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Panorama

23. Juli 2014 | 20:04 Uhr

Pumpspeicherkraftwerk : Kreidekuhlen sollen Speicher für Windenergie werden

vom

Es wäre eine gigantische Batterie für Windenergie: Die Vorprüfung für ein 100-Millionen Euro teures Pumpspeicherkraftwerk im Kreis Steinburg ist abgeschlossen.

Itzehoe | In der Gemeinde Lägerdorf (Kreis Steinburg), bisher bekannt für seine Kreide, soll 2015 ein Großprojekt der Energiewende entstehen - ein 100 Millionen Euro teures Pumpspeicherkraftwerk.
Seit wenigen Tagen ist die erste Hürde genommen. "Die Vorprüfung ist in wichtigen Punkten abgeschlossen", bestätigte am Mittwoch Karsten Becker, Planer der Anlage beim Zementhersteller Holcim Deutschland. Holcim und Energieversorger Eon Hanse wollen das Pumpspeicherkraftwerk gemeinsam bauen, investieren zudem 100 Millionen Euro in einen Windpark mit 20 Anlagen an der Autobahn 23.
Bei Flaute rauscht das Wasser
Ein Pumpspeicherkraftwerk braucht ein Gefälle. Das liefern auf dem flachen Land zwei Lägerdorfer Kreidegruben unterschiedlicher Tiefe, die als Ober- und Unterbecken fungieren sollen. Die Grube "Saturn" ist etwa 40 Meter tief, die Grube "Schinkel" etwa 110 Meter. "Dazwischen muss ein drei Kilometer langer unterirdischer Stollen gebohrt werden", erklärt Becker. Er hat ein Gefälle von 80 Metern. Wird der produzierte Windstrom gerade nicht benötigt, pumpt das Kraftwerk Wasser ins Speicherbecken. Herrscht Flaute, rauschen 104 Kubikmeter pro Sekunde abwärts und treiben eine Turbine an. Ihre Leistung beträgt 70 Megawatt", sagt Bernd Eilitz, Sprecher bei Eon Hanse. "Das Speicherbecken mit seinen 17 Millionen Kubikmetern Wasser kann bei Windstille zwei Tage lang Strom erzeugen, nämlich 3,5 Gigawattstunden."
Strom bezieht das Pumpspeicherkraftwerk nicht nur durch dem eigenen Windpark an der A 23, sondern von allen Windrädern. Diese müssen wegen des fehlenden Netzausbaus derzeit oft abgeschaltet werden. Das Pumpspeicherkraftwerk würde also nicht nur dem Zementhersteller Energie liefern, sondern könnte zu einem maßgeblichen Baustein der Energiewende werden, indem es regionale Überschüsse auffängt oder bei Strombedarf durch seine Turbine ausgleicht.
Die Stör kann helfen
Zwar ist die technische Umsetzbarkeit, die Genehmigungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit in groben Zügen geprüft, doch einige Probleme müssen die Experten noch lösen. Etwa die Befüllung. "Zehn bis 15 Jahre würde es dauern, bis Zuflüsse und Regenwasser die Kreidegruben volllaufen lassen", so Becker. Deshalb wird darüber nachgedacht, sie in den Hochwasserschutz der Region einzubinden. Droht die Stör über die Ufer zu treten, wird ihr Wasser in die Gruben geleitet, die so schneller gefüllt werden können.
Holcim setzt auf das ökologische Kraftwerk, weil ein Drittel der Betriebskosten des Zementherstellers Stromkosten sind. "Abbaugeräte, Förderanlagen und die Zementmühlen laufen mit Strom", sagt Karsten Becker. "Und da dort mit einer Verdopplung der Preise zu rechnen ist, wollen wir uns langfristige Perspektiven schaffen."
Als tödlich für das Pumpspeicherkraftwerk könnte sich jedoch die Oberflächenwasserabgabe erweisen, also die Gebühr für die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern. Becker: "Da unser Pumpspeicherkraftwerk als geschlossenes System arbeitet, hoffen wir, davon verschont zu bleiben." Die endgültige Entscheidung über die Machbarkeit des Projektes soll im Herbst fallen.

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von Eckart Gehm
erstellt am 17.Aug.2012 | 08:09 Uhr

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01. | Udo Damerau | 20.08.2012 | 15:12 Uhr
DR. JUERGEN SOECHTIG 20.08.2012 11:46

http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-wind
"Aggregierte ex-post-Information über die tatsächliche Produktion aus Windenergie
Die Übertragungsnetzbetreiber bestimmen die eingespeiste Windkraftleistung für ihre Regelzone über eine Hochrechnung auf der Grundlage online gemessener Referenzstandorte (Windparks)"
Dort findet man also sie jeweils die am Tage *** eingespeiste *** Menge nach Stunden - ein Jahr ist etwas anderes.

