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Wirtschaft

09. Dezember 2016 | 18:23 Uhr

Hamburg, SH, Bremen und Niedersachsen : Metallindustrie in Norddeutschland beginnt Warnstreik

vom

In den ersten zwölf Betrieben legten die Arbeitnehmer um Mitternacht die Arbeit nieder – viele weitere folgen am Vormittag.

Hamburg | Rund 14.200 Beschäftigte aus mehr als 50 Betrieben in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben am Freitag die Arbeit niedergelegt und waren damit dem ersten Warnstreik in der Metall- und Elektroindustrie gefolgt. Pünktlich zum Ablauf der Friedenspflicht waren um Mitternacht die Arbeiter in den Ausstand getreten. Die IG Metall sprach von einem „starken Auftakt“.

Am Donnerstag war die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektronindustrie in Lübeck ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat dagegen 2,1 Prozent für 24 Monate und eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent angeboten.

Hamburg

In Hamburg beteiligten sich 3800 Mitarbeiter aus sieben Betrieben. Die mit 2000 Teilnehmern größte Kundgebung in Norddeutschland gab es vor dem Airbus-Werk in Finkenwerder. Weitere Aktionen liefen am Vormittag bei ThyssenKrupp Fahrtreppen und Philipps Medical Systems. Kundgebungen während der Nachtschicht gab es bei Still, Mercedes, Hydro Aluminium und ArcelorMittal, die größte davon mit 300 Teilnehmern bei Mercedes in Harburg.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein waren 3500 Beschäftigte aus 30 Betrieben im Warnstreik. Kundgebungen gab es bei Raytheon Anschütz und Thales in Kiel. Bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft beteiligten sich 700 Beschäftigte am Warnstreik. In Lübeck gab es Kundgebungen bei Dräger, Gabler und Nordischer Maschinenbau, an denen sich insgesamt 550 Menschen beteiligten. Bei Jungheinrich in Norderstedt beteiligten sich 550 Beschäftigte der Früh- und Spätschicht. An den nächtlichen Warnstreiks beteiligten sich in Schleswig-Holstein 600 Beschäftigte: bei Danfoss in Neumünster, Stryker in Schönkirchen, Krones in Flensburg sowie bei Flowserve SiHi und Pano in Itzehoe.

Bremen

In Bremen und Umland waren insgesamt 2800 Beschäftigte aus sieben Betrieben im Warnstreik, unter anderem bei Lürssen und Bosch in Bremen sowie Klöckner Desma in Achim. Bei Airbus und Thermo Fischer folgten 1000 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. Bereits in der Nacht waren 1200 Beschäftige von Daimler und Lear im Warnstreik.

Niedersachsen

Im nordwestlichen Niedersachsen folgten 4800 Beschäftigte aus elf Betrieben dem Aufruf der IG Metall, darunter 2000 Mitarbeiter der Meyer Werft in Papenburg, 130 Beschäftigte von Leoni Special Cabels in Friesoythe und 220 Beschäftigte von Brötje und BDR Werkservice in Rastede. Bereits in der Nacht beteiligten sich 100 Mitarbeiter von Premium Aerotec in Varel, 350 Beschäftigte von Premium Aerotec, NSW und nkt cables in Nordenham sowie 250 Beschäftigte von Airbus in Stade an Aktionen.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 14:10 Uhr

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