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Wirtschaft

05. Dezember 2016 | 15:40 Uhr

Einnahmen von mehr als 500 Millionen Euro : Nordkirche beschließt Haushalt für 2017

vom

Die Nordkirche profitiert von der guten Konjunktur. Bei einer Reform der Einkommensteuer könnte sich das Blatt schnell wenden.

Travemünde | Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland hat am Freitag den Haushalt für 2017 beschlossen. Die Nordkirche rechnet mit Einnahmen von insgesamt rund 524 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent. Der weitaus größte Teil dieser Einnahmen wird durch das erwartete Kirchensteueraufkommen von rund 481 Millionen Euro aufgebracht.

„Mit den in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegenen Kirchensteueraufkommen konnte der Fusionsprozess finanziell abgesichert werden, und wir konnten den neuen Herausforderungen, beispielsweise in der Flüchtlingsarbeit, begegnen“, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Claus Möller, am Freitag. Nach den vorliegenden Steuerschätzungen und Prognosen könne bis 2021 von stabilen Einnahmen ausgegangen werden, doch es gebe auch Risiken, sagte Möller weiter. „Eine Senkung der Einkommensteuer in einer Größenordnung von zehn Milliarden Euro würde zu Mindereinnahmen der Nordkirche von rund 30 Millionen Euro führen“, sagte er. 

Synodenpräses Andreas Tietze äußerte sich sehr zufrieden mit dem einstimmigen Votum des Kirchenparlaments zum Haushalt. Nach Abzug der Beträge für Versorgungsleistungen (rund 92 Millionen Euro) und gesamtkirchliche Verpflichtungen (24,1 Millionen Euro) gehen mehr als 81 Prozent der verbliebenden Mittel, nämlich 308 Millionen Euro, an die Kirchenkreise und die etwa 1000 Kirchengemeinden der Nordkirche. Mit rund 39 Millionen Euro wird die übergemeindlich organisierte Arbeit wie Jugendarbeit, spezielle Seelsorge, Medienarbeit und die Ausbildung von Pastoren finanziert. Für die Leitung und Verwaltung der Landeskirche sind 30 Millionen Euro vorgesehen. Drei Prozent der Kirchensteuereinnahmen (14,4 Millionen Euro) werden für den Kirchlichen Entwicklungsdienst eingeplant.

Tietze kündigte am Freitag eine Themensynode zum Ehrenamt und zur Engagementförderung an. Die werde voraussichtlich im September 2018 stattfinden. Am Nachmittag wollten sich die Synodalen unter anderem mit dem Programm für das bevorstehende Reformationsjubiläum befassen.

Für den Abend war ein Gottesdienst in der Travemünder St.-Lorenz-Kirche geplant, bei dem der Schleswiger Bischof Gothart Magaard predigen sollte. Die Synode geht Sonnabendnachmittag zu Ende.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 16:32 Uhr

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