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Panorama

30. Juli 2014 | 11:04 Uhr

Kinderunfall-Atlas : Straßen im Norden für Kinder gefährlich

vom

In keinem anderen Bundesland ist das Unfallrisiko für Kinder so groß wie im Norden. Neumünster ist ein besonders gefährliches Pflaster.

Kiel/Bergisch-Gladbach | Nirgends ist die Unfall gefahr für Kinder im Straßenverkehr so groß wie in Schleswig-Holstein. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten "Kinderunfallatlas" der Bundesanstalt für Straßenwesen hervor. Gemessen an der Kinderzahl sind demnach in keinem Bundesland zuletzt so viele Kinder verunglückt wie im nördlichsten. Auf 100.000 Jungen und Mädchen im Alter unter 15 Jahren kamen 327, die bei einem Unfall verletzt oder getötet wurden. Im Bundesdurchschnitt sind es lediglich 261, im sichersten Land Hessen sogar nur 221.
Die Zahl ist für Schleswig-Holstein umso bedenklicher, als es dem Land in den ver gangenen fünf Jahren nicht gelungen ist, die Unfallhäufigkeit spürbar zu senken. Um lediglich neun Prozent ging sie zurück - nur Bayern und das Saarland waren noch schlechter. Anders etwa Bremen: Die Straßen dort sind zwar ebenfalls noch sehr gefährlich für Kinder, aber immerhin schaffte der Stadtstaat zuletzt eine Verbesserung um 23 Prozent.

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Viele verunglückte Radfahrer

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich besorgt. "Ein Ergebnis, mit dem wir nicht zufrieden sein können und an dem wir arbeiten müssen", sagte er. Auffällig im Norden ist die hohe Zahl von jungen Radfahrern, die verunglücken. Meyer führt das unter anderem darauf zurück, dass in einem Flächenland längere Wege zur Schule nötig sind als in Ballungsgebieten.
Allerdings erklärt das nicht, warum radelnde Kinder in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern viel weniger Unfälle haben. Zudem leben sie in Schleswig-Holstein vor allem in den Großstädten Lübeck und Neumünster gefährlich: Unter allen 412 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands belegen die beiden Städte bei Fahrradunfällen die zwei letzten Plätze. Neumünster ist daher sogar insgesamt die bundesweit gefährlichste Stadt für Kinder im Verkehr. Der sicherste Kreis ist die Südwestpfalz und im Norden Schleswig-Flensburg auf Platz 122 in Deutschland.
Minister Meyer kündigte an, er werde "prüfen, ob bei Verkehrserziehung und -aufklärung in der Vergangenheit genug getan wurde". Die Landesverkehrswacht bezweifelt das - sie beklagt über die letzten vier Jahre eine stetige Kürzung der Landeszuschüsse.

Verunglückte Kinder im Straßenverkehr, Zahl je 100.000
Hessen: 221
Baden-Württemberg: 223
Sachsen: 247
Thüringen: 248
Berlin: 250
Bayern: 253
Rheinland-Pfalz: 255
Bundesdurchschnitt: 261
Nordrhein-Westfalen: 268
Niedersachsen: 281
Mecklenburg-Vorpommern: 296
Saarland: 296
Hamburg: 302
Brandenburg: 311
Sachsen-Anhalt: 316
Bremen: 317
Schleswig-Holstein: 327
Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen; Stand: 2010

von bg
erstellt am 18.Dez.2012 | 07:57 Uhr

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01. | Jutta Pohn | 18.12.2012 | 07:29 Uhr
Bei aller Kritik

an den Formulierungen von Herrn Schmidt... zumindest liefert er mehr, als persönliche Anfeindungen. So traurig die Ableitungen daraus auch sind...

