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Schleswig-Holstein

03. Dezember 2016 | 01:19 Uhr

Krebsatlas für Schleswig-Holstein : Wo das Krebsrisiko in SH höher ist - und wo geringer

vom

Wissenschaftler haben die Krebsfälle im nördlichsten Bundesland untersucht - mit überraschendem Ergebnis.

Kiel | Im Südosten ist das Risiko einer Erkrankung am malignem Melanom (schwarzer Hautkrebs) höher als in anderen Teilen Schleswig-Holsteins. Das geht aus dem am Dienstag vorgestellten neuen Krebsatlas hervor. Während im Landesdurchschnitt auf 100.000 Bewohner statistisch 17,5 Fälle von Neuerkrankungen bei Männern und 19,3 bei Frauen kommen, sind es in Ostholstein 22,2 (Männer) und 25,6 (Frauen).

„Die Unterschiede hinsichtlich der Krebsinzidenz, der Krebssterblichkeit und der Überlebenszeit nach einer Krebsdiagnose sind sehr viel geringer, als wir im Vorfeld angenommen haben“, sagte der Leiter des Krebsregisters Alexander Katalinic. Zwar falle kein Gebiet durch hohe Raten auf, je nach Krebsart gebe es es aber unterschiedliche räumliche Muster.

So gibt es im Raum Kiel mehr Fälle von Leukämie und Lymphomen als im Landesdurchschnitt. Dafür gibt es dort die günstigsten Überlebensraten. Laut Gesundheitsministerium erhalten pro Jahr etwa 19.000 Schleswig-Holsteiner eine Krebsdiagnose, mehr als 7500 sterben pro Jahr an Krebs. Die Krankheit ist damit nach Herz-Kreislauferkrankungen zweithäufigste Todesursache.

Für den Krebsatlas analysierten Wissenschaftler in den vergangenen gut zwei Jahren knapp eine Viertelmillion Krebserkrankungen im Zeitraum von 2001 bis 2010.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 15:23 Uhr

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