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22. Dezember 2014 | 15:50 Uhr

Facebook und WhatsApp : Weichert: „Am schlimmsten ist die Kombination“

vom

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert warnt vor der Kombination aus Facebook und WhatsApp. Die Datensammler speichern immer mehr Details aus den Profilen - und nutzen sie für den Verkauf gezielter Werbung. Weichert empfiehlt, die Dienste komplett zu meiden.

Wer ist aus Sicht des Datenschutzes eigentlich schlimmer - Facebook oder WhatsApp?
Am schlimmsten ist die Kombination aus beiden. Sie speichern sowohl die Metadaten der Kommunikation, also mit wem man wann geschrieben hat, als auch die Inhalte. Wenn das zusammen geführt wird, kommt ein noch größerer Datensatz zustande. In den USA verhindert keine gesetzliche Regelung, dass Facebook und WhatsApp diese Daten dann auch speichern und nutzen. Dabei haben viele Nutzer sich ja gerade bei WhatsApp angemeldet, um nicht mehr bei Facebook alles preiszugeben.

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Was kann Facebook von mir sehen - was WhatsApp?
Facebook sieht alles. Und WhatsApp sieht auch alles: Wer Kommunikationspartner ist und die Inhalte. Bei Facebook wissen wir, dass es diese Daten auch nutzt. Von WhatsApp war das noch nicht bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass es so kommen wird.

Was machen die Firmen denn mit den Daten? Werden sie verkauft?
Nein, die sitzen auf diesen Daten und nutzen sie aus. Sie verkaufen dann Werbung, die auf Profilen basiert. Der Zusammenschluss macht auch den Zugriff durch die NSA noch einfacher.

Muss ich mich jetzt in eine einsame Höhle zurückziehen, wenn ich anonym bleiben möchte?
Man sollte die beiden Dienste meiden und auf europäische Dienste zurückgreifen.  Der Schweizer Dienst „Threema“ scheint erheblich datenschutzkonformer zu sein. Wir haben aber den Quellcode nicht explizit geprüft. Eine Empfehlung kann ich also nicht aussprechen. Die direkte Empfehlung ist aber, auf deutsche oder europäische Seiten auszuweichen und sie den Freunden und Bekannten in Übersee zu empfehlen.

Welche Online-Plattformen und Apps nutzen Sie privat?
Privat keine. Dienstlich schon, das muss ich ja. Aber privat habe ich kein Smartphone, sondern ein GSM-Handy. Online kommuniziere ich nur per Email.

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von
erstellt am 20.Feb.2014 | 11:33 Uhr

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