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Wirtschaft

03. Dezember 2016 | 14:49 Uhr

Marmelade : Schwartauer Werke ziehen doch nicht ins Umland

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Der Konfitürenproduzent ist fest mit Bad Schwartau verbunden. Nach Umzugsüberlegungen gab es einen Aufschrei. Doch das ist nun Geschichte.

Bad Schwartau | Die Schwartauer Werke wollen ein bestehendes Konfitürewerk am Stammsitz Bad Schwartau ausbauen. Damit sind die Pläne des Unternehmens, einen Teil der Produktion zu verlagern, weitgehend vom Tisch. Geprüft werde allerdings noch, ob das bestehende Werk zur Müsliriegelproduktion ausgebaut oder verlagert werden soll, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch.

Im Frühjahr hatten Überlegungen des Konfitüreherstellers, einen Großteil der Produktion in das Umland zu verlagern, für Aufregung gesorgt.

Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) reagierte erleichtert. „Die Schwartauer Werke sind mehr als ein Unternehmen.

Wir sind sehr froh, dass sie bleiben“, sagte er. Das sei aber kein Grund sich zurückzulehnen. „Wir müssen weiter attraktiv für Unternehmen sein.“  Erfreut äußerte sich auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). „Die Entscheidung der Schwartauer Werke am Standort Bad Schwartau zu bleiben, ist eine sehr gute Nachricht für Schleswig-Holstein“, sagte Meyer. Das zeige, dass es gelungen sei deutlich zu machen, dass das Land wettbewerbsfähig sei und man hier die Zukunft eines Unternehmens planen könne.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Kapazität des Konfitürenwerks II erweitert werden. Dadurch soll das alte Werk I entlastet und mittelfristig zurückgebaut werden. Mit dem Umbau soll Ende dieses Jahres begonnen werden. Das Werk II war erst 2012 für rund 20 Millionen Euro errichtet worden.

Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass das Unternehmen für die Erweiterung seiner Produktion nach einem etwa 15 Hektar großen Gelände auch außerhalb Bad Schwartaus suchte. Daraufhin hatten sich mehrere Kommunen, unter anderem auch Lübeck und Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern Hoffnung auf eine Ansiedlung gemacht.

Das Traditionsunternehmen, das seit 1995 zum Schweizer Nahrungsmittelkonzern Hero gehört, produziert nach eigenen Angaben durchschnittlich 590.000 Gläser Konfitüre pro Tag und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. 

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erstellt am 05.Okt.2016 | 17:10 Uhr

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