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Panorama

25. April 2014 | 01:51 Uhr

Studie - Nichtraucher in Kneipen schlecht geschützt

vom

80 Prozent verrauchte Bars und Kneipen: Der Nichtraucherschutz in Schleswig-Holsteins Gastronomie weist nach einer Studie "eklatante Missstände" auf.

Kiel | Mehr als 80 Prozent aller Kneipen in Schleswig-Holstein sind verqualmt. Vor allem in kleineren Städten wird das Nichtraucherschutzgesetz missachtet. Das geht aus einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums hervor, die am Montag in Kiel vorgestellt wurde.
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Dafür untersuchten Wissenschaftler rund 800 Gastronomiebetriebe in Kiel, Flensburg, Lübeck, Husum, Itzehoe und Neustadt. "Der Nichtraucherschutz im Norden weist eklatante Miss stände auf", so Studienleiterin Martina Pötschke-Langer. Der Anspruch des Gesetzgebers, die Bevölkerung wirksam vorm Passivrauchen zu schützen, müsse " als gescheitert angesehen werden". Zwar werde in Cafés und Imbissbuden wenig oder gar nicht geraucht, aber bei den Restaurants sei der Glimmstängel noch in fast jedem vierten Betrieb erlaubt.
Flensburg Spitzenreiter im Norden
Dabei bestehen starke regionale Unterschiede: Während in Flensburg 80 Prozent der Gastro-Betriebe ohne blauen Dunst auskommen, sind es in kleineren Städten oft nur 60 Prozent. Zum Vergleich: Beim Spitzenreiter München sind 95 Prozent der Betriebe rauchfrei. Dort gilt allerdings auch ein generelles Rauchverbot, während hierzulande zahlreiche Ausnahmeregelungen - etwa für Eckkneipen oder große Restaurants mit extra Raucherräumen - die Kontrolle erschweren.
Die Folge: In Husum, Itzehoe und Neustadt erfüllte kein einziger Raucherraum die gesetzlichen Auflagen. In Flensburg wurden - trotz Verbot - in jeder zweiten Kneipe Speisen verkauft. Pötschke-Langer plädiert angesichts dieser "eklatanten Verstöße" für eine Gesetzesänderung: "Der Norden soll sich ein Beispiel an Bayern nehmen". Auch in Skandinavien habe man mit einer Rauchverbot ohne Ausnahmen gute Erfahrungen gemacht.
3300 Tote pro Jahr durch Passivrauchen
"Die neue Landesregierung wird die Umsetzung des Gesetzes überprüfen", sicherte Christian Kohl, Sprecher des Gesundheitsministeriums, zu. Eine Überprüfung sei im Koalitionsvertrag ohnehin vorgesehen. "Ziel ist ein effizienter und konsequenter Gesundheitsschutz", sagte Kohl. Auch die Grünen wollen sich für die Streichung der Ausnahme regelungen stark machen.
Rund 3300 Menschen sterben jährlich bundesweit durch Passivrauchen, wie kürzlich die Uni Münster meldete. Seit langem fordern Ärzte und Kassen die Verschärfung des Nicht raucherschutzgesetzes. In Bundesländern mit striktem Rauchverbot ist laut einer Studie der DAK die Zahl der Herzinfarkte um acht Prozent gesunken. Prävention "Ja", Gängelung "Nein", meint denn auch Anita Klahn, Landtagsabgeordnete der FDP. Allerdings bemängelt sie "dass die Freiheiten der Bürger weiter eingeschränkt, die Bagatellgrenzen für weiche Drogen aber angehoben werden sollen.

