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Mensch des Jahres

27. März 2017 | 02:44 Uhr

Reimer Reimers : Ein Herz für Afrika

vom

Aus einer persönlichen Bekanntschaft wurde ein Hilfsprojekt für Sien in Burkina Faso. 260.000 Euro wurden seither in Sien investiert.

"Afrika hat mein Leben verändert", sagt Reimer Reimers und blickt lächelnd auf ein Foto, das ihn im Kreis afrikanischer Freunde zeigt. Seit 20 Jahren gehören das Dorf Sien und vor allem dessen Bewohner zu seinem Leben. Damals hätte er nicht daran gedacht, dass er je nach Afrika kommen würde.
1991, Reimer Reimers war Bürgermeister seiner Gemeinde, zog der ehemalige Entwicklungshelfer Branko Irek nach Aukrug. Dann kam es zu einer denkwürdigen Begegnung. Irek organisierte ein Treffen mit Kollegen und lud die damalige Botschafterin Burkina Fasos, Madame Sophie Soe, dazu ein. Als Repräsentant wurde Reimers dazugebeten. Der aus Sien stammenden Botschafterin gefiel es in Aukrug so gut, dass sie die Idee zur Partnerschaft hatte.
Nach einem Besuch in Westafrika beschloss die Aukruger Gemeindevertretung die Partnerschaft, die mittlerweile seit 17 Jahren besteht. Der Verein, dessen Vorsitzender Reimer Reimers ist, hat viel erreicht in den vergangenen Jahren. Das wichtigste Vorhaben war der Bau eines Staudamms und Regenrückhaltebeckens. Der Bau hat zu großen Veränderungen im Dorf geführt. Dadurch, dass nun praktisch ganzjährig Wasser verfügbar ist, kann sich das Dorf mit Gemüse versorgen und teilweise sogar etwas davon verkaufen. Auch in einigen Nachbardörfern hat der durch den Staudamm gestiegene Grundwasserspiegel zu deutlichen Verbesserungen geführt.
Finanziert wurde das Vorhaben durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ein weiteres Großvorhaben war der Bau von Schulklassen und drei Lehrerwohnungen. Die positive Entwicklung Siens zeigt sich auch in der Wertschätzung im eigenen Land. Neben Auszeichnungen von der Regierung wurde vor Kurzem sogar Elektrizität nach Sien gebracht.
Viel hat sich geändert in den Jahren der Partnerschaft zwischen Aukrug und Sien, zum Beispiel hat sich die Anzahl der Esel verdoppelt. Aber eines ist geblieben: die gegenseitige Wertschätzung der Menschen, die zu Partnern geworden sind. Die Herzlichkeit, die Reimer Reimers in Sien erleben durfte, hat sein Leben bereichert. Ganz besonders freut er sich darüber, dass die Aukruger Sien mittlerweile als Ortsteil der Gemeinde ansehen.

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erstellt am 28.Okt.2011 | 12:20 Uhr

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