden wir das gute Ergebnis aus dem Vorjahr halten können."
Von Ort zu Ort erhebliche Unterschiede
Spürbare Einbußen hat das durchwachsene Ferienwetter bei den Tagesgästen verursacht. "Allerdings gibt es von Ort zu Ort erhebliche Unterschiede", sagt Tash-Chef Christian Schmidt. Während sich beispielsweise Lübeck über steigenden Tagestourismus freuen könne, meldet Sierksdorf eine negative Auswirkung des Wetters auf die Zahl der Tagesgäste. Besonders herb seien die Einbrüche bei den Strandbesuchern gewesen. Die Einbußen durch das Minus bei den Tagesgästen für die Gastronomie und den Einzelhandel seien vielerorts dadurch abgefedert worden, dass die Urlauber aufgrund des Wetters weniger Zeit am Strand, dafür aber mehr Zeit in den Städten, Geschäften, überdachten Freizeiteinrichtungen und Restaurants verbracht hätten.
Harte Zahlen, die den überwiegend positiven Trend für das Tourismusjahr 2012 bestätigen, hat die Statistik bereits für die Zeit bis zum 1. Juni ermittelt, in dieser Zeit wurden 7.088.449 Übernachtungen im Land gezählt, das ist Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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erstellt am 13.Aug.2012 | 08:40 Uhr

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