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von kim
erstellt am 04.Jul.2012 | 08:19 Uhr

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01. | Christine Wecker | 04.07.2012 | 12:53 Uhr
Herrn Asmussen, Ihre Empfindung wegen Gestank

die Zigaretten die Sie meinen, sind übelste Mischungen aus Osteuropa und China, die üblicherweise keine Steuerbanderole tragen, auf die die wirklich abhängigen Raucher aber gerne zurückgreifen seit die Besteuerung angehoben wurde.
Die armen Menschen haben leider keinen Schimmer, was da alles drin ist und was sie ihren Körpern damit langfristig antun.
Egal, wir zahlen ja solidarisch unsere Krankenkassenbeiträge, also was solls ...

02. | Norbert Karl | 04.07.2012 | 12:20 Uhr
Herr Asmussen,

schön, daß Sie mir einen neuen Nachnamen gegeben haben.
Ironie scheint nicht Ihre Stärke zu sein :o((( Lesen Sie meinen Kommentar mal richtig.
Ich bin Nichtraucher, mache aber nicht so viel Gewese um die Raucher !

03. | Hans Asmussen | 04.07.2012 | 11:08 Uhr
@ Norbert Kahl - Typisch Raucher

Nee, ist schon klar, sollen die Nichtraucher doch zu Hause bleiben! Da sind sich die Hartcore-Raucher mal wieder einig. Recht auf freie Selbstbestimmung gibt es nämlich nur für Raucher, die zahlen ja auch die Tabaksteuer!

Haben Sie schon mal bemerkt, dass Raucher immer weniger werden? Und die Frage sei erlaubt: Lohnt es sich dann noch für die paar Raucher eine ganze Kneipe oder gar ein Restaurant zu betreiben?

Viele Raucher und ich meine nicht die Nikotinsüchtigen unter diesen, sagen selber, dass das Essengehen angenehmer geworden ist, seit dem nicht mehr im Restaurant geraucht werden darf. Zudem muss man seine Kleidung nicht jedesmal in die Reinigung bringen, um den Gestank wieder heraus zu bekommen.

Leider werden auf vielen Privatfeiern in Hotels und Gasthöfen, meistens nach dem Essen das Rauchen wieder erlaubt und wenn man dan mal nach zählt, dann stellt man fest das von durschnittlich 100 Gästen ca. 15 rauchen und bummelig 8 von diesen 15 ohnehin zum rauchen vor die Tür gehen. Dafür stinkt man aber alle nach Tabakrauch und man kann sich zu Hause erstmal abduschen. Vom Servicepersonal mal ganz abgesehen, viele werden genötigt im Rauch zu arbeiten.

Apropos Tabakrauch, geht es eigentlich nur mir so oder hat das, wonach die nicht selbstgedrehten Zigaretten riechen (der Rauch), so rein gar nichts mehr mit brennenden Tabak zu tun. Ich rieche da zunehmend nur noch Gestank. Ganz im Gegensatz zu dem Rauch von selbstgedrehten Zigaretten (Schwarzer Krauser und Rot Händle mal Außen vor gelassen).

Übrigens gingen Raucher bis ca. 1930 zum Rauchen entweder in Rauchersalon (Raucherräume) oder nach Draußen zum Rauchen. In Teilen Bayerns war es in den 1920er Jahren sogar verboten auf den Plätzen vor Kirchen zu rauchen.

Gegenseitige Rücksichtnahme schafft mehr Akzeptanz auf beiden Seiten!