Zu meinem 18.08.2012 13:27
Bei Bild 1: 2011 EE: 19,9%
In Bild 2 für erneuerbare 20%, 8% Wind = 40% der Erneuerbaren, aus rund 600 TWh also 48 TWh Windstrom, 120 TWh EE
In Bild 3, Energiebereitsstellung 2011 steht Windenergie mit 46,5 TWH (Einheit im mittleren vertikalen, gelben Balken)

http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/ee_in_zahlen_2011_bf.pdf
Hier gibt das Umweltministerium auf Seite 4, Tabelle 1 an:
EE-Strom 20% = 122 TWh (mit oben übereinstimmend)

Auf Seite 5, Abb.2 allerdings für 2011 nur 12,2%, davon erstaunlich wenig Wind aber viel Biogas; Solarstrom verschwindend.
Auf Seite 6 unten erneut Windausbeute 46,5 TWh, was mit Obigem übereinstimmt, auch mit Tabell2, Seite7.

Wie das mit Seite 5 zusammenpassen soll? Ich weiß es nicht.

Seite 8, Abb.5 beim Wind wieder realistisch mit knapp 40% von den EE.

Im Forschungsjahrbuch 2011 ist zu finden:
http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/4/forschungsjahrbuch-erneuerbare-energien-2011-erschienen-aktuelle-energieforschung-im-ueberblick.html
"Die in Deutschland installierten Windenergieanlagen produzierten 2011 etwa 46,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit deckt die Windenergie heute 7,6 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Sie liefert den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien." (Stimmt auch mit oben)

Ich gehe davon aus, dass es tatsächlich um Verbraucher-Energie handelt.

Und PS: Alle Schlipse sind unbehelligt ;-)

02. | Dr. Juergen Soechtig | 20.08.2012 | 11:46 Uhr
@UDO DAMERAU 19.08.2012 22:02

.
Sorry, ich wollte Ihnen nicht auf den Schlips treten. Eigentlich war Multicalc als Arbeitserleichterung für Sie gedacht, da die Ergebnisse direkt in den Text übernommen werden können. Naja, wenn man etwas gut meint, geht es oft in die Hose...

Für Ihre Datensammlung möchte ich mich bedanken. Beim EEG-Strom stellt sich die Frage, ist dies der "echte" Strom ohne "nicht geliefert aber bezahlt"?

Bei Holcim geht es nicht um Umwelt- oder Klimaschutz, sondern ausschließlich um Kasse machen mit dem EEG. Ansonsten bläst dieses Unternehmen gnadenlos Quecksilber in die Atmosphäre beim Verbrennen von Klärschlamm.

Von SH bis Bayern schubst Tennet gerade 900 MW Windstrom ins Netz. Der Netzausbau wird immer dringender.

03. | Norbert Karl | 20.08.2012 | 09:15 Uhr
Alles klar wie Kloßbrühe!

Bei jeder Firma schlägt der ökonomische Aspekt den ökologischen. Wenn denn noch das grüne Image aufpoliert werden kann, ist das ein willkommener Zusatz nach dem Motto: "Dee doon wat".
Herr Erb!
Sie tragen mit Ihrem Kommentar vom 19.08. um 22:36 Eulen nach Athen ;o))
Daß das Pumpspeicherwerk nur als Puffer dienen wird, sollte eigentlich jedem klar sein.(bei erhöhtem Strombedarf)
Mich wundert, daß nicht noch Solar installiert wird. Schließlich kann man damit sicherlich auch noch den Gewinn steigern.

04. | Udo Damerau | 20.08.2012 | 08:26 Uhr
Wie sieht HOLCIM eigentlich selbst diese Planung?

http://www.holcim.de/de/ueber-uns/standorte/zementwerk-laegerdorf/machbarkeitsstudie-pumspeicherkraftwerk.html

"Zwischen beiden Becken wird ein unterirdischer Verbindungsstollen gebohrt, durch den das Wasser in das Oberbecken bei Stromüberschuss hoch gepumpt wird. Bei erhöhtem Strombedarf wird dann das Wasser aus dem Oberbecken durch das natürliche Gefälle des Verbindungsstollens in das Unterbecken geleitet, wobei es am Fuße des Stollens Turbinen antreibt und Strom produziert.*** Dieser wird in das regionale Netz eingespeist.*** "

Damit dürfte klar sein, dass das Zementwerk NICHT mit ´Wasserkraft´ betrieben wird und meine Fragen vom 19.08.2012 20:16 sind abgehakt.

"Der sich jetzt abzeichnende deutlich beschleunigte Ausbau der neuen Energien wird in Schleswig-Holstein vermehrt zu Netzengpässen führen."

Merkwürdig: Ein Bedarfsträge sieht das, und der zuständige Minister?

05. | Helmut Erb | 19.08.2012 | 22:36 Uhr
Die langfristige Perspektive bei steigenden Strompreisen

In Stade baut die DOW Chemical gerade ein Gaskraftwerk für die Eigenversorgung des Chemiewerks, das nach Fertigstellung durch ein Steinkohlekraftwerk auf 1100 MW Leistung gebracht werden soll. Damit verschafft sich die DOW langfristig eine stabile Stromversorgung bei kalkulierbaren Preisen. Auf die auch im Landkreis Stade zahlreich installierten WKA stützt sich das Unternehmen nicht ab.

Nirgendwo stützt sich jemand auf WKA ab. Kein Bauer richtet seine Melkzeiten nach dem Wind. Keine Redaktion und keine Druckerei stellt die Zeitung nach dem Wind zusammen. Die ganze Gesellschaft ist auf eine stabile Stromversorgung rund um die Uhr angewiesen.
Selbstverständlich und ganz besonders auch ein Zementwerk.