02. | Werner Lorenzen-Pranger | 18.12.2012 | 07:16 Uhr
@ PETER WEIDLICH

"Vielleicht hat SH auch die dümmsten Kommentatoren...." Da können sie offenbar sicher sein, zumal wenn solche Deppen das dann auch noch einmal ausdrücklich bestätigen. Übrigens: Nein, nicht sie eingeschlossen! Nur die, die überhaupt nicht lernfähig sind - und scheinbar ihre Kinder auch genau so erziehen... ;o)

03. | Klaus Schmidt | 17.12.2012 | 23:12 Uhr
@ Karl & Weidlich

Doch, ich habe Kinder. Und weil ich ihnen erzählt habe: "Ihr habt die Wahl: entweder ihr lauft dem Ball hinterher und sterbt oder ihr haltet an der Straße an und lebt!", leben sie alle noch. Und außerdem bin ich selber auch mal Kind gewesen und weiß zu berichten, dass ich an der Straße stets HALT gemacht habe!

Herr Weidlich, Sie gehen in Ihrer kurzsichtigen Antwort davon aus, dass ich mich lediglich auf den Artikel beziehe. Jedoch gibt es vielfältige Wissenquellen. Schleswig-Holstein hat sogar erwiesener Maßen die dümmsten Kinder. Ohne weiter darüber nachzudenken, fällt mir da auchgleich ein Beleg ein:
http://m.ihk-schleswig-holstein.de/bildung/bildungspolitik/studien/732728/pisa_laendervergleich.html;jsessionid=F4E2069D88D545A606A0836F650066A1.repl1?view=mobile
Außerdem gibt die Polizei in einem NDR-Bericht, der das gleiche Thema behandelt, an, dass die häufigste Ursache das Fahren auf der falschen Straßenseite ist. Ist das nicht dumm? Ich bleib dabei: die Kinder sind zu dumm, die Straße zu überqueren. Da nützen auch die lächerlich Fahrradhelme nichts, mit denen die Kinder der Generation Fahrradhelm durch die Gegend fahren.

04. | Peter Weidlich | 17.12.2012 | 22:38 Uhr
@ Quatsch

Das höhere Unfallrisiko soll beim Fahrrad fahren sein laut Artikel. Nix Ampel und doof. Hinzu kommt, wie sieht es aus mit Radwegen Verkehrsaufkommen an den Unfallschwerpunkten, etc.. Undefinierbare Sülze aus der Politik und erstmal draufhauen. Lesen, verstehen und kombinieren hilft manchmal. Vielleicht hat SH auch die dümmsten Kommentatoren, mich vielleicht eingeschlossen.
Gruß von der Förde

05. | Norbert Karl | 17.12.2012 | 20:25 Uhr
Herr Schmidt,

wenn Sie Kinder haben, sollten Sie eigentlich wissen, daß Kinder mit ihren Gedanken oft woandes sind und dadurch anders agieren als Erwachsene.
Erst kommt ein Ball und dann ein Kind.
Da nützt es leider auch nicht immer, daß die Polizei an den Schulen Verkehrsunterricht hält.
Ich finde es schon beschämend, daß über einen Hund sich mehr Leute äußern als hier.
(aktuell 11 : 1 bzw. 2 mit mir)

06. | Norbert Karl | 17.12.2012 | 20:14 Uhr
Herr Schmidt,

Sie haben teilweise recht.
Nur Kinder sind keine Erwachsenen. Sie sind mit ihren Gedanken oft woanders.
Wenn ich Kinder auf der Straße bemerke, fahre ich vorsichtiger und rechne mit einer unvorhersehbaren Reaktion undversuche

07. | Klaus Schmidt | 17.12.2012 | 16:36 Uhr
Quatsch

Diese Schleimerei nervt! Warum kann nicht einfach mal jemand tacheles reden? Ich übernehme das mal für die Redaktion und korrigiere die Überschrift:

Schleswig-Holstein hat die dümmsten Kinder!

Können die nicht mehr nach links und recht gucken, bevor sie über die Straße gehen? Muss das immer eine Ampel übernehmen? Ach - halt - nein, nein - Ampeln sind ja auch zu "gefährlich"! Selbst die sind für die heutigen lieben Kinderlein ja zu kompliziert! Schließlich gilt es hier zwei Farben gleichzeitig zu kennen...

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