04. | Wolfgang Greb | 04.07.2012 | 07:43 Uhr
Nicht nur die Menschen im Norden

müssen vor der Tabakrauchseuche geschützt werden, sondern alle Menschen, immer und überall, ohne Ausnahmen!
"Rauchen fügt ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu", so steht es auf jedem X-ten Tabakrauchgift-Produkt und Politiker haben einen Eid darauf geschworen Schaden vom Volke abzuwenden. Da es jeder weiß wie schädlich, krank machend oder sogar tödlich das Tabakrauchgift ist, müßte jeder "Volksvertreter" welcher sich nicht gegen ein Tabakrauchverbot ist, seinen Hut nehmen und mit sofortiger Wirkung zurücktreten, den er ist es nicht Wert seine Bürger vor der schlimmsten Katastrophe nach dem 2. Weltkrieg zu schützen - der Tabakrauchseuche, welche nicht nur seine Konsumenten schädigt, sondern alle die mit ihm in Berührung kommen.
Auf eine rauchfreie Zukunft, für uns, unsere Kinder und den folgenden Generationen!
Weg mit der Tabakindustrie, welche vom Anbau bis zur ausgeglühten Kippe dermaßen enorme Schäden an Mensch, Tier und Umwelt hinterlässt, daß sie sowieso sofort verboten gehört!
Jedes Lebensmittel mit nur einer dieser Giftstoffe wäre sofort vom Markt und die Zigarette enthält ca. 4.800 Substanzen, von denen über 90 krebs erregend sind und dies wird von unseren Volksvertretern zugelassen - Schande!!!

05. | Torsten Günther | 03.07.2012 | 20:11 Uhr
@ Juergen albers

Vielen Dank Herr Albers, durch ihren Kommentar fühle ich mich doch gleich um 75 Jahre jünger.

06. | Rainer Mohr | 03.07.2012 | 20:08 Uhr
ne ne


Ich kann sie verstehen aber mein Kampf gegen die Kaffee Trinker ist auch ins leere verlaufen das zeugt stinkt unglaublich und macht süchtig

07. | Rainer Mohr | 03.07.2012 | 20:08 Uhr
ne ne


Ich kann sie verstehen aber mein Kampf gegen die Kaffee Trinker ist auch ins leere verlaufen das zeugt stinkt unglaublich und macht süchtig

08. | Norbert Karl | 03.07.2012 | 20:05 Uhr
Immer diese militanten Tabaksteuerverweigerer,

ergo, den totalen Überwachungsstaat !!! Herr Albers läßt grüßen.
Wenn mir ein Laden zu sehr verqualmt ist, gehe ich nicht rein.
So einfach ist das!
Und bei mir zu Haus hat keiner was zu entscheiden. Da erlaube ich, ob einer qualmt oder nicht. Sonst hat er vor die Tür zu gehen.

09. | Juergen Albers | 03.07.2012 | 19:48 Uhr
Gemeinsam für die Volksgesundheit!

Wir brauchen dringend schärfere Gesetze und mehr Verbote. Einige Zeitgenossen meinen anscheinend, man könne die Wirte entscheiden lassen, ob in ihren Stuben geraucht wird oder nicht. Das ist krank. Ebensogut könnte man die Wirte entscheiden lassen, wer in ihrer Stube andere verletzen darf. Die Gesetze und Verbote müssen viel weiter gehen. Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum Menschen in einer Mietwohnung rauchen dürfen. Der tödliche Rauch dringt durch die Schlüssellöcher in die anderen Wohnungen. Und wenn der Krebs erstmal da ist, dann kann man die Nachbarn nicht dafür haften lassen. Es gab auch schon eine hohe Zahl von vielen Wohnungsbränden, die durch Zigaretten ausgelöst wurden. Außerdem sollte eine Gesellschaft nach der größtmöglichen Volksgesundheit streben und dafür sind Raucher wie Krebsgeschwüre.
FÜR ein sofortiges Rauchverbot in privaten Räumen. Der Staat sollte dafür sorgen, dass Kindern schon beigebracht wird, dass Leute geächtet werden müssen, die der Volksgesondheit Schaden zufügen. Zur Optimierung der Volksgesundheit und zur Motivation der Bürger sollten hohe Strafen für Raucher eingeführt werden. Dazu brauchen wir einen staatlich organisierte Gesundheitspolizei, oder besser eine Gesundheitswehr, an der viele Bürger zur Sicherung der Volksgesundheit beteiligt sind. In jedem Mietshaus sollte so ein Sicherheitsmann wohnen und darauf aufpassen, dass nicht geraucht wird. Im Falle eines Verstoßes wird sofort Meldung erteilt.
Gemeinsam schaffen wir das!

