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Panorama

23. Oktober 2014 | 06:29 Uhr

Jahrelange Diskussion : Nortorf entzieht Hitler Ehrenbürgerschaft

vom

Adolf Hitler ist nicht mehr Ehrenbürger der Stadt Nortorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Jahrelang hatten die Stadtverordneten über das Thema diskutiert.

Nortorf | Adolf Hitler und Gauleiter Hinrich Lohse, der als Reichskommissar Ostland an der Judenvernichtung im Baltikum beteiligt war, sind nicht länger Ehrenbürger der Stadt Nortorf. Die Stadtverordneten beschlossen am Dienstagabend einstimmig, die Ehrenbürgerschaften formal abzuerkennen. Vorausgegangen war eine jahrelange Diskussion über die Notwendigkeit einer solchen Entscheidung.

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Lange Zeit hatten die Kommunalpolitiker eine nachträgliche Aberkennung für nicht nötig gehalten, da nach ihrer Einschätzung die Ehrenbürgerschaft mit dem Tod bereits erloschen war. Noch bis gestern lehnten zum Beispiel die Christdemokraten öffentliche Stellungnahmen kategorisch ab, während SPD und Grüne sich dafür aussprachen. Die FDP dachte zeitweise sogar über eine Stimmenthaltung nach.

Treibende Kraft des Aberkennungsbeschlusses war das "Bürgerforum Nortorf", eine Initiative von Bürgern der Stadt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Deren Sprecher Dieter Schlüter hatte immer wieder auf die Notwendigkeit eines Beschlusses hingewiesen. Das sei ein symbolischer und wertvoller Akt, der auch die Distanzierung der Stadt zu diesem sensiblen Thema zeige, sagte Schlüter unserer Zeitung. Als schließlich Forumsmitglied Erich Mory Ende Februar die Stadtvertreter mit der Frage provozierte, ob die Stadt statt der Aberkenung womöglich eine Feier zum 80. Jahrestag der Verleihung plane, geriet der Stein endgültig ins Rollen.

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von
erstellt am 25.Apr.2013 | 09:09 Uhr

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