Die hier aufgestellte Behauptung, das PSW würde das Zementwerk versorgen, ist dummes Zeug. Das Zementwerk wird künftig wie heute aus dem allgemeinen Stromnetz versorgt, in das auch die werkseigenen Windturbinen einspeisen werden. Und das PSW wird für die Spitzenlast des Netzes eingesetzt. Die Perspektive für Holcim ist eine zusätzliche Einnahmequelle mit WKA und PSW. Das kann man doch beim Namen nennen.

06. | Udo Damerau | 19.08.2012 | 22:02 Uhr
@ DR. JUERGEN SOECHTIG 19.08.2012 21:02

Das habe ich nicht verstanden, Herr Dr. Söchtig; habe ich mich irgendwo verrechnet? Und was ist mit meiner Daten-Zusammestellung
UDO DAMERAU 18.08.2012 13:27 ?

Sie hatten nach Strommengen und Bedarf gefragt:
DR. JUERGEN SOECHTIG 17.08.2012 15:08

Im übrigen bin ich mit einem Hardware-Taschenrechner neben der Tastatur weit schneller.

07. | Dr. Juergen Soechtig | 19.08.2012 | 21:02 Uhr
@FRANK SCHOLTEN 17.08.2012 23:49

.
Hier finden Sie einen tollen Desktop-Rechner Multicalc, der auch SI-Einheiten umrechnet. Das Teil ist Freeware. Vielleicht erleichtert dies Ihre Berechnungen...

http://www.consoft.de/Default.aspx?art=multicalc

Herr Damerau auch für Sie bestens geeignet.

08. | Udo Damerau | 19.08.2012 | 20:16 Uhr
Leider - leider (erneut ein Journalisten-Frage/Kenntnis-Mangel)

In meiner ersten Rechnung hatte ich das Pumpspeicherwerk mit den vorhandenen Daten 3,5 GWh Energie-Vorrat und 70 MW Generator ganz allgemein betrachtet: UDO DAMERAU 16.08.2012 10:34

Für weitere Überlegungen fehlen zwei Angaben:
1. Kann während des Verbrauch über eine andere Leitung Wasser ´nach oben´ gepumpt werden? So etwas gibt es durchaus!
Was der Unsinn soll, gleichzeitig zu entnehmen und zu fördern?
Die Energie-Entnahme ist weit leichter dem Bedarf anzupassen als die zufällig und schwankende Energie aus den eigenen Windrädern.
Der Aufwärtstransport darf beliebig schwanken, die Produktions-Energie dagegen nicht.

2. Wieviel Energie (MW) benötigt das Zementwerk tatsächlich im Betrieb.

"Das Speicherbecken mit seinen 17 Millionen Kubikmetern Wasser kann bei Windstille zwei Tage lang Strom erzeugen, nämlich 3,5 Gigawattstunden."
Das besagt noch nicht, dass das für den Betrieb des Zementwerkes ausreicht, da dessen Verbrauch-Daten nicht angegeben sind.

Es hat also wenig Sinn, hier weiter zu spekulieren, an wen der Strom ggf. verteilt werden kann / könnte / wird - von Wochenenden ganz abgesehen, falls nicht ´rund um den Kalender´ produziert wird.

Wo ist hier mein Aufhänger für das Thema Klima - Hilfe bitte, Herr Stein.
Nur damit hier ´Klima´ steht und Sie ´wegklicken können´, falls Sie sich Suchfunktion eingeschaltet haben ;-)

09. | Norbert Karl | 19.08.2012 | 13:34 Uhr
Noch wat...

Im Stern dieser Woche kann man auch was von Jörges über Solaranlagen auf Seite 40 lesen. Um es gleich zu sagen: Die sind Kubikkacke! (gelinde ausgedrückt):o)

10. | Norbert Karl | 19.08.2012 | 13:26 Uhr
Dr. Soechtig.

Wir reden bzw. schreiben von Pumpspeicherkraftwerken.
Ich hätte ergänzen sollen....für die Anwohner oder Anderen. (Ich weiß noch aus der Schule: Die Anderen sind die Schweine)
Dann kriegen die was ab.(Ist doch lieb, oder?)
Daß die WKAs nict viel bringen, ist mir klar!

11. | Dr. Juergen Soechtig | 19.08.2012 | 12:54 Uhr
@NORBERT KARL

.
"...Wenn denn noch was überbleibt...." Was soll denn übrigbleiben?

Tennet liefert z.Z. gigantische 400 MW Windstrom ins Netz.

http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-wind

In ganz D sind es 1.100 MW von 30.000 MW installierte Nennleistung. Noch Fragen, Herr Karl?

@FRANK SCHOLTEN 17.08.2012 23:49

"...Sollen wir ihm helfen und ein paar Berechnungen anstellen?..." Ja, gerne. Lassen Sie mich an Ihrem mathematiscjen Talent teilhaben.

12. | Norbert Karl | 19.08.2012 | 12:13 Uhr
OK,Herr Damerau.

