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Regionales

23. März 2017 | 19:25 Uhr

Olympia 2016 in Rio : So schlagen sich die Sportler aus SH bei Olympia

vom

Der Olympia-Mittwoch heute mit Tennis-Star Angelique Kerber und Ruderer Lauritz Schoof: Eine Übersicht über die Zeitpläne der Olympioniken aus SH.

Sieben Athleten aus Schleswig-Holstein treten in Rio an - und könnten Medaillen für Deutschland holen. Wer es bisher wie weit geschafft hat und wann es sich lohnt, den Fernseher einzuschalten, sehen Sie in dieser Übersicht:

Lauritz Schoof (Doppelvierer):

Lauritz Schoof
Lauritz Schoof Foto: sh:z-Archiv

Der Rendsburger hat den Vorlauf bereits hinter sich gebracht. Im Doppelvierer mit Hans Gruhne, Karl Schulze und Philipp Wende ist er heute im A-Finale zu sehen. Zur Zeit liegen die Deutschen auf Platz sechs.

Sein Programm für heute in der Übersicht (alle Zeitangaben in deutscher Zeit):

B-Finale 10. August, 15.10 Uhr
A-Finale 10. August, 15.22 Uhr

Lauritz Schoof hat als Sportler schon viel erreicht: Europameister, Weltmeister – und als Krönung Olympia-Sieger. Am 3. August 2012 gewann der Rendsburger mit dem deutschen Doppelvierer auf dem Dorney Lake vor den Toren Londons olympisches Gold. Nach einer Auszeit im Jahr 2014 kehrte der Medizin-Student 2015 in den Doppelvierer zurück und wurde im selben Jahr bei den Titelkämpfen im französischen Aiguebelette gemeinsam mit Karl Schulze, Philipp Wende und Hans Gruhne Weltmeister. Die Vorbereitung verlief allerdings nicht ganz störungsfrei. Erst vor dem Weltcup-Finale in Posen Mitte Juni kehrte Gruhne ins Team zurück und ersetzte Tim Grohmann, den Schlagmann aus dem Gold-Boot von 2012. Doch die Maßnahme fruchtete. Nach zuvor vielen enttäuschenden Rennen wurde der Doppelvierer in Posen Zweiter.

 

Angelique Kerber aus Kiel (Tennis):

 

Angelique Kerber zieht durch ein überzeugendes 6:0, 7:5 gegen die Australierin Samantha Stosur ins olympische Viertelfinale ein.

So geht es weiter:

Damen-Einzel, Viertelfinale 10. August, 15.45 Uhr
Damen-Einzel, Halbfinale 11. August, 17.00 Uhr
Damen-Einzel-Finale 13. August, 17.00 Uhr

Angelique Kerber ist Deutschlands unumstrittene Tennis-Königin. Sie hat in diesem Jahr für viel Furore gesorgt und sich mit dem Triumph bei den Australian Open endgültig in der Weltspitze etabliert. Ein noch größerer Coup blieb der Kielerin verwehrt, als sie nach einem mitreißenden Auftritt das Wimbledon-Finale gegen Serena Williams verlor. Trotz der Niederlage überwog bei der 28-Jährigen der Stolz. „Jetzt lege ich erstmal ein paar Tage den Schläger aus der Hand, dann greife ich wieder an“, sagte die Weltranglisten-Zweite damals schon mit Blick auf die Sommerspiele in Rio: „Eine olympische Medaille war schon immer mein Kindheitstraum“, meinte Kerber. Allerdings warnte sie auch vor zu hohen Erwartungen. „Ich werde nicht bei jedem Turnier im Finale stehen können.“ Auf der Anlage im Barra Olympic Park wird auf Hartplatz gespielt. Genau auf diesem Belag hat Kerber Ende Januar das Grand-Slam-Turnier in Melbourne gewonnen.

Look who I met at the opening ceremony! Hi @serenawilliams! Good to see you #olympia2016 #rio

Ein von Angelique Kerber (@angie.kerber) gepostetes Foto am

 

Paul Kohlhoff und Carolina Werner aus Kiel (Segeln):

 

Der 20-jährige Steuermann und die 22-jährige Vorschoterin sind Mittwoch im Mixed-Katamaran unterwegs.

