IHRE SONNTAGSZEITUNG

Kater musste eingeschläfert werden
Sechs Katzen im Pappkarton ausgesetzt
Noch ist der weiße Kater lebendig, aber sichtlich von Krankheit gezeichnet. Die beiden jungen Kätzchen gucken verängstigt und sind nach Angaben des Tierschutzes völlig verwahrlost. Foto: sh:z
Niebüll. Es war ein grausiger Fund, den eine Biologin in der vergangenen Woche in Süderlügum (Kreis Nordfriesland) machte. Nachdem sie ihr Auto abends in einem abgelegenen Seitenweg geparkt hatte, fiel ihr ein großer Pappkarton auf, in dem sechs Katzen (drei erwachsende und drei Jungtiere) saßen. Ein weißer Kater lag lethargisch auf dem Boden des Kartons, die anderen versuchten teilweise, aus ihrem Gefängnis auszubrechen.
So berichtet es Gesche Iben-Hebbel vom Tierschutz Niebüll, die die Biologin nach ihrer Entdeckung gegen 21.45 Uhr informierte. "Vereinsmitglieder von uns brachten die Katzen umgehend zum Tierarzt. Doch für den weißen Kater konnte er nichts mehr tun. Das Tier musste eingeschläfert werden", so Iben-Hebbel. Alle Katzen seien verwahrlost und voller Parasiten gewesen. Der Kater habe zudem an einer Infektion gelitten und sei "einfach rott" gewesen.
Anzeige bei der Polizei erstattet
"Anscheinend war die Besitzerin nie mit den Katzen beim Tierarzt, hat sie keiner Flohkur unterzogen. Das ist wirklich Tierquälerei. Die Katzen dann noch in einem Karton irgendwo in der Gegend abzustellen, ist die Spitze", sagt die Tierschützerin.
Doch die Tat hat Konsequenzen: Iben-Hebbels Angaben zufolge trug der Pappkarton einen Adressaufkleber, der Hinweise auf die Täterin gibt. Der Tierschutz Niebüll hat inzwischen bei der Polizei Anzeige erstattet. Was Iben-Hebbel zudem entsetzt: "Die Dame, die die Katzen vermutlich ausgesetzt hat, hat auch noch andere Tiere in ihrer Obhut."
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Ich bin einfach nur sprachlos. Wie können Menschen nur so mit Lebewesen umgehen. Mir kommen die Tränen. Es fehlen mir die Worte. Hoffentlich wird diese Person ausfindig gemacht. Man sollte es auch mit ihr machen....