Pumpspeicherkraftwerk würde also nicht nur dem Zementhersteller Energie liefern, sondern könnte zu einem maßgeblichen Baustein der Energiewende werden, indem es regionale Überschüsse auffängt oder bei Strombedarf durch seine Turbine ausgleicht.
Da lese ich raus, daß es haptsächlich für´s Zementwerk geschaffen werden soll.
Wenn denn noch was überbleibt....

13. | Udo Damerau | 19.08.2012 | 12:05 Uhr
@ NORBERT KARL 19.08.2012 10:52

"Das Pumpspeicherkraftwerk würde also *** nicht nur *** dem Zementhersteller Energie liefern, sondern könnte zu einem maßgeblichen Baustein der Energiewende werden,..."
Daher die bisherigen eher allgemeinen Überlegungen und Fragen zu Pumpspeichern und nicht auf das Zementwerk als alleiniger Nutzer bezogen.

14. | Norbert Karl | 19.08.2012 | 10:52 Uhr
Lüüd, Lüüd!

Soweit ich aus dem Artikel lesen kann, soll der Pumpspeicher vom Zementwerk benutzt werden!
Nun wird von einigen Leuten der Sinn in Frage gestellt. Warum?
Nur weil ein Pumppspeicher in der Gesamtrechnung, auf Deutschland gesehen, kaum eine Rolle spielt?
Außerdem ist es hier piepegal, ob die Spanier Dieselstrom als Ökostrom verkauft haben. Das kann hier nicht als Minuspunkt gewertet werden, wenn der Speicher nur Werkintern benutzt wird.
Ich gehe davon aus, daß dieses von den Betriebswirten durchgerechnet wurde.
Zu Herrn Anton:
So eine Kreidekuhle ist natürlich ein schützenswertes Biotop (Achtung: Ironie)
Ob die Oberflächenabgabe hier sinnvoll ist.....?
Da habe ich doch erhebliche Zweifel.
Aber wenn man ein Beamtendenken vorlegt, dann passiert schon mal soetwas, egal ob angebracht oder nicht.
Hoch lebe der Vorgang!

15. | Udo Damerau | 19.08.2012 | 10:13 Uhr
Korrektur

´Von 2010 auf 2001 wurde...´
das muss selbstverständlich ´Von 2010 bis 2011 wurde...´ heißen.
Ich bitte um Nachsicht; beim Ansehen der Tabelle wird es deutlich.

16. | Udo Damerau | 18.08.2012 | 13:27 Uhr
@ DR. JUERGEN SOECHTIG 17.08.2012 15:08

Ich musste erst einiges zusammenkramen...
Das erste Bild zeigt eine Zusammenfassung von vier noch einezeln folgenden. Das Fünfte wäre aufgrund der dann zu kleinen Zahlen hierin nicht mehr lesbar.
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/0002u4d65qjk09.jpg

Und die Bilder im enzelnen:

Brutto-Stromerzeugung 2004-11
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/0bruttoerzeugaje0sdvxwg.jpg

Bruttostromerzeugung 2011
http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/bruttostromerl13m9cpwro.jpg

Die Erneuerbaren weiter aufgefieselt
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/erneuerbareqzvmfiexlp.jpg

Grund- und Spitzenlast; ein Eintages-Verlaufs-Beispiel
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/0grundspitzendq4pz7onjl.jpg

Grundlast-2011
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/grundlast2011vbrfk6aund.jpg

Ich denke, das ist aufschlussreich.
Von 2010 auf 2001 wurde der Atomstrom-Anteil um saaaagenhafte 4,7% an der Gesamtstromerzeugung verringert, ist aber mit 39% immer noch an der Grundlastversorgung beteiligt.
Nahezu der gesamt Rest wird von der nun eben nicht sehr modernen Braunkohle bewältigt.

Die regenerierbaren Gelegenheitslieferanten müssen Sie fast suchen.

Pumpspeicher spielen - weil sie lediglich die wichtigen Spitzen abfangen - in der Gesamtrechnung überhaupt keine Rolle, und als Langfristspeicher, um überschüssigen Wind- oder Solarstrom zu speichern, sind sie wegen ihrer relativen Mini-Kapazität völlig ungeeignet.







17. | Udo Damerau | 18.08.2012 | 08:17 Uhr
@ WIR SIND DAS VOLK 18.08.2012 03:04

Ein kleiner Tip:
Solarkraftwerk + Spanien + Diesel
Exakt so bei Google als Suchbegriff verwendet - das vierte Ergebnis ist der Treffer.

18. | Wir sind das Volk | 18.08.2012 | 03:04 Uhr
@ Herrn Damerau / wegen Solarbetrügern:

Super, danke für die Bestätigung durch den Link bei 17.08.2012 / 11:23 Uhr.

Wie die EEG-Infrastruktur ein hochgradiger Subventionsbetrug durch Erschleichen (bzw. Annehmen) planwirtschaftlicher Strukturen ist, so ist doch logisch, dass der direkte Erzeuger von Zufallsstrom, dann gleichen Schlages sein kann.

Also nicht ausgeschlossen ist, dass jede sich bietende Finte genutzt wird, um mehr Gold aus der Ader zu verkaufen, als wie eigentlich - physisch - drin ist.

19. | Frank Scholten | 17.08.2012 | 23:53 Uhr
Liest noch jemand mit?

Danke-wer hat mir das e geschenkt?
Is schon bannig spät.

