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Metal-Festival: Wacken Open Air

08. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

Wacken Open Air 2016 : Wacken ist auf jedes Wetter „optimal vorbereitet“

vom

Nach Festival-Absagen und Schlammschlacht auf dem Hurricane sagt Veranstalter Holger Hübner, dass das Wacken Open Air auf alles vorbereitet sei.

Wacken | Alle Neuigkeiten, Hintergründe und Bands, das Lineup, das Wacken-Wetter, Videos und vieles mehr gibt es auf unserer Themenseite zum WOA 2016.

Viele Festivalbesucher hatten dieses Jahr Pech: Das Southside wird abgesagt, weil Besucher bei einem Unwetter verletzt wurden und das Hurricane versank in Wasser und Schlamm. Die Umstände bei Rock am Ring waren besonders dramatisch, es gab Blitzeinschläge, mehr als 80 Besucher wurden verletzt, zwei mussten sogar reanimiert werden.

Beim Wacken Open Air hatten die Metal-Fans schon letztes Jahr mit Regen und Schlamm zu kämpfen. Ein bisschen Wasser und Dreck lassen sich oft nicht vermeiden und stören einen Norddeutschen eigentlich nicht und einen Metalhead schon gar nicht. Aber was, wenn es dieses Mal in Wacken so heftig gewittert wie am Ring? shz.de hat sich bei den Veranstaltern erkundigt, wie das Wacken Open Air sich auf potenzielle Unwetter vorbereitet.

Holger Hübner, Gründer und Veranstalter des Wacken Open Air, versichert, dass das Festival sich mit verschieden Szenarien beschäftigt und das auch schon immer getan hat. Die zeigt sich auch in den Sicherheitskozepten, die von Jahr zu Jahr kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Die Komfortgrenze ist erreicht – Festivalbesucher machen das Beste daraus.
Wacken 2014: Die Komfortgrenze ist erreicht – Festivalbesucher machen das Beste daraus. Foto: imago
 

Um möglichst schnell auf Wetterprognosen reagieren zu können, wurde vor fünf Jahren eine amtliche Wetterstation in Wacken eingerichtet. So gibt es immer zuverlässige Vorhersagen für den Veranstaltungsort. Das Festival arbeitet außerdem mit einem meterologischen Dienst zusammen, der die Veranstalter über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden hält. Das Wetter wird also fest im Auge behalten.

Berichte vom Southside oder Rock am Ring könnten dem einen oder anderen Festivalbesucher Sorgen bereiten. Wir wollten wissen, wie es bei den Veranstaltern aussehe. Hübner stellt klar, dass es einen wichtigen Unterschied gebe, zwischen „sich Sorgen machen“ und „Angst haben“. Natürlich mache man sich als Veranstalter immer Sorgen, ob alles so klappe, wie man es sich vorstellt. Angst um das Wacken Open Air habe man aber nicht. „Wir sind optimal vorbereitet und kennen aus unserer 27-jährigen Erfahrung diverse Wettersituationen und wissen mit diesen umzugehen. Unsere Crew ist erfahren und unsere Konzepte ausgereift.“ Auch die langjährige Zusammenarbeit mit den Behörden sieht Hübner als Garant dafür, dass im Zweifelsfall die richtigen Entscheidungen zum Wohl der Besucher getroffen werden.

Schlechtes Wetter hatte das Festivalgelände in eine Schlammlandschaft verwandelt.
Schlechtes Wetter hatte das Festivalgelände in eine Schlammlandschaft verwandelt. Foto: Axel Heimken

Der Wacken-Gründer weist auch darauf hin, dass Blitzeinschläge beim Wacken Open Air statistisch sehr unwahrscheinlich sind, der Kreis Steinburg ist unter den Top 20 der blitzärmsten Städte in Deutschland. Der aktuelle Siemens Blitzatlas verzeichnet nur 0,5 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer im Jahr für die Region um Wacken. Trotzdem wird nichts dem Zufall überlassen, auch auf Unwetter mit Blitzen ist man vorbereitet. Hübner erinnert außerdem daran, das in Wacken das Campen am Auto erlaubt ist. Sollte es ein Gewitter geben, können sich Besucher schnell in ihren Wagen in Sicherheit bringen, die wie Faradaysche Käfige funktionieren und die Insassen schützen.

Schon im letzten Jahr seien die Festival-Veranstalter mit tagelangem heftigem Regen verhältnismäßig gut klar gekommen: Die ständige Arbeit an Gelände und Infrastruktur habe sich bezahlt gemacht und das Wasser floss vom Festival-Infield relativ gut ab. Momentan befinde man sich, laut Hübner, in einer Planungsphase für weitreichende Veränderungen. Von diesen sollen die Metal-Fans dann nächstes Jahr profitieren. „Für dieses Jahr haben wir unter anderem Befestigungsmaterial vorgelagert und die Möglichkeiten auf mobile Bodenschutzmaterialien zurückzugreifen, wenn wir diese benötigen.“

Trotz aller Voraussicht der Veranstalter liegt es natürlich auch am Besucher, wie sicher und gut ausgestattet er beim Festivalbesuch ist. Für Festival-Profis sollte es selbstverständlich sein: Für jedes Wetter packen! Als wichtigste Ausstattung nennt Hübner: Sonnencreme, geeignete Kopfbedeckung, festes Schuhwerk, Regenkleidung, Wechselkleidung, die trocken verstaut ist, und den Festival-Klassiker, der schon letztes Jahr des beste Freund des Metallers war: Gummistiefel.

Errichtung eines Schuhfriedhofs im Matsch. /Archiv
Errichtung eines Schuhfriedhofs im Matsch. /Archiv Foto: Axel Heimken
 

Die Gäste des Wacken Open Air erhalten zu Beginn des Festivals außerdem den sogenannten „Full Metal Bag“, einen Beutel der Festival-Must-Haves enthält. So sind die Besucher auf jeden Fall mit wichtigen Utensilien wie zum Beispiel einem Regenponcho, Ohrstöpseln, einer faltbaren Wasserflasche und einem Pflasterset ausgestattet.

<p>Die Gäste des Wacken Open Air erhalten den „Full Metal Bag“ mit Merch und praktischen Utensilien, wie zum Beispiel einem Regenponcho, Ohrstöpseln, einer faltbaren Wasserflasche und einem Pflasterset.</p>

Die Gäste des Wacken Open Air erhalten den „Full Metal Bag“ mit Merch und praktischen Utensilien, wie zum Beispiel einem Regenponcho, Ohrstöpseln, einer faltbaren Wasserflasche und einem Pflasterset.

Foto: Wacken Open Air

Alle weiteren Informationen und Nachrichten zum Wacken Open Air finden Sie auf unserer Themenseite.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 19:03 Uhr

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