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Panorama

24. April 2014 | 13:43 Uhr

Prozess um Geschäft in Glinde - Keine Einigung im Streit um Thor-Steinar-Laden

vom

Prozess im Streit um den Thor-Steinar-Laden in Glinde: Eine Entscheidung lässt weiter auf sich warten. Der Betreiber weist den Vorwurf zurück, er habe den Vermieter über das Sortiment getäuscht.

Lübeck | Im Rechtsstreit um die Räumung eines Thor-Steinar-Ladens in Glinde im Kreis Stormarn steht weiter Aussage gegen Aussage. Ein Zeuge sagte am Donnerstag vor dem Lübecker Landgericht aus, der Vermieter sei vor Vertragsabschluss ausdrücklich auf das Verkaufssortiment hingewiesen worden. Der Zeuge ist für die Anmietung von Ladenflächen für den Betreiber zuständig. Der Vermieter dagegen bestreitet, dass er darauf hingewiesen wurde und wirft der Firma arglistige Täuschung vor. In dem Laden wird ausschließlich Bekleidung der von Rechtsextremisten bevorzugten Marke Thor Steinar verkauft.
Als der Vermieter das merkte, hatte er der Firma gekündigt. Weil die jedoch auf Erfüllung des bis 2015 abgeschlossenen Mietvertrages besteht, streiten die Parteien seit März vor der 17. Zivilkammer des Landgerichts.
Auf mögliche Tumulten sei hingewiesen worden
Die Mieterin, eine Textilhandelsfirma aus Mittenwalde in Brandenburg, habe ausdrücklich auf das geplante Sortiment des Geschäftes hingewiesen, sagte der Zeuge am Donnerstag. "Wir haben das unter dem Punkt Mietzweck durch unseren Anwalt in den Mietvertrag schreiben lassen. Außerdem haben wir allen Vertragsexemplaren eine schriftliche Belehrung beigefügt, in der das Sortiment genau beschrieben wird und auch auf mögliche Tumulte vor dem Laden hingewiesen wird", sagte der 54-Jährige, der nach eigenen Angaben als freier Mitarbeiter Ladenflächen für den Firmenverbund akquiriert.
Der Vermieter und seine Familie sagen jedoch, ihnen sei ein Ansichtsexemplar des Mietvertrages vorgelegt worden, in dem der Markenname Thor Steinar an keiner Stelle erwähnt wurde. Dieses Ansichtsexemplar ist jedoch verschwunden. Die Ehefrau des Vermieters hatte am vorigen Verhandlungstag die Vermutung geäußert, ein Vertreter der Firma habe den Entwurf verschwinden lassen, um den Schwindel zu verschleiern.
Gütliche Einigung weiter abgelehnt
Das wies der Zeuge am Donnerstag entschieden zurück. Er und zwei Kollegen seien am Tag der Vertragsunterzeichnung mit drei identischen Vertragsexemplaren nach Glinde gefahren. Ein als "Entwurf" gekennzeichnetes Exemplar habe er dem Vermieter und seiner Familie zum Studium gegeben. "Nach etwa zwei Stunden sind wir wieder gekommen. Die Vermieter hatten keine Fragen, sondern haben gleich unterschrieben", sagte der Zeuge. Anschließend habe er das für den Mieter bestimmte Vertragsexemplar mitgenommen. "Wo der Entwurf geblieben ist, weiß ich nicht", sagte er.
Eine gütliche Einigung lehnen die streitenden Parteien weiter ab. Wann eine Entscheidung verkündet werden soll, steht noch nicht fest.

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von dpa
erstellt am 13.Okt.2012 | 12:10 Uhr

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01. | Andreas Hansen | 12.10.2012 | 07:10 Uhr
Rechtsextremiste bevorzugen Marke Thor Steinar ?

Seid bekannt wurde, dass die Marke Thor Steinar an ein arabischen Investor verkauft wurde, kauft doch kein Rechter mehr dort.

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