20. | Frank Scholten | 17.08.2012 | 23:53 Uhr
Liest noch jemand mit?

Danke-wer hat mir das e geschenkt?
Is schon bannig spät.

21. | Frank Scholten | 17.08.2012 | 23:49 Uhr
List noch jemand mit?

@DR. JUERGEN SOECHTIG 17.08.2012 15:08

Sollen wir ihm helfen und ein paar Berechnungen anstellen?

22. | Dr. Juergen Soechtig | 17.08.2012 | 15:08 Uhr
Eine Ewige Gaunerei

.
Wird denn bei uns überprüft, ob bei Großanlagen alles mit rechten Dingen zugeht?

Im Augenblick pustet der Wind stolze 350 MW in D in die Leitungen, davon Tennet etwa 230 MW. Gerne wiederhole ich meine Frage von oben:

Kann mir Jemand erklären, wozu für diese gigantische Strommenge Pumpspeicher bzw. Netzausbau erforderlich sind?

Erhalt ich diesmal eine plausible Antwort?

23. | Udo Damerau | 17.08.2012 | 11:23 Uhr
@ WIR SIND DAS VOLK 17.08.2012 03:15

Hier bitte:
http://www.science-skeptical.de/blog/spanien-erzeugt-solarstrom-mit-diesel-generatoren/002289/
Unglaublich?

24. | Udo Damerau | 17.08.2012 | 09:22 Uhr
@ FRANK SCHOLTEN 16.08.2012 18:30

Mojn Herr Scholten,
die Fortsetzung zum ´gesunden Menschenverstand´:

Hartmut Bachmann, ´Die Lüge der Klima-Katastrophe´
ISBN 978-3-82802604-9
Er hat die finanzpolitisch gezielte Schaffung des IPCC / ´Weltklimarates´ miterlebt und Sie können sich den Inhalt als Vortrag (mit viel Geduld) anhören.
http://www.youtube.com/watch?v=VLkVp29SeAM
Wie auch das Buch sehr(!) ausführlich. Aber darum geht es im Grunde nicht.

Er hat, da er von Physik nicht genug versteht, in seinem Buch die Auarbeitung einer Schülerin verwendet; diese hat ´mit gesundem Menschenverstand´ das gesamte CO2-Dogma widerlegt - sehr lesenswert.
Sie finden es auch hier:
http://www.konrad-fischer-info.de/7klima.htm
´Eine Belegarbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau im Schuljahr 2004/2005 über den großen Klimaschwindel...´

25. | Wir sind das Volk | 17.08.2012 | 03:15 Uhr
Zur Frage von Dr. J. S.:

"Wird der geplante Pumpspeicher ausschließlich von Windstrom betrieben oder wird heimlich "böser" Strom genuttzt?"

---------

Habe leider den Link nicht parat. In Erinnerung ist mir, dass bezüglich eines spanischen Vorzeige-Solarkraftwerks, dieses nachts Diesegeneratoren laufen ließ, um solare Ausbeute vorzutäuschen. Die Kosten für den Diesel waren dabei deutlich geringer, als der in Rechnung gestellte Preis für (vorgetäuschten) Solarstrom.


Die Frage stellt sich da, ob Solar- oder Windeinspeiser nicht auch mal Strom aus der Hausleitung auf die EEG Einspeise-Zähler geben. Das Verhältnis Kosten/Gewinn ließe so einen Verdacht jedenfalls zu.



26. | Udo Damerau | 16.08.2012 | 23:36 Uhr
@ FRANK SCHOLTEN 16.08.2012 18:30

Ich komme eben vom Shanty-Übungsabend zurück - ischa schon spät, und ich weiß (noch) nicht, ob Sie Nachtschwärmer sind...
Heute abend werde ich es nicht mehr analysieren - morgen wird wohl reichen.
Aber das eine muss noch sein:
"Der gesunde Menschenverstand.... " - das fiel mir doch auf!
Ich habe fast den Eindruck, wir könnten uns auf dieser Ebene annähern - einen Ansatz hatten wir bereits einmal vor einiger Zeit.
Wir werden sehen...





27. | Hans Stein | 16.08.2012 | 21:58 Uhr
FRANK SCHOLTEN 16.08.2012 18:30

Gott hat aber nicht gesagt: "Zerstöre Fische, Vögel und alles Getier." Er hat auch nicht gesagt:"Nehmt ihnen ihre Lebensgrundlage" oder "Fügt ihnen unendliches Leid zu".
Da Sie sich gegen die Verseuchung von Urwald und Gewässern und gegen das Fracking aussprechen, sehe ich Sie auf dem richtigen Weg, die Bibel zu verstehen.
Nun kommt natürlich - wie war es anders zu erwarten - Die AKW-Frage. Haben wir das Recht, die Erde mit Atommüll zu verseuchen?

28. | Dr. Juergen Soechtig | 16.08.2012 | 21:18 Uhr
Pumpspeicher / Netzausbau wozu???

.
Tennet liefert z.Z. satte 300MW Windstrom aus allen Windparks von SH bis Bayern. Kann mir Jemand erklären, wozu für diese gigantische Strommenge Pumpspeicher bzw. Netzausbau erforderlich sind?

Wird der geplante Pumpspeicher ausschließlich von Windstrom betrieben oder wird heimlich "böser" Strom genuttzt?

29. | Frank Scholten | 16.08.2012 | 18:30 Uhr
Ach daher weht der Wind. Jetzt haben Sie ja endlich einen Anfang gemacht.



@KARL ANTON
(Leider) leben wir nun mal in einem kapitalistischen System und der elektrische Strom muss fließen.
Irgendein Wurm/Schmetterling/Vogel/Kröte/Pflänzchen ist dann wohl oft, wie so gerne behauptet wird, vom Aussterben bedroht – jetzt versteh ich.
Und wir Menschen? Dürfen uns mit veralteten Kohlekraftwerken (meine nicht die neuen vorübergehenden „etwas besseren“) und KKWs rumärgern?
So blöd ist die Natur aber nun doch nicht - die sucht sich schon ihre Nischen und Ersatzraum. Paradoxerweise gibt es auf Truppenübungsplätzen eine der größten Artenvielfalten und seltene Tiere/Pflanzen.
Oder schauen Sie sich mal heute die Abraumhalden und so entstandenen Baggerlöcher der Kohlereviere in Ost und West an. Was die Natur sich da wieder zurückgeholt hat.
Ich will jetzt keinen Raubbau an der Natur. Aber nach Abwägung von für und wider steht der Mensch ganz oben.
Gnadenlose Verseuchungen von Urwald und Gewässern, usw. durch multinationale Ölkonzerne ist natürlich ein No-Go.
Der gesunde Menschenverstand sollte sich auch dagegen aussprechen wegen Gewinnmaximierung bei der Erdgasförderung unser Grundwasser durch Fracking zu vergiften.
Und wenn Konzerne in der Tiefsee ihre Manganknollen abfischen und ein paar Tiefseebewohner aufschrecken oder plattmachen? Na und? Mich stört´s nicht.
Lesen Sie doch mal in „dem Buch“ nach: 1. Mose - Kapitel 1: „Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“
Danke für die Unterstützung Herr Damerau.

30. | Udo Damerau | 16.08.2012 | 14:18 Uhr
"Es geht um die Umwelt des Menschen, die in einem für den Menschen lebenswerten Zustand erhalten werden soll."

.
wogegen ja wohl auch nichts einzuwenden ist - solange dieses Ziel nicht zum alles Beherrschenden, zu einer Angst erzeugenden Doktrin, wird.

Aus Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz
Prof. Dr. Norbert Bolz, Soziologe, Hauptarbeitsgebiet: Medienwissenschaft.
Eine Ansicht von ihm:
"Da Gesellschaft für ihr Funktionieren eine religiöse Grundlage benötigt, suchen sich die Menschen Themen, die als Ersatzreligion dienen, aus denen sie Trost und Sinn schöpfen können.
In diesem Sinne ist die Umweltschutzbewegung die mächtigste Bewegung, die diese Funktion übernimmt. Ursache sind die Bedrohungen, die früher von der Atombombe, dann von der Kernenergie und in jüngerer Zeit von der globalen Erwärmung ausgehen.
Die hierdurch ausgelösten Ängste werden durch Medien verbreitet und die alternativen Bewegungen wecken die Hoffnung, dass die zum Teil nur irrational wahrgenommenen Bedrohungen vermieden werden können."

Prof. Bolz verdeutlicht dies in ´Die neue Weltreligion´
http://www.youtube.com/watch?v=_wXhIgHdyJA
Eine hörenswerte Situations-Analyse.

Und ein Interview mit ihm nach dem obigen 3SAT -Fernsehauftritt
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/02/interview-mit-professor-norbert-bolz.html

Sie haben leider vergessen, Herr Anton, dass das Erneuerbare Energien Gesetz aus der unsinnigen Umwelt-Erhaltungs-Idee ´Klimarettung´ stammt.

31. | Karl Anton | 16.08.2012 | 13:54 Uhr
Traurig

Umweltauflagen sind dazu da die Umwelt zu schützen. Nicht die Natur oder gar einzelne Tier- und Pflanzenarten - was im Regelfall durcheinander geschmissen wird. Es geht um die Umwelt des Menschen, die in einem für den Menschen lebenswerten Zustand erhalten werden soll.
Das ständige Geschreie nach Lockerung der Umweltauflagen in Zusammenhang mit der Energiewende (oder anderen Großprojekten) ist somit das Geschreie nach Verschlechterung der menschlichen Lebensumstände.
Es geht nicht um eine Beführwortung oder Ablehnung der erneuerbaren Energien. Es geht darum, dass eine künstliche Panik um die Energieversorgung erzeugt wird, in deren Verlauf zur schnellen Gewinoptimierung weniger unnötig Gesetze außer Kraft gesetzt werden sollen und somit Lasten auf alle verteilt werden.
Leider funktioniert die Lobbyarbeit der Energieerzeuger, wie die Kommentare in der shz bezeugen. Traurig, dass das erläutert werden muss.

32. | Udo Damerau | 16.08.2012 | 12:59 Uhr
@ ALBERT ANSTAND 16.08.2012 12:40

Zu den Klägern:
Da gab es gestern beim SHZ-Papier noch einiges Lesenswerte mehr:
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/wohin-mit-dem-daenischen-biomuell.html?tx_ttnews[backPid]=111&cHash=f30ba5b69c61f6e62af22d85ac9410d1#CommentStart
UDO DAMERAU 15.08.2012 08:52
Aber der Artikel fehlte leider in der Internet-Ausgabe.

