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Metal-Festival: Wacken Open Air

05. Dezember 2016 | 09:37 Uhr

WOA 2016 : Wacken Open Air - harter Sound für Kinderohren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alt und Jung feiern friedlich zusammen – auf dem WOA-Gelände trifft man ab und zu auch Familien mit Kindern. Haben die Kleinen wirklich Spaß?

Wacken | Der fünfjährige Marc trägt große schwarze Wacken-Kopfhörer. Er weiß gar nicht, wo er zuerst hinschauen soll. „Es ist ein einziger großer Spielplatz für ihn“, sagt Mutter Joana. Marc ist bereits zum zweiten Mal auf dem Wacken Open Air. Die Familie lebt auf Mallorca und ist am Mittwoch extra wieder für das Festival angereist. Marc sei ein bisschen müde, gibt seine Mutter zu. Sobald er jedoch etwas Süßes bekommt, geht es ihm besser.

Auch Nicolas trägt die großen Lärmschutzkopfhörer. Der Vierjährige streift vormittags mit Mutter Anni und Oma Silvia durch das Wackinger Village. Schwertkampf, mittelalterliche Gestalten, Musik – alles spannend für den kleinen Mann. Für den Ernstfall hat die Familie vorgesorgt: Nicolas trägt ein gelbes Bändchen ums Handgelenk, auf dem sein Name und die Handynummern der Eltern notiert sind. Falls der Kleine verloren geht, könne er das Bändchen vorzeigen. Als Service könnten sich die Eltern vorstellen, dass es das standardmäßig für Kinder an der Bändchenausgabe gibt. Und einen Spielplatz würden sie sich wünschen. „Es muss ja nichts Aufwändiges sein“, sagt Mutter Anni.

Nicolas ist zum ersten Mal auf dem Festival. Das Zelten macht ihm richtig Spaß. Er solle gleich mit dem WOA groß werden, sagt Mutter Anni. Denn die Eltern sind definitiv nicht das letzte Mal hier. Mit einem Kind aufs Festival fahren, funktioniert ihrer Ansicht aber nur, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Für den Vierjährigen heißt es nämlich spätestens gegen neun Uhr: Ab ins Zelt. „Und heute sind die Männer dran und passen auf", sagt Oma Silvia. Und die Frauen können aufs Gelände zum Feiern. Im Gegensatz zu den beiden Jungs ist Joan schon „richtig alt“ bei ihrem ersten Wacken-Besuch. Die Zwölfjährige ist gemeinsam mit Mutter Lorena, Papa Rüdiger und Schwester Justine auf dem Festival unterwegs. Ihr fehlt es an nichts. Highlight der letzten Tage: Eine Schlammschlacht mit den Nachbarn auf dem Campingplatz.

Der Veranstalter weist auf der Wacken-Homepage darauf hin, dass Kinder auf dem Festival generell nicht verboten sind. Dennoch appellieren sie an die Vernunft der Eltern, die Kinder nicht mitzunehmen. „Klar ist es schöner, Wacken als Familie genießen zu können, doch ist dies für Kinder nicht die beste Erfahrung, die sie machen“, ist dort weiter zu lesen. Ab 13 Jahren wird der volle Eintrittspreis fällig.
 

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erstellt am 06.Aug.2016 | 11:27 Uhr

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