zur Navigation springen

Wirtschaft

08. Dezember 2016 | 10:51 Uhr

Mit Video : Rader Hochbrücke: Blitzern gehen mehr als 112.000 Raser ins Netz

vom
Aus der Onlineredaktion

Seit Einführung der Geschwindigkeitskontrollen fahren 99 von 100 Autofahrern auf der Hochbrücke vernünftig. So kann sie bis 2026 halten.

Rendsburg | Die marode Räder Hochbrücke wird nach Angaben des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums dank Tempo-Limit und Gewichtsbegrenzungen bis zur Fertigstellung einer neuen Brücke halten. Eine im August abgeschlossene Prüfung der 45 Jahre alten Konstruktion habe die eingeplante „Restlaufzeit“ bis zum Jahr 2026 bestätigt, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums leidet die Statik der 45 Jahre alten Stahl- und Betonbrücke besonders unter zu schnell und zu dicht auffahrenden Lastwagen. Der 33 Meter hohe Ersatz für die baufällige alte Brücke soll bis 2026 fertig sein und in zwei Teilbrücken erstellt werden.

Bei der Untersuchung seien 40 Risse mit bis zu 50 Zentimetern Länge repariert worden. Bis Mitte nächsten Jahres sollen noch Längsträger an drei Stellen auf jeweils 50 Metern mit drei Zentimeter dicken Blechen verstärkt werden.

Die bisherigen Verkehrseinschränkungen bleiben bestehen, wie Meyer sagte. Diese seien in den vergangenen zwölf Monaten gut eingehalten worden. Seit Einführung der Geschwindigkeitskontrollen im September 2015 seien auf der Rader Hochbrücke 112.676 Raser geblitzt worden. Bei 15,5 Millionen Fahrzeugen entspreche das einer Verstoßquote von nur 0,73 Prozent und belege, „dass sowohl die Blitzersäulen selbst als auch die Warnhinweise vor den Radarkontrollen die gewünschte abschreckende Wirkung entfalten“, sagte Meyer.

<p>Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) unter der Rader Hochbrücke. Untersuchungen ergaben, dass ihre Stabilität trotz Mängeln in der Bausubstanz für die nächsten zehn Jahre gewährleistet ist.</p>

Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) unter der Rader Hochbrücke. Untersuchungen ergaben, dass ihre Stabilität trotz Mängeln in der Bausubstanz für die nächsten zehn Jahre gewährleistet ist.

Foto: dpa

Der schnellste Fahrer raste demnach mit Tempo 214 über den Nord-Ostsee-Kanal. Dort dürfen Lastwagen nicht schneller als 60, Autos maximal 100 Kilometer pro Stunde fahren. Vier fest installierte Radarsäulen messen dort im Zuge der A7 das Tempo.

Baubeginn für die Ersatzbrücke ist für 2022 geplant. Bereits am Mittwoch soll in Borgstedt die erste öffentliche Informationsveranstaltung zum Brückenneubau stattfinden. Die Freigabe der 270 Millionen Euro teuren Zwillingsbrücke sei für Ende 2029 geplant, hieß es.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2016 | 17:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen