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St. Marien in Lübeck
Kirchenbesuch kostet ab Montag Geld
Das veranschlagte Eintrittsgeld für einen Besuch in der Lübecker Innenstadtkirche soll die Gemeindekasse aufbessern.
Lübeck. Wer die Lübecker Innenstadtkirche St. Marien kostenlos besuchen will, muss sich beeilen. Ab Montag kostet der Eintritt zwei Euro. Dafür sollen die Besucher ein kleines mehrsprachiges Heft mit Informationen über die schmucke Backsteinkirche bekommen. Studierende, Hartz-IV-Empfänger und Besucher in Touristengruppen zahlen 1,50 Euro. Dieser Plan hatte im vergangenen Sommer bereits für große Empörung gesorgt. Vor allem der Eintritt für Kinder und Jugendliche war auf Kritik gestoßen - auch bei Bischöfin Maria Jepsen. Im November hatte die Gemeinde eine überarbeitete Gebührenliste vorgestellt, nach der Kinder und Jugendliche freien Eintritt haben. Auch wer die Kirche zum Gebet aufsucht, muss nicht zahlen.
Hintergrund der Maßnahme sind die schwindenden Einnahmen der Gemeinde. Nach eigenen Angaben werden nur 17 Prozent der Kosten von Kirchensteuern gedeckt, der Rest durch Vermietungen, Veranstaltungen und Spenden aufgebracht.
Auch andere Gemeinden nehmen Eintritt für den Kirchenbesuch: In Berlin kostet ein Dombesuch fünf Euro. Zum Ulmer Münster ist der Eintritt frei, allein die Besteigung des höchsten Kirchturms der Welt kostet vier Euro. Für die Fahrt auf den Turm verlangt auch St. Petri in Lübeck Geld: drei Euro. Auch die Aussicht vom Hamburger Michel kostet 3,50 Euro. Der Besuch der Kirche ist aber umsonst.








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