Das ist der Zeitplan:

1. Rennen 10. August, 18.05 Uhr

Paul Kohlhoff und Carolina Werner wurden schon als die „Wunderkinder“ des deutschen Segelsports gefeiert. Der 20-jährige Steuermann und seine 22-jährige Vorschoterin sind im Mixed-Katamaran Nacra 17 als letztes Segel-Team vom DOSB für Rio nachnominiert worden. Die jüngste Crew der zwölfköpfigen Segel-Mannschaft war der Shooting-Star im vergangenen Jahr in der neuen olympischen Bootsklasse. Platz fünf bei der WM und Vierte bei der olympischen Testregatta in der Guanabara Bucht machten das Duo vom Kieler Yachtclub (KYC) zu „Seglern des Jahres 2015“. Anfang des Olympia-Jahres musste das Team allerdings sportliche und gesundheitliche Rückschläge einstecken. Das Ticket nach Rio war „futsch“. Erst mit der allerletzten Qualifikationschance beim Weltcup vor Weymouth gelang den Youngstern mit Platz zwei ein furioses Comeback. Der Lohn, die Nachnominierung und die Erfüllung ihres Traumes von Olympia.

 

Vorschau für die nächsten Tage:

Maximilian Munski aus Lübeck (Ruderer im Achter):

Maximilian Munski.
Maximilian Munski. Foto: sh:z-Archiv


Der Deutschland-Achter um den Lübecker Maximilian Munski hat den Vorlauf gewonnen und sich somit am Montag direkt für das Finale qualifiziert. Mit über einer Bootslänge Vorsprung kamen die acht Jungs am Montag als erstes ins Ziel (5:38,22 Minuten). Zweiter wurden die USA (5:40,16). Die übrigen fünf Boote ermitteln im Hoffnungslauf am Mittwoch die weiteren vier Finalteilnehmer.

So geht es weiter:

Finale 13. August, 16.24 Uhr

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London war Maximilian Munski noch zum Zuschauen verdammt. Die intensive Vorbereitung hatte der heute 28-Jährige zwar mitgemacht, sich aber letztlich keinen Rollsitz im Deutschland-Achter erkämpfen können. Vier Jahre später zählt der Lübecker zum festen Stamm des Großbootes. Mit der Teilnahme in Rio hat sich Munski nun einen Traum erfüllt. „Dabei zu sein, ist schon der Wahnsinn“, sagt Schleswig-Holsteins Sportler des Jahres 2015. Doch dabei zu sein, ist noch nicht alles. „Eine Medaille wäre toll, Gold zu gewinnen, ein absoluter Traum.“ 1998 begann der 1,96 Meter große Modellathlet mit dem Rudersport und hat seitdem jede Menge Titel gesammelt. Mit dem Deutschland-Achter war er Europameister und Vize-Weltmeister. Beim Weltcup-Finale in Posen setzte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes nach einem packenden Duell gegen Weltmeister Großbritannien durch.

First steps in the Olympic village... #olympia #villaolympica #brasil #rio #barra #villagelife #dosb #wirfuerd #adidas #redbeautys

Ein von Maximilian Munski | Rower | 28 (@mmunski) gepostetes Foto am

 

Maya Rehberg aus Kiel (Leichtathletik):

Maya Rehberg.

Maya Rehberg.

Foto: Michael Kappeler/dpa

Für die Leichtathletin Maya Rehberg geht es erst am Samstag richtig los.

Das ist ihr Zeitplan:

Vorlauf 13. August, 15.05 Uhr
Finale 15. August, 16.15 Uhr

Leichtathletin Maya Rehberg befindet sich 2016 auf der Überholspur. Erst Anfang des Jahres wurde sie Deutsche Meisterin im Crosslauf über die 4500-m-Distanz, dann vor wenigen Wochen der nationale Vizetitel über 3000 m Hindernis – und nun steht die Sportlerin der SG TSV Kronshagen/Kieler TB mit 22 Jahren vor ihrem Debüt bei den Olympischen Spielen in dieser Disziplin. Eine Medaille in Rio wäre für die Physikstudentin allerdings eine Überraschung. Zuvor durfte sich Maya Rehberg bei der EM in Amsterdam von der starken internationalen Konkurrenz über die 3000 m Hindernis überzeugen. Zwar schaffte es die Kielerin als eine von zwei Deutschen in den Endlauf, mehr als Rang 13 war dann aber nicht drin. Letztlich wurde Rehberg disqualifiziert, weil sie einen Wassergraben nicht regelkonform überquert hatte – um einen Sturz mit einer Konkurrentin zu vermeiden. Für die 22-Jährige (Bestzeit: 9:39,18 min.) wird es in Brasilien in erster Linie darum gehen, weitere internationale Erfahrung zu sammeln.

 

Eine Übersicht des Zeitplans und der Wettkämpfe finden Sie hier

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von
erstellt am 09.Aug.2016 | 11:21 Uhr

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