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Panorama

20. August 2014 | 10:46 Uhr

Schadensersatz für "Hells Angels" : Es gab keinen anderen Weg

vom

Eine Garantie, den vermissten Tekin Bicer tot im Fundament einer Lagerhalle zu finden, gab es nie. Hätte man gar nicht erst anfangen sollen zu graben? Ein Kommentar von Eckard Gehm.

Kiel | Der Steuerzahler muss den verbotenen Kieler "Hells Angels" eine Lagerhalle bezahlen, die von der Polizei abgerissen worden ist. Fragen sind da erlaubt, die Antworten jedoch ernüchternd: Es gab keinen anderen Weg.
Zugegeben, aus heutiger Sicht betrachtet, erscheint die Glaubwürdigkeit des Kronzeugen, der die Ermittler zur Halle in Altenholz führte, zweifelhaft. Nachweislich hat der Rocker-Aussteiger gelogen, als er den Ermittlern des Bundeskriminalamts auftischte, Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle hätten in Kiel Waffen gekauft. Und ja, es gab die behördliche Warnung, ihn nicht mehr als V-Mann zu engagieren.
Doch das Kieler Landeskriminalamt hätte gar nicht anders handeln können. Nachdem der Kronzeuge seine Aussage gemacht hatte, musste die Polizei nach der Leiche suchen. Eine Garantie, Tekin Bicer zu finden, gab es nie. Aber hätte man deswegen gar nicht erst anfangen sollen zu graben?
Dabei wurde die Halle, in der Tätowierbedarf gelagert war, komplett abgetragen. Auch das war konsequent, weil nicht auf halber Strecke aufgegeben wurde. Nun wird also Schadensersatz gezahlt. Wen das schmerzt, der sollte darüber nachdenken, wie sehr es den Rechtsstaat ehrt. Er befolgt seine Gesetze. In diesem Fall ist der Eigentümerin der Halle, der Lebensgefährtin eines Kieler "Hells Angels", durch den Polizeieinsatz Unrecht widerfahren. Sie hat ein Recht auf Schadensersatz.
Sicher ist, dass die Ermittler weiter nach dem verschwundenen türkischen Familienvater suchen werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er tot. Wie ein Damoklesschwert hängt dieser Fall deshalb weiter über den "Hells Angels", was jeden ihrer Schritte beschwerlich machen dürfte.

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von Eckard Gehm
erstellt am 28.Feb.2013 | 10:51 Uhr

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01. | mir reichts | 27.02.2013 | 13:01 Uhr
nöö Herr Gehm

hätte man nicht. Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, daß das ganze ne Ente ist.
Herr Stahl hat Recht, Politiker wollten Fakten schaffen wo keine sind,
Der ganze Aufwand hat einem Unbeteiligten aufgrund des Rufmordes das Leben gekostet (der zu Unrecht verdächtigte Werkstattbesitzer des Folterraumes hat sich das Leben genommen, weil ihm durch die Hetzkampagne auch in den Medien seine Lebensgrundlage zerstört wurde) und die Staatsanwaltschaft hat alle Warnungen
betreffs des Zeugen außer Acht gelassen. Und wieso, auf welcher Grundlage behaupten Sie das der Vermißte wohl Tod ist? Es gibt keine Leiche, vielleicht sitzt er ja doch in der Türkei und raucht seine Shisha zum Tee.

02. | Flöten Spiel | 27.02.2013 | 08:31 Uhr
...

Es gab keinen anderen Weg? Die Glaubwürdigkeit des Zeugen ist nicht erst jetzt unglaubwürdig. Die Unglaubwürdigkeit des Zeugen wurde bereits von zahlreichen LKA´s VOR dem Abriss der Lagerhalle festgestellt, und andere LKAs im Land vor Aussagen
dieses Zeugen gewarnt.Nicht nur die Warnung ihn nicht als V-Mann zu engagieren, sondern es wurde schriftlich niedergehalten, dass dieser Kerl von hinten bis vorne nur Lügen erzählt. Und trotzdem hat die Polizei UND die Zeitungen immer wieder behauptet, der Zeuge wäre mal sowas von glaubwürdig. Es gab zu diesem Herren ein Informationsschreiben von einem LKA. Sich jetzt hinstellen und sagen: ja jetzt...jetzt ist es klar dass er unglaubwürdig ist, aber man konnt ja nix anderes machen bla bla....ist pure Ausrede. Die gleiche Nummer (Abwasserkanal) hat der Zeuge schonmal abgezogen. Es gibt genügend Geräte mit denen man menschliche Überreste selbst unter meter dickem Beton aufspüren kann. Dazu hätte man nicht die ganze Halle abreissen müssen. Und dass "dieser Fall" wie ein Damoklesschwert hängt ist vielleicht Wunschdenken. Es gibt im Bereich HAMC keinen "Fall Bicer". Und die Steuergeldverschwendungen hören mit der Halle nicht auf, die gehen fleissig weiter. Anders ist es nicht zu erklären, warum u.a.
Mannschaftswagen der Polizei einen Trauerzug des HAMCs, der auf dem Weg zu einem Friedhof war um einen Clubkameraden zu ehren, anhalten und unter dem Vorwand einer "Verkehrskontrolle" dort schwer bewaffnet herumstehen müssen. Auch das kostet Geld. Sinnloserweise. Die Halle abzureissen war einfach nur der kleine Hoffnungsschimmer, "endlich" mal was handfestes in die Finger zu kriegen. Behaupten tun die Behörden viel, aber nie konnte irgendwas bewiesen werden. nun hatten sie einen zeugen, dass wäre DIE Sensation gewesen. Und wieder mal: Nix.

Der HAMC existiert weiter, da kann verboten werden was will.

03. | Gerhard Stahl | 27.02.2013 | 07:44 Uhr
Es gab "einen" anderen Weg.

Der Staat hat zahlreiche Mittel, um Verbrechen aufzuklären.
V-Leute. Abhörgeräte. Durchsuchungen. Beschlagnahme. Haft.
.
Am Anfang dieser TEIL-Geschichte steht das Versagen des Staates,vertreten durch
Polizei, Staatsanwaltschaft und den bisher beteiligten Gerichten,
d e n n :
-
ganz offenbar war ein schneller werbewirksamer Erfolg angepeilt,
- Grundsätze der Ermittlungsarbeit wurden mit Füßen getreten,
- "politischer Wille" ist erkennbar, CDU & SPD reden / redeten Unfug.
u n d :
im Nachgang zu dieser eben "TEIL-Story" kann man als Aussenstehender nur
sagen : PEINLICH, was Behörden(vertreter) ablassen.
Frauen werden, folgt man den Ausführungen in Medien und anderen LKAs
vonb den HA als BESITZ betrachtet. Wenn dem so ist, befindet sichg die
Eigentümerin des "rotten Grundstück" in : GEISELHAFT !
.
Verstehste, was ich meine ?
.

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