10. | grosses W Punkt | 03.07.2012 | 12:50 Uhr
Aufforderung an die Politik, Herrn Christian Kohl, Sprecher des Gesundheitsministeriums

Sehr geehrter Herr Kohl,
warum wird nichts für viele tausend Menschen getan, die in ihrer persönlichen Freiheit, ihrem Wohlbefinden und ihrem Anspruch an gesünderes, rauchfreies Leben stark eingeschränkt sind durch z.b. rauchende und stärkstrauchende Nachbarn ?

Hatten Sie schon einmal das grosse Pech, in einer Wohnung mit Balkon zu leben, über einen längeren Zeitraum relativ glücklich und zufrieden und dann zieht in die Nebenwohnung eine stärkstrauchende Familie ein ?
Wissen Sie, was das für eine ENORME Belästigung ist ??? Dieser widerwärtige Gestank, dem man sich nur durch konsequent hermetisch geschlossene Türen und Fenster entziehen kann, der Frischluft beraubt und des Aufenthalts auf dem Balkon sowieso ?
Wissen Sie wie schlimm das ist, wenn man zudem empfindlich auf die Abgase der Zigaretten reagiert ? Nein, Allergien kann man nicht nur gegen Pollen haben, auch gegen alle möglichen anderen Stoffe und nein, man ist deswegen kein Spinner, auch wenn man von aller Welt dann als solcher hingestellt wird.
Was tut die Regierung, um Menschen in ihrem privaten Umfeld vor den gesundheitlichen Gefahren durch Passivrauchen zu schützen ?

Aha, grillen darf ich nur soundsovielmal im Jahr. Mich gefährden und übelst zustinken lassen darf ich jederzeit. ok. Darf ich dann die Politik dafür haftbar halten wenn ich irgendwann Krebs kriege ? Oder muss ich (wieso eigentlich immer ich?) wiedermal umziehen in der Hoffnung, diesmal endlich über längere Jahre eine rauchfreie Private Umgebung zu finden ?

Bitte geben Sie mir eine Antwort darauf, wie ich damit umgehen soll.

In Kneipen oder Restaurants gehe ich übrigens schon lange nicht mehr, ebenso wie alle meine Freunde. Vielleicht gibts ja doch mehr von uns als man allgemeinhin denkt und dann ist es auch kein Wunder, dass die Gastronomie am Boden liegt.

In anderen Bundesländern geht es doch auch mit wesentlich weniger Qualm und trotzdem sind die Menschen dort viel zufriedener.

11. | J. Ditmarsia | 03.07.2012 | 12:37 Uhr
Raucher haben keinen freien Willen

Nikotin ist eines der übelsten Nervengifte! Die Tabakpflanze gehört ausgerottet und die Tabakindustrie verboten. Das würde viele Menschen vor unsäglichem Siechtum schützen.

12. | Frank W. | 03.07.2012 | 11:43 Uhr
Sterben der Landgasthöfe

Vor einigen Tagen wurde hier was über das Sterben der Landgasthöfe geschrieben.
Bei mir in der Nähe (ca. 15 km) gibt es 2 Landgasthöfe mit sehr guter bürgerlicher Küche, alles frisch zubereitet. Ich bin da gerne 1-2 x im Monat hin gefahren. Seitdem man aber wegen des Nichtraucherschutzgesetzes die Gaststube -wo man eigentlich beim essen gesessen hat- zum Raucherraum und einen abgetrennten Nebenraum als Nichtraucherraum eingerichtet hat bin ich da nicht mehr hin gefahren.
Müßte man zur Garderobe oder zur Toilette so müßte man immer durch die verqualmte Gaststube, obwohl diese eigentlich ja rauchfrei sein soll.
Ich kehre dort nicht mehr ein, genau so wie etliche andere Leute, die ich kenne.
So graben sich die Gastwirte ja auch ihr eigenes Grab.

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