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30. August 2014 | 06:11 Uhr

Facebook und WhatsApp : Weichert: „Am schlimmsten ist die Kombination“

vom

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert warnt vor der Kombination aus Facebook und WhatsApp. Die Datensammler speichern immer mehr Details aus den Profilen - und nutzen sie für den Verkauf gezielter Werbung. Weichert empfiehlt, die Dienste komplett zu meiden.

Wer ist aus Sicht des Datenschutzes eigentlich schlimmer - Facebook oder WhatsApp?
Am schlimmsten ist die Kombination aus beiden. Sie speichern sowohl die Metadaten der Kommunikation, also mit wem man wann geschrieben hat, als auch die Inhalte. Wenn das zusammen geführt wird, kommt ein noch größerer Datensatz zustande. In den USA verhindert keine gesetzliche Regelung, dass Facebook und WhatsApp diese Daten dann auch speichern und nutzen. Dabei haben viele Nutzer sich ja gerade bei WhatsApp angemeldet, um nicht mehr bei Facebook alles preiszugeben.

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Was kann Facebook von mir sehen - was WhatsApp?
Facebook sieht alles. Und WhatsApp sieht auch alles: Wer Kommunikationspartner ist und die Inhalte. Bei Facebook wissen wir, dass es diese Daten auch nutzt. Von WhatsApp war das noch nicht bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass es so kommen wird.

Was machen die Firmen denn mit den Daten? Werden sie verkauft?
Nein, die sitzen auf diesen Daten und nutzen sie aus. Sie verkaufen dann Werbung, die auf Profilen basiert. Der Zusammenschluss macht auch den Zugriff durch die NSA noch einfacher.

Muss ich mich jetzt in eine einsame Höhle zurückziehen, wenn ich anonym bleiben möchte?
Man sollte die beiden Dienste meiden und auf europäische Dienste zurückgreifen.  Der Schweizer Dienst „Threema“ scheint erheblich datenschutzkonformer zu sein. Wir haben aber den Quellcode nicht explizit geprüft. Eine Empfehlung kann ich also nicht aussprechen. Die direkte Empfehlung ist aber, auf deutsche oder europäische Seiten auszuweichen und sie den Freunden und Bekannten in Übersee zu empfehlen.

Welche Online-Plattformen und Apps nutzen Sie privat?
Privat keine. Dienstlich schon, das muss ich ja. Aber privat habe ich kein Smartphone, sondern ein GSM-Handy. Online kommuniziere ich nur per Email.

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von Mira Nagar
erstellt am 20.Feb.2014 | 11:33 Uhr

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01. | Frank W. | 21.02.2014 | 08:45 Uhr
@Thomas Kuttich

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Ich habe doch beschrieben was ich mit Werbepost mache die ich hin und wieder unerwünscht erhalte.
Wenn Sie sich in der robinsonliste nicht eintragen können dann liegt das doch an Ihnen, bei mir hat es jedenfalls geklappt, und es funktioniert nach Jahren immer no0ch.

02. | Ralf Nelles | 21.02.2014 | 08:22 Uhr
Ralle

Ich hab kein WhatsApp und kein FB und lebe sehr gut damit. Nützen tut es dennoch nichts. Belustigend finde ich das Herr Weichert auf europäische Dienste verweist. Alle sammeln sie Daten, alle nutzen sie diese und erstellen Profile und dank dem Staat der selbst gerne Daten sammelt und vorratsdatenspeichert wird jeder früher oder später bekannter sein als er glaubt. Aber gut, die Politik erzählt ja auch dass die NSA ganz ohne Mithilfe der Europäer Daten sammelt. :D

03. | Fair Value | 21.02.2014 | 08:06 Uhr
schöne neue Welt

es wird noch soweit kommen, dass Bürger/innen, die Facebook/WhatsApp nicht nutzen, als potentielle Terroristen gelten.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die Nutzung von sozialen Netzwerken sowie
der Umgang mit "öffentlicher" Kommunikation bald auf den Lehrplänen der Schulen steht.

04. | Hans Stein | 21.02.2014 | 07:47 Uhr
Flötenspiel

Mal ´ne Frage.
Ich habe auf meinem Smartphone einige vorinstallierte Apps, die ich wegen der Datenverknüpfungen nicht haben will. Die kann ich aber nicht löschen, jedenfalls kommt sinngemäß der Hinweis, dass das System dadurch Schaden erleiden könnte. Wenn ich dennoch lösche, kommt der Hinweis, dass das nicht möglich ist. Ich will aber Fratzenbuch, whats app, cloud und den ganzen Mist nicht haben.

Wie kriege ich die Apps weg? Auf dem PC ist es einfacher, Programme zu deinstallieren.

05. | Thomas Kuttich | 21.02.2014 | 06:25 Uhr
Am schlimmsten ist...

... Weichert, der zu jedem Mist was absondern muss! @Frank W. : Robinson - Liste, brüll... Nun sind Sie aber voll gesichert, ich bin begeistert... Träumer.

06. | Frank W. | 20.02.2014 | 16:54 Uhr
Mensch Meier, bin ich altmodisch

Ich bin weder bei Fratzbook noch bei watt ist ab.
Ich bin in der Robinsonliste eingetragen, das klappt ganz gut mit unerwünschter Werbeflut, falls sich doch mal was zu mir verirrt stecke ich die Briefe/den Brief in einen DIN A4-Umschlag und schicke den unfrei an den Versender zurück, ich bekomme keine zweite Werbung von denen.
eMail-Werbung landet im Spamfilter, die Absender werden trotzdem sofort gesperrt.

07. | Flöten Spiel | 20.02.2014 | 14:41 Uhr
....

Und ich kenn sie auch demnächst, wenn sie dann als potentieller Kunde auf Facebook aufgeführt werden.
Und dann werden mich so einige hier mal kennenlernen.

08. | A CL | 20.02.2014 | 14:39 Uhr
selbst als Außenstehender ist man bei Whatsapp bekannt...

Am schlimmsten für mich als weder Fratzenbuch noch Whatsapp Nutzer finde ich, dass bei Whatsapp mein Name und meine Handynummer schon bekannt sind.
Einige meiner Freunde nutzen Whatsapp und durch den automatischen Kontaktabgleich weiß whatsapp sofort bescheid...

Brave new world.

09. | Flöten Spiel | 20.02.2014 | 12:37 Uhr
...

Machen Sie sich keine Sorgen.
WhatsApp wird sie zukünftig bestens beraten.

Tragen Sie billiges MakeUp? WhatsApp empfiehlt ihnen Alternativen.
Haben Sie Akne? WhatsApp empfiehlt die besten reinigungslotions & cremes.

Streiten sie sich mit ihrem freund am telefon? WhatsApp empfiehlt ihnen die besten partnerbörsen.


Klingt lustig, ist es aber nicht.
Denn Fakt ist, dass WhatsApp Telefongespräche mitschneiden und zugriffsrechte auf ihre Kamera im Smartphone besitzt.

Dies (und 99% aller anderen "Rechte" dieser App) lässt sich nicht deaktivieren.

10. | Claude Bruhn | 20.02.2014 | 11:53 Uhr
Gezielte Werbung...

Wunderbar, auf mich zugeschnittene Werbung zu erhalten und nicht immer diese Viagra-Angebote und oder die Millionen-Dollar-Deals aus Afrika...!

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