33. | Albert Anstand | 16.08.2012 | 12:40 Uhr
kurz gesagt:

Die Klimahysterie ist ein tolles Alibi zu gigantischer Abzocke.

Da soll eine Halde, die teuer gesichert und unterhalten werden muß, zu einem Ökowunder umfunktioniert werden, welches nie funktionieren kann - auf Kosten der Stromkunden.

Hoffentlich bringen die Kläger mehr Licht in das religiöse Klimahysteriedunkel: http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/textilunternehmen-klagen-gegen-eeg-umlage_100008824/ und http://www.n-tv.de/politik/Textilfirmen-klagen-gegen-EEG-Umlage-article6967711.html usw.

34. | Helmut Erb | 16.08.2012 | 12:23 Uhr
Gigantisches und Überraschendes

Die Speicherkapazität dieses Pumpspeicherwerks wurde in vorangegangenen Meldungen mit 1,75 GWh angegeben. Die hat sich nun verdoppelt, was durchaus überraschend ist, denn die potentielle Energie ergibt sich aus Wassermenge und Höhenunterschied. Da wurde zwischenzeitlich wohl noch ordentlich gegraben.

Nicht mehr überraschend ist, daß auch dieser Speicher zwischen sauberem Windstrom und anderem Schmuddelstrom unterscheiden kann.

Verdient die hier angegebene Kapazität von 3,5 GWh die Bezeichnung „gigantisch“? In Schleswig-Holstein sind derzeit WKA mit einer Nennleistung von 3,4 GW installiert, die an einem einzigen windreichen Tag bis zu 82 GWh produzieren können. 2015 soll die Nennleistung auf 9 GW ausgebaut sein, was zu einer Tagesproduktion von 216 GWh führen kann. Davon wird das PSW am Tag ca. 1,2 GWh aufnehmen, wenn es zu Beginn leer ist. Im Verhältnis zur Windleistung ist das PSW nicht gigantisch, sondern ein Fliegenschiß.

Im übrigen hat Holcim eine klare Bedingung gestellt: „Wenn es mit dem Windpark nichts wird, begraben wir auch das Speicherwerk“ (shz, Schicksalsjahr 2030, 18.05.12). Man darf das wohl so verstehen, daß Holcim sich mit dem Turbinenfeld am Rande eines Naturschutzgebietes ein neues Standbein zulegen will. Falls die 20 (bisher 30) Windräder nicht genehmigt werden, ist dem Konzern die deutsche Energiewende egal. Und mit der Stromversorgung des Zementwerks haben Windturbinen und Pumpspeicher sowieso nichts zu tun. Aber das ist auch keine Überraschung.

35. | Norbert Karl | 16.08.2012 | 12:06 Uhr
Herr Anton!

Ich warte auch auf Ihre Begründung!
Vor ein paar Jahren las ich in einem amerikanischen "MAD-Magazin" einen guten Spruch frei übersetzt:
"Halte dein Grundstück sauber! Werf deinen Abfall zum Nachbarn!"
Ich hoffe, daß Sie verstehen, wie das gement ist.
Kalkgruben sind ja auch nicht das Gelbe vom Ei.
Ich finde es gut, daß die mehr oder weniger sinnvoll genutzt werden.
Machen Sie doch finanzierbare Vorschläge, die Ihrem Umweltdenken entsprechen!!!!!!!!!!

36. | Udo Damerau | 16.08.2012 | 11:50 Uhr
@ A CL

Selbstverständlich spielt bei solchen Projekten auch der finanzielle Wirkungsgrad eine Rolle - aber so einfach wird es nicht sein.

Nehmen wir z.B. den Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterbecken:
Waldeck II: 360 m, Wendefurt (da bei Hohenwarte 1 nicht gefunden, aber vergeichbar) 160m.
In Itzehohe sind es 110 auf 40 = 70 m.

Dazu kommt der Durchmesser des oder der Fallrohre:
bei Waldeck II immerhin 5,75 m.

Die Leistung sehe ich als Optimierung aus möglichem Wasservorrat und vorhandenem Höhenunterschied einerseits (vorhandene Energie-Menge) und Leistungs-Wunsch und -Dauer andererseits, woraus sich dann Fallrohr-Anzahl und -Durchmesser ergeben; nicht zu vergessen ist dabei die Frage der Rücktransport-Energie und -Dauer.

Ich wollte keineswegs andeuten, dass in Itzehoe schlecht geplant wird.
Aber es erhebt sich doch die Frage, warum bei der vorhandenen relativ großen Wassermenge und der Zielsetzung, Spitzenlasten abzufangen, eine solch relativ geringe Leistung geplant ist.

Natürlicherweise wären auch die für größere Leistung erforderlichen Rohre mit größerem Durchmesser teurer...
Ich gehe bisher davon aus, dass aus Fallhöhe, also Wasserdruck und Geschwindigkeit sowie Wassermenge pro Zeit, also Rohrdurchmeser, für die Generatorleistung ein Optimum mit maximalem Wirkungsgrad, also mit den geringsten Verlusten, errechenbar ist.



