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Regionales

04. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

Anschlag von der Autobahnbrücke : So reagiert Dänemarks Politik auf den tödlichen Steinwurf von Fünen

vom

Muss man Autobahnbrücken vor Gewalttätern sichern? Diese Frage kocht in Dänemark nach dem Anschlag vom Sonntag hoch.

Odense | Die Sozialdemokraten haben die rechtsliberale Løkke-Regierung in Kopenhagen dazu aufgefordert, auf den Steinwurf an der Fünen-Autobahn zu reagieren, bei dem eine deutsche Mutter ums Leben kam. „Wir haben es in den vergangenen Jahren des öfteren erlebt, dass Steine und andere Dinge von den Brücken geworfen werden. Das verunsichert die Autofahrer und deshalb brauchen wir jetzt eine Zusammenstellung des Ausmaßes", so die rechtspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Trine Bramsen.

Sie verlangt, dass Transportminister Hans Christian Schmidt seine Mitarbeiter umgehend damit beauftragt, besonders gefährdete Autobahnüberquerungen zu benennen. Danach müssten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Sollte „sich zeigen, dass das Ausmaß größer ist, als bisher angenommen“, so Bramsen. Sie könne sich höhere Zäune oder bessere Überwachung vorstellen. „Der Unfall vom Sonntag endete mit einem dezidierten Mord, und das müssen wir ernstnehmen“, so die Sozialdemokratin aus Odense. Überdies hatte es in den letzten Tagen offenbar weiter Würfe mit schweren Gegenständen gegeben. Der oder die Täter sind noch nicht identifiziert.

Noch am Sonntag hatte der transportpolitische Sprecher der Regierungspartei Venstre klargestellt, dass es mit seiner Partei keine Sicherheitsverschärfungen geben werde: „Es ist schwer, sich gegen Idioten zu rüsten. Wenn wir unsere Verkehrsinfrastruktur sichern sollen, würde das sehr viel Geld kosten und ein falsches Sicherheitsgefühl bringen“, so der Rechtsliberale.

Bramsen ist da anderer Meinung: „Es reicht nicht, zu sagen, dass es sich hier um Dummheit handelt und man dagegen nichts tun kann.“ Es könne nicht angehen, dass Autofahrer Angst davor haben müssen, dass etwas auf sie niederstürzt, so Bramsen.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 15:18 Uhr

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