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Panorama

23. Dezember 2014 | 01:05 Uhr

Steinbergkirche : Jugendlicher hortet Sprengstoff-Chemikalien

vom

Ein 18-Jähriger bastelte Knallkörper im Elternhaus: 20 Kilogramm brisante Chemikalien haben Ermittler in Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg) entdeckt.

Steinbergkirche | Großeinsatz für den Kampfmittelräumdienst in Steinbergkirche im Kreis Schleswig-Flensburg: Ein Jugendlicher hatte dort nach Anleitungen aus dem Internet Sprengstoff zusammengemischt. Die Ermittler entdeckten bei ihm 20 Kilogramm Chemikalien und bereits fertig gemixte Sprengstoffe. "Das Laborat war so brisant, dass es nicht gefahrlos abtransportiert werden konnte", erklärte Verena Kalus, Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) in Kiel.
Die Männer des Kampfmittelräumdienstes mussten es auf einer freien Fläche unweit des Hauses kontrolliert zur Explosion bringen. Das dauerte bis spät in den Abend. Der Einsatz hatte gegen 16.30 Uhr mit der Durchsuchung eines Einfamilienhauses begonnen. Nach dem Fund ließ die Polizei sofort die Straße sperren und umliegende Häuser evakuieren. Gemeindewehrführer Klaus Jürgensen: "Wir wurden mit einem stillen Alarm informiert."

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"Es war die Freude am Experimentieren"

Das Feuerwehrgerätehaus wurde zur Kommandozentrale für die Experten des Kampfmittelräumdienstes umfunktioniert. Nach sh:z-Informationen handelt es sich bei dem Sprengstoff-Mischer um Jan H., er ist 18 Jahre alt und lebt noch bei seinen Eltern. Wie die Polizei ihm auf die Spur kam, ist noch unklar. Auch ein zweites Haus im Ort wurde noch am Abend durchsucht. Einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe es nach aktuellem Wissen nicht, sagte die LKA-Sprecherin. "Es war die Freude am Experimentieren mit Sprengstoffen."
Die Lust am großen Knall begeistert etliche Jugendliche. Meist mischen sie Stoffe zusammen, die schon bei Raumtemperatur Kristalle bilden, die extrem schlag- und wärmeempfindlich sind und eine Detonationsgeschwindigkeit von 5,2 Kilometern pro Sekunde haben. Es gibt ein Schulungsvideo der Polizei, das einen anderen Fall dokumentiert. Es zeigt einen Jungen, der eine Flasche mit dem Sprengstoff schüttelt - wobei er sich selbst gefilmt hat. Die durch das Schütteln ausgelöste Explosion ist gewaltig, reißt ein Loch in das Dach des Elternhauses. Der Junge verliert eine Hand.

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erstellt am 12.Dez.2012 | 06:49 Uhr

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