37. | A CL | 16.08.2012 | 10:57 Uhr
geringe Leistung

Vielleicht will der Betreiber die Investitionskosten gering halten, ob ich 70MW oder 400MW installiere ist schon ein spürbarer Unterschied in der Geldbörse.

Vielleicht hat der Betreiber die Anlage aber auch für den Eigenverbrauch ausgelegt, für den Fall, dass das elektrische Netz mal ausfällt..

38. | Udo Damerau | 16.08.2012 | 10:34 Uhr
Nachgerechnet

.
Vorausgesetzt, die Daten stimmen, dann sieht der unerwähnte Teil der Energie - sämtliche Verluste zunächst vernachlässigt! - so aus:

Um 3,5 GWh = 3500 MWh zu speichern, das Wasser wieder nach oben zu pumpen, braucht ein 5 MW-Windrad bei durchgehend voller Nennleistung
3500 MWh / 5 MW = 700 Stunden, also 29,2 Tage.
Das entspricht mehr als einem vollen Februar in einem Schaltjahr!

Um also irgendwann zwei Tage lang Energie liefern zu können, muss diese Anlage sich (jetzt mit 20 bis 25% Verlusten eingerechnet) einiges mehr als einen langen Monat lang ´aufladen´ - oder mehrere z.B. Windräder nutzen, oder (nachts?) Solarstrom bekommen, oder Fossilstrom verwenden.

Selbstverständlich ist das nicht das reale Leistungs/Zeit-Profil, sondern lediglich eine Überalles-Energie-Rechnung.
Die Anlage fängt, wie alle Pumpspeicherwerke, zu zufälligen Zeiten Lastspitzen ab und pumpt dazwischen Wasservorrat nach oben - theoretisch sinnvoll.

Vergleich mit anderen vorhandenen Pumpspeicherwerken:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk

Waldeck II: -----3428 MWh Kapazität, 480 MW Leistung
Hohenwarte I: ---765 MWh Kapazität,- 62,8 MW Leistung
Itzehoe: ----------3500 MWh Kapazität, -70 MW Leistung
(vielleicht spaltengetreu)

Gegen Waldeck: geringere Leistung bei etwa gleicher Kapazität,
gegen Hohenwarte I: weit mehr Kapazität bei etwa gleicher Leistung

Die Planer werden sich etwas dabei gedacht haben...
Wer kennt sich da aus und kann es beurteilen?

"...kann bei Windstille zwei Tage lang Strom erzeugen..."
´...zwei Tage...´ - das kann ja wohl nicht der Grund für die relativ geringe Leistung sein: Ersatz von einem halben Dutzend stehender Windräder.


39. | Frank Scholten | 16.08.2012 | 10:25 Uhr
Begründung?


@KARL ANTON 16.08.2012 09:38
Ich weiß ja nicht, was Sie sich da gerade in den Bart grummeln.
Vielleicht lassen Sie uns an Ihren Gedanken teilnehmen?
Was soll menschenverachtend sein?
Begründungen? Argumente? Dann könnte man sich eventuell mit Ihnen austauschen.

Ich sehe die Lage so: Nicht mehr genutzte Kreidekuhlen mit Wasser befüllen und so ein Pumpspeicherkraftwerk errichten. Wird DRINGEND benötigt, weil installierte Windräder wegen fehlender Leitungskapazitäten ihre Energie nicht angemessen in das Stromnetz einspeisen können.
Und wie ist das Hauptargument der Windkraftgegner: Mal zu wenig – mal zu viel Strom!
Da kann ein Pumpspeicherkraftwerk dieser Dimension schon helfen.

40. | Karl Anton | 16.08.2012 | 09:38 Uhr
Ignoranz

Solange es Leute gibt, die Kommentare wie Herr Scholten schreiben, bin ich froh, dass es Umweltauflagen gibt. Nicht auszudenken wenn sich solche menschenverachtende Kurzsichtigkeit durchsetzen würde.

41. | Hans Stein | 16.08.2012 | 09:13 Uhr
Machtwort

Der zuständige Wirtschaftsminister soll ein Machtwort sprechen? Das kann nur eine Person, die auch Macht hat....und zudem glaubwürdig ist.

42. | Frank Scholten | 16.08.2012 | 09:00 Uhr
Weltfremd


„Als tödlich für das Pumpspeicherkraftwerk könnte sich jedoch die Oberflächenwasserabgabe erweisen, also die Gebühr für die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern.“
Wie weltfremd ist das denn nun wieder? Das gibt es echte Probleme, wie z. B. das Leitungsnetz und Tennet und nun so ein Schildbürgerstreich.

Herr Rösler bitte Machtwort sprechen!!!

43. | Frank Scholten | 16.08.2012 | 09:00 Uhr
Weltfremd


„Als tödlich für das Pumpspeicherkraftwerk könnte sich jedoch die Oberflächenwasserabgabe erweisen, also die Gebühr für die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern.“
Wie weltfremd ist das denn nun wieder? Das gibt es echte Probleme, wie z. B. das Leitungsnetz und Tennet und nun so ein Schildbürgerstreich.

Herr Rösler bitte Machtwort